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Census

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Alle zehn Jahre, zuletzt 2010, führen die USA den Census durch, das ist die offizielle Volkszählung. In einem Land, in dem es keine behördliche Meldepflicht gibt, ergibt die Volkszählung die einzige zuverlässige statistische Größe, was die Bevölkerungszahl einzelner Städte und Bundesstaaten, aber auch des ganzen Landes betrifft. Gezählt werden nicht nur Amerikaner, sondern alle Menschen, die in den USA leben. Die individuellen Datensätze sind vor dem Zugriff jeder Person und jeder Behörde geschützt; auch das FBI oder die Polizei haben keinen Zugriff auf die Daten. So wird gewährleistet, dass auch die zahlreichen illegal in den USA lebenden Menschen beim Census mitgezählt werden. Im Jahr 2010 wurde für das Land so eine Bevölkerungszahl von 308.745.538 Menschen ermittelt, zehn Jahre zuvor waren es 281.421906. In den Jahren zwischen den Zählungen veröffentlicht das Census Bureau statistische Schätzungen.

Die rechtliche Grundlage für die Volkszählung ist in der amerikanischen Verfassung verankert. Mit der Durchführung beauftragt ist das US Census Bureau, eine Behörde mit 5500 Mitarbeitern, die dem Handelsministerium (Department of Commerce) zugeordnet ist. Im Jahr 1790 wurde die erste Zählung durchgeführt - damals war gerade einmal die Zahl von 3,9 Millionen Menschen in den USA ermittelt worden.

Ziel und grundsätzliche Idee des Census ist die Feststellung der Verteilung der Bevölkerung auf die Bundesstaaten. Nach deren Einwohnerzahl richtet sich die Zahl der Repräsentanten eines jeden Staats im Congress in Washington und die Zahl der Wahlmänner für Präsidentschaftswahlen, aber auch zum Beispiel die Aufschlüsselung finanzieller Hilfen für die Bundesstaaten. Daneben zeigen die Ergebnisse der Volkszählung natürlich die Bewegung der Bevölkerung innerhalb des Landes und die Größe von Städten und Orten auf. Oftmals ergeben sich - immer abhängig von allgemeinen Trends und vor allem wirtschaftlicher Entwicklung - rasante Entwicklungen einzelner Orte innerhalb von zehn  Jahren. So wuchs die Bevölkerung von Las Vegas beispielsweise von 258.000 im Jahr 1990 auf 478.000 im Jahr 2000 und 584.000 in 2010.

Die Teilnahme am Census ist für die Befragten Pflicht. Für die Zählung 2010 waren rund 134 Millionen Bögen per Post versandt worden. Gefragt wurde nach der Zahl der Haushaltsmitglieder, der Art der Unterkunft, dem Alter und der Rasse der Befragten; die Resultate wurden anonymisiert. Trotz der gesetzlichen Verpflichtung zur Teilnahme und trotz eines millionenschweren Marketingaufwands weigerten sich viele der Angeschriebenen, die Bögen zurückzusenden. Insbesondere konservative Kreise hatten sich gegen die Datensammlung gewandt; folgerichtig kommen aus diesem politischen Lager auch die deutlichsten Zweifel an der Zuverlässigkeit der erhobenen Daten.


 

 

 

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