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Amerikanische Küche

 

Wer einmal die typischen Vorurteile überkommen hat, wird zum einen schnell feststellen, dass amerikanische Esskultur durchaus existiert und gepflegt wird und zum anderen, dass es die amerikanische Küche eigentlich gar nicht gibt. Je nach Region des riesigen Landes haben sich die unterschiedlichsten Kulturen und Traditionen manifestiert und spiegeln sich in der Küche wieder. Französische Einflüsse hier, lateinamerikanische dort, mal deftig, mal fein, Fisch und Fleisch - die Küche der USA ist äußerst variantenreich, doch man muss sie finden. Tatsächlich ist das Angebot an schnellem Essen allgegenwärtig. In den USA ist die Dienstleistungsbranche darauf ausgerichtet, den Alltag zu erleichtern und das zeigt sich in der ständigen Verfügbarkeit vieler verschiedener kulinarischer Möglichkeiten. So gehört auch Fast Food zur Esskultur, doch diese hält bei genauerem Hinsehen wesentlich mehr bereit als nur Burger und Hot Dogs.

Street vendor

Tatsächlich: Es gibt jeweils mehr als 12.000 McDonald’s- und Burger King-Filialen in den USA und zahlreiche weitere Ketten mit ähnlich hoher Präsenz. Dazu gibt es überall Hot Dogs, Brezeln, Pizza. Genauso jedoch findet man gute Restaurants und, vor allem in den Metropolen, viele Läden mit hochwertigen Produkten, wie man sie für gute Mahlzeiten benötigt.

Wer sich auf die amerikanische Cuisine einlassen will, der steht häufig vor einem Crossover der Kulturen. Denn neben den europäischen Traditionen, mitgebracht aus der alten Heimat, gibt es in der US-Küche Ideen und Inspirationen aus Asien und - vor allem in den südlichen Bundesstaaten - aus Mittel- und Südamerika. Besonders mexikanisches Essen ist in Texas oder Arizona inzwischen ebenso weit verbreitet wie T-Bone Steaks und Donuts. So ist die amerikanische Küche vor allem eine Fusionsküche mit vielen internationalen Einflüssen und überlieferten Rezepten. Dabei werden oft Grenzen überschritten und zum Beispiel jüdische Gerichte mit Tortillas kombiniert. Aus dem Erfolg dieser Fusionen entwickelte sich unter amerikanischen Köchen auch ein neues Selbstbewusstsein - wurden früher vor allem europäische Stilrichtungen imitiert, wird heute auch der amerikanische Stil international exportiert, etwa durch US-Köche in bekannten Restaurants weltweit.

Als sich im 19. Jahrhundert die Kolonisten geographisch weiter im Land ausbreiteten, entwickelten sich regional unterschiedliche Spezialitäten, was auch mit dem Klima und der Zugänglichkeit von Zutaten zusammenhing: Im Nordosten standen landwirtschaftliche Produkte wegen der klimatischen Bedingungen im Gegensatz zum Süden nicht ganzjährig zur Verfügung, dafür hatte man dort Zugang zum Meer und konnte sich, wie schon die Ureinwohner, zu einem großen Teil von Fisch ernähren.  Der Nordosten des Landes, wo sich die ersten Kolonien des Landes befanden, darf als Ausgangspunkt der Entwicklung einer eigenständigen amerikanischen Cuisine angesehen werden, auch wenn sich diese Spur immer mehr verliert, je weiter man nach Westen kommt. Als eigenständige Stilrichtungen innerhalb der Küche der USA kann man heute unter anderem auch Soul Food, Tex-Mex, Louisiana Creole und nicht zuletzt auch mehrere an den amerikanischen Gaumen angepasste asiatische Küchen betrachten. Daneben existieren amerikanisierte Versionen unter anderem der italienischen, deutschen, karibischen, indischen oder polnischen Küche.


 

 

 

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