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Der Begriff der Great Plains bezeichnet den Streifen in der geographischen Mitte der USA, der nach Westen hin von den Rocky Mountains begrenzt wird und sich nach Osten in unscharfem Grenzverlauf bis etwa zu den östlichen Grenzen von Kansas und Oklahoma erstreckt. Neben diesen beiden Bundesstaaten zählen jeweils auch Teile von Colorado, Nebraska, North Dakota, South Dakota, New Mexico, Texas und Wyoming zu den Great Plains. In Canada wird dieser Abschnitt als The Prairies bezeichnet. Der Streifen erreicht eine maximale Breite von etwa 500 Kilometern. Dabei werden grob zwei Klimazonen unterschieden; einmal das relativ feuchte Klima des tiefer gelegenen östlichen Teils, zum anderen die trockene Atmosphäre des bis zu 1600 Meter hohen westlichen Abschnitts.
Die Great Plains blieben lange weitgehend unerkundet, nur einige Pelzjäger zogen durch das Land. Die Great Plains waren die Heimat riesiger Bisonherden, die allerdings mit der später folgenden systematischen Jagd beinahe ausgerottet wurden. Mit der Expedition von Lewis & Clark änderte sich das, die Gegend wurde in Karten erfasst und erkundet. In der Folge zogen Siedler auf dem Weg nach Westen durch die Plains, erst ab den 1860er Jahren blieben auch Siedler hier. Mit dem Homestead Act von 1862 schenkte die Regierung jedem 65 Hektar Land, der sich verpflichtete, es mindestens fünf Jahre lang zu besiedeln und zu bewirtschaften. In dieser Zeit entstanden Pionierorte wie Sioux Falls in South Dakota, Omaha in Nebraska oder Fargo in North Dakota.
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