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George W. Bush

Der 43. Präsident der USA wurde am 06. Juli 1946 in New Haven, Connecticut, geboren. Er gehört der Partei der Republikaner an und wurde 2000 zu seiner ersten Amtszeit sowie 2004 zu seiner zweiten Amtszeit gewählt, die im Jahr 2008 endete. George W. Bush ist verheiratet mit Laura und hat Zwillingstöchter, Jenna und Barbara Bush. Vor seiner Präsidentschaft war er von 1995 bis 2000 Gouverneur von Texas. Bush ging als einer der umstrittensten Präsidenten der USA in die Geschichte ein, hatte jedoch auch außergewöhnliche Herausforderungen zu bestehen, die oft keine populären Entscheidungsoptionen zuließen.

George W. Bush ist der Sohn des 41. US-Präsidenten George Herbert Bush und dessen Frau Barbara sowie der Bruder des ehemaligen Gouverneurs von Florida, Jeb Bush. Er wuchs in Midland und Houston, Texas, auf, wo sein Vater nach dem Universitätsabschluss ins Ölgeschäft eingestiegen war. Er besuchte die Phillips Academy in Massachusetts und setzte seine akademische Laufbahn 1968 mit einem Abschluß in Geschichte an der traditionsreichen Yale University fort. Danach, auf dem Höhepunkt des Vietnamkriegs, schloss er sich der Texas Air National Guard an und wurde Kampfpilot.Nach einem Transfer nach Alabama verließ Bush das Militär 1973 und ging nach Massachusetts zurück, wo er an der Harcard Business School einen Abschluß als Master of Business Administration erlangte. In diesen Jahren hatte Bush, wie er später selbst zugab, ein Alkohol-Problem, das unter anderem 1976 zu einer Verhaftung wegen Trunkenheit am Steuer führte. Nach seiner Hochzeit mit Laura Welch 1977 zog das Paar zurück nach Texas, wo George W. Bush 1978 versuchte, in das US-Repräsentantenhaus gewählt zu werden, die Wahl aber verlor. Im Anschluss orientierte er sich neu und übernahm nacheinander verschiedene Positionen in Unternehmen aus dem Ölgeschäft. Nach einem vorübergehenden Umzug nach Washington DC 1988, wo sein Vater den Wahlkampf um die Präsidentschaft führte, kehrte die Familie nach Texas zurück.

Mit einer knappen Mehrheit gegenüber der demokratischen Amtsinhaberin Ann Richards wurde George W. Bush 1994 zum Gouverneur von Texas gewählt. In diesem Amt, das er nach einem deutlichen Sieg in der Wahl 1998 in zwei Amtszeiten ausübte, legte er einen Schwerpunkt auf die Bildungs- und Justizpolitik; unter anderem erhöhte er das Bildungsbudget und reformierte das System der Strafverfolgung. Große Popularität erlangte er, als er die umfangreichsten Steuererleichterungen in der Geschichte von Texas umsetzte. Bereits kurz nach seiner Wiederwahl gab er seine Pläne zum Kampf um die US-Präsidentschaft bekannt.

Bushs Präsidentschaft wurde geprägt durch die Terrorattacken des 11. September 2001 und der Reaktion der USA auf dieses Ereignis. Die Anschläge hatten das amerikanische Selbstverständnis angegriffen und George W. Bush machte es zu seiner Aufgabe, den Amerikanern ihr nationales Selbstbewusstsein zurückzugeben. Die Wähler erwarteten ein solches Vorgehen von ihrem Präsidenten, der kurz nach den Anschlägen im Umfragen die höchste Zustimmungsrate aller Zeiten erzielte. Bereits im Januar 2002 erklärte er den Krieg gegen den Terrorismus, der schon im Oktober 2001 mit der Bombardierung und Invasion Afghanistans begonnen hatte. Bush beanspruchte für die USA ausdrücklich das Recht auf vorbeugende Kriege, um den Bedrohungen durch den Terrorismus gerecht zu werden und bezeichnete Iran, Irak und Nordkorea als die Achse des Bösen, von der eine internationale Bedrohung ausginge. Dieses Verständnis amerikanischer Aufgaben brachte Bush harsche Kritik im In- und Ausland ein und führte zu einem rapiden Absinken seiner Popularitätswerte.

In anderen Politikbereichen war Bushs Präsidentschaft von wechselndem Erfolg. Wirtschaftspolitisch profitierte er von einer Phase des Aufschwungs, den er in eine Steigerung des Lebensstandards für alle Amerikaner umwandeln konnte. Seine Bemühungen im Bereich der Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitik blieben dagegen meist im Ansatz, da von Bush vorgebrachte Reformpläne häufig auf den Widerstand des Congress stießen. Ebenso zwiespältig wird seine Umwelt- und Klimapolitik betrachtet, mit der er die USA aus internationalen Vereinbarungen heraus zog und eigene Initiativen vorantrieb, unter anderem zum Klimaschutz. Weitere Ansatzpunkte für Kritik an seiner Arbeit waren das Krisenmanagement nach der Zerstörung weiter Teile der amerikanischen Golfküste durch den Hurricane Katrina 2005 und die Einschnitte in die Bürgerrechte im Zuge der Terrorbekämpfung. Die von ihm angestoßene umfassende Reform des Einwanderungsrechts, die unter anderem eine Amnestie für im Land lebende illegale Einwanderer und die Abschaffung der Green Card- Lotterie vorgesehen hatte, scheiterte im Senat. 

Die in Ansätzen verbliebenen Maßnahmen trugen gemeinsam mit der vielfach als Bruch des Völkerrechts angesehenen Invasion im Irak und den nicht erreichten Zielen der Kriege in Irak und Afghanistan zu einem vor allem international stark gesunkenen Ansehen George W. Bushs bei, der in einer weitgehenden Isolation der Positionen der amerikanischen Außenpolitik gipfelte. Insgesamt wird Bushs Präsidentschaft daher eher als Mißerfolg betrachtet, wobei beachtet werden muss, dass Bush sich im Gegensatz zu vielen anderen Präsidenten außergewöhnlichen Ereignissen gegenüber sah, die es ihm kaum ermöglichten, seiner Politik einen nachhaltigen Ausdruck zu verleihen.


 

 

 

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