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Barack Obama
Barack Obama

Barack Obama, 44. Präsident der USA, trat sein Amt im Januar 2009 begleitet von Vorschußlorbeeren und großen Erwartungen aus aller Welt an.

Obama, am 04. August 1961 in Honolulu, Hawaii, geboren und Mitglied der demokratischen Partei, ist der erste schwarze amerikanische Präsident. Er ist seit 1992 mit der Anwältin Michelle Obama verheiratet, mit der er zwei Töchter, Malia Ann und Natasha, hat. Vor seiner Präsidentschaft war er von 2005 bis 2008 Senator für den US-Bundesstaat Illinois, davor seit 1997 Mitglied des Senats von Illinois.

Barack Obama tritt als Präsident die Nachfolge von George W. Bush an, der das Land im Angesicht der Herausforderungen nach dem 11. September 2001 auf einen Kurs gebracht hatte, der am Ende sowohl in den USA als auch international großer Kritik begegnete und letztendlich zu einem Ansehensverlust sowohl Bushs als auch des ganzen Landes führte. Obama betonte in seinem Wahlkampf, in dem er innerparteilich auch die populäre ehemalige First Lady Hillary Clinton aus dem Feld schlug, von Beginn an seine Absicht zu einem umfassenden Politikwechsel, hin zu mehr Offenheit, Transparenz, internationaler Kooperation und Dialogbereitschaft.

Er ist der Sohn eines kenianischen Vaters, der 1982 bei einem Autounfall ums Leben kam und der nach der Geburt seines Sohnes und vor der Trennung von dessen Mutter, der aus Wichita, Kansas stammenden Anthropologin Ann Dunham, diesen nur einmal sah. Obamas Mutter starb 1995 an einem Krebsleiden. Seine Eltern hatten sich 1960 während des Studiums an der University of Hawaii getroffen und 1961 geheiratet. Mit dem zweiten Ehemann der Mutter, Lolo Soetoro, zog die Familie dann in dessen Heimat nach Indonesien, wo Barack bis zu seinem elften Lebensjahr lebte. bevor er zu den Großeltern zurück nach Honolulu kehrte. 

Zurückblickend beschreibt Barack Obama seine Zeit auf Hawaii trotz erlebter Schwierigkeiten in der Selbstfindung während dieser Jahre als prägend. Das multikulturelle Klima Hawaiis habe einen Teil seiner Persönlichkeit definiert, schreibt er Jahre später. Nach der High besucht er ein College in Los Angeles, danach studierte er Politikwissenschaften an der Columbia University in New York City. Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst bei Publikationsfirmen in New York, bevor er als Direktor einer katholischen Gemeinschaftsorganisation nach Chicago. 1988 beginnt er ein Jurastudium in Harvard. Dort wird Obama bald zum Redakteur der renommierten Fachpublikation Harvard Law Review, deren Präsident er im Jahr darauf wurde. 1991 schloss er sein Harvard-Studium mit dem Prädikat magna cum laude ab und kehrte zurück nach Chicago. Dort leitete er mit großem Erfolg ein Projekt, das schwarze Amerikaner dazu bewegte, sich als Wähler registrieren zu lassen. Von 1992 bis 2004 arbeitet Barack Obama als Professor an der University of Chicago und nebenberuflich als Berater einer auf Bürgerrechtsfragen spezialisierten Anwaltskanzlei. Außerdem engagierte er sich in verschiedenen Projekten unter anderem für das Gemeinwohl und für die Stärkung der Bürgerrechte.

1996 begann die politische Karriere des späteren US-Präsidenten mit der Wahl Obamas in den Senat des Bundesstaats Illinois. Schwerpunkte seiner Politik in diesem Gremium lagen im Gesundheits- und Sozialwesen. Obama wurde zweimal wiedergewählt, verlor aber im Jahr 2000 den parteiinternen Entscheid um einen Platz im US-Repräsentantenhaus. Im November 2004, nachdem er von vielen Beobachtern landesweit bereits als zukünftiges Aushängeschild seiner Partei gesehen wurde, gewann er die Wahl um den Platz des Senators von Illinois.

Als Senator war Barack Obama beteiligt an einem Reformprogramm zur Einwanderung und unterstützte den Bau des 700 Meilen langen Zauns an der Grenze zu Mexico. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit lag in der Einführung von mehr Transparenz über die Ausgaben der Regierung. Darüber hinaus war er in verschiedenen Fachausschüssen tätig, unter anderem zu den Themen Gesundheitswesen und internationale Beziehungen.

Im Wahlkampf zur Präsidentschaft im Jahr 2008 trat Barack Obama gegen den republikanischen Kandidaten John McCain an, gegen den er mit landesweit 53% der Stimmen gewann. Der Beginn seiner Präsidentschaft wurde außenpolitisch geprägt durch den Versuch, den Kurs des Dialogs mit Staaten wie Kuba, Iran oder Nordkorea einzuschlagen. Obama arbeitet daneben an einem Rückzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak und der Schliessung des berüchtigten Militärgefängnisses in der Guantanamo Bay. Für diesen neuen Kurs in der Außenpolitik wurde dem Präsidenten im Oktober 2009, noch im ersten Jahr seiner Präsidentschaft, der Friedensnobelpreis verliehen, was gemeinhin als Ausdruck der Würdigung dieser Bereitschaft zur Annäherung verstanden wurde. Innenpolitisch ist das größte Projekt Obamas zu Beginn seiner Amtszeit die Einführung einer umfassenden Gesundheitsversicherung für alle Amerikaner. Daneben laufen unter seiner Regie milliardenschwere Förderprogramme zur Unterstützung der US-Wirtschaft während der Finanzkrise. 

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