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Arizona

 

Prescott

AZ Prescott Courthouse

Zwischen 1864 und 1867 und zwischen 1877 und 1899 war Prescott die Hauptstadt des Arizona-Territoriums. Diese wichtige Rolle musste die kleine Stadt in der Mitte des Bundesstaats zwar wieder aufgeben, doch dafür ist Prescott heute ein sehr beliebtes Ausflugsziel und immerhin die Hauptstadt des Yavapai Countys. Der Ort liegt etwa 100 Meilen nördlich von Phoenix in einem Gebirgstal der Bradshaw Mountains, mit einer Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung. Prescott hat heute etwa 42.000 Einwohner, der kleine Ballungsraum rund um die Stadt hat eine Bevölkerung von rund 100.000.

Als der von Präsident Lincoln eingesetzte, erste Gouverneur, John Noble Goodwin, 1864 zur ersten Inspektion des Arizona-Territoriums eintraf, entschied er sich dagegen die damals größte Stadt im Gebiet, Tucson, zur Hauptstadt zu machen, weil er dort zu viele Menschen vermutete, die der Regierung gegenüber negativ eingestellt waren. Daher erkor er einen Ort, an dem sich eine lose Siedlung von Minenarbeitern befand, zur Hauptstadt - die Geburtsstunde von Prescott. Wie viele andere Orte im Westen der USA hat auch Prescott eine ziemlich raue Geschichte, in der Goldsucher und zwielichtige Gestalten aus der Western-Folklore eine Rolle spielen. Heute wird diese Historie zu einem der Verkaufsargumente von Prescott, hier lässt sich in authentischer Kulisse ein bisschen Wildwest nacherleben. Aber auch Tragödien gehören zur Geschichte des Orts. Mehrere Großfeuer hatten die Stadt in ihren Anfangsjahren immer wieder zerstört und im Jahr 2013 starben 19 junge Männer von der örtlichen Feuerwache bei der Bekämpfung eines Waldbrands. Ein Denkmal für die Gefallenen befindet sich an der State Route 89 im Nachbarort Peeples Valley.

Prescott ist ein sehr beliebtes Sommer-Ausflugsziel, vor allem für Einwohner des nahegelegenen Phoenix. Der Grund dafür ist neben dem schönen Stadtbild vor allem die Lage der Stadt. Sie liegt in einem Gebirgstal auf einer Höhe von 1600 Metern über dem Meeresspiegel und bietet damit angenehme Temperaturen in den Monaten, in denen Phoenix regelmäßig Temperaturen jenseits der 40°C-Marke aufweist. Von den zahlreichen viktorianischen Gebäuden im Kern des Orts beherbergen daher viele Bed and Breakfast-Pensionen.

Besonders sehenswert ist das Gebiet von Downtown. Der zentrale Punkt ist Courthouse Plaza. Mehr als 170 Bäume stehen rund um den Platz am historischen Gerichtsgebäude und bilden die Kulisse für den beliebten Treffpunkt, an dem hin und wieder Veranstaltungen unter freiem Himmel stattfinden. Vor dem Gebäude steht eine Statue von Buckey O’Neill, ehemaliger Bürgermeister und schillernde Persönlichkeit der Geschichte. Direkt an die Plaza anschließend befindet sich die historische Innenstadt, die unter dem Namen Whiskey Row bekannt ist. Diesen Namen bekam das Gebiet, weil hier schon kurz nach der Gründung Prescotts mehrere Saloons und ähnliche Etablissements entstanden, die für ein weithin bekanntes Nachtleben sorgten. Heute gibt es hier, wie auch im Rest von Downtown, viele Bars und Restaurants, kleine Geschäfte und einige Kunstgalerien. Trotz mehrerer Großfeuer in der Stadt haben einige der Bars aus der Anfangszeit bis heute überlebt, darunter das Palace Restaurant, der älteste durchgehend bestehende Betrieb in Arizona. Einen guten Einblick in die Geschichte des Orts bekommt man auch im Sharlot Hall Museum (415 W. Gurley Street, geöffnet Montag-Samstag 10-16 Uhr, Sonntag ab 12 Uhr). Das Freilichtmuseum umfasst mehrere historische Gebäude, darunter das ehemalige Wohnhaus des Gouverneurs und eine Blockhütte aus dem Jahr 1864, die hierher versetzt worden ist. Das Smoki Museum (147 North Arizona Avenue) zeigt indianische Kunst von den in dieser Region lebenden Völkern, darunter Töpferei, Malerei und Schmuck.

Ein weiterer beliebter Anziehungspunkt ist der Heritage Park Zoo (1403 Heritage Park Road, täglich geöffnet 9-17 Uhr). Der Tierpark versteht sich als Zufluchtsort für heimische und exotische Tiere, die nirgends unterkommen und nicht in die Freiheit entlassen werden können. Knapp 200 Tiere sind zu sehen, Säugetiere, Reptilien und Vögel.

Mehrere große Veranstaltungen ziehen das Jahr über Besucher an. Dazu gehören das nach eigenen Angaben älteste Rodeo der Welt bei den Prescott Frontier Days Ende Juni. Seit 1888 wird das Rodeo ausgetragen und es ist jedes Jahr eingebunden in ein buntes Volksfest mit Kunsthandwerksmarkt und einer Parade durch die Stadt. Ebenfalls erwähnenswert ist das Kulturfest Tsunami on the Square, das immer am vierten Wochenende im Oktober am Courthouse Plaza stattfindet und zu dem viele Vorführungen und Straßenkunst gehören. Im Winter lockt das Konferenzzentrum regelmäßig mit einem Dorf aus Lebkuchen. Daneben gibt es das ganze Jahr über viele weitere Veranstaltungen, darunter viele, die an das Wildwest-Erbe der Stadt erinnerAZ Watson Laken.

Im Umland der Stadt lohnt sich ein Ausflug in die Granite Dells, so benannt wegen der riesigen, rundlichen Felsbrocken, die sich im Laufe der Jahrtausende aus dem Gestein gearbeitet haben. Besonders sehenswert sind die beiden Stauseen Watson Lake und Willow Lake. Diese laden nicht nur zum Fischen oder Kanufahren ein, sondern sind vor allem faszinierende Fotomotive. Am Watson Lake gibt es einen Campingplatz, der mit allen Notwendigkeiten ausgestattet ist. Durch die Gegend führt ein Wanderweg entlang einer stillgelegten Bahnstrecke, der Prescott Peavine National Recreation Trail, der auch für Radfahrer freigegeben ist und schöne Blicke auf die Landschaft eröffnet. Der Zugang zum Trail befindet sich am Prescott Lakes Parkway.       


 

 

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