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Arizona

 

Vermilion Cliffs National Monument

AZ Vermilion Cliffs

Selbst wer schon tagelang durch Arizona gereist ist und glaubt, sich satt gesehen zu haben an Felsen, Kakteen und in Millionen Jahren entstandenen Landschaften, findet immer wieder Orte, die eine eigene, besondere Schönheit haben. Die Vermilion Cliffs sind so ein Ort. In dem erst im November 2000 angelegten National Monument begeistern vor allem die zahllosen Farbschattierungen der Felsen, die aus verschiedenen erodierten Gesteinen bestehen und die zu Hügeln, Klippen, Canyons und Tafelbergen formiert sind. “Vermilion” ist der Name eines Minerals, dessen Zinnoberrot für einige der Farbeffekte sorgt. Das Schutzgebiet hat zum Teil ein limitiertes Zugangssystem; wer hier wandern möchte, sollte sich frühzeitig um eine der Genehmigungen kümmern.

Im Inneren des Gebiets gibt es keinerlei Infrastruktur, dafür aber durchaus reale Gefahren wie lose Felsen oder plötzliche Sturzbäche in den Canyons. Schon allein deshalb ist das Bureau of Land Management, dem die Verwaltung des National Monuments obliegt, darum bemüht, die Besucherzahlen in überschaubaren Grenzen zu halten. Ein anderer Grund ist natürlich der Schutz des Gebiets selbst. Genehmigungen werden für Ausflüge über Nacht benötigt sowie für Wanderungen im Paria Canyon und im Gebiet der Coyote Buttes. Wer solche Ausflüge plant, sollte sich so früh wie möglich mit dem BLM, zum Beispiel über diesen Link, in Verbindung setzen.

Die Vermilion Cliffs erstrecken sich über weite Teile des Grenzgebiets zwischen den Bundesstaaten Arizona und Utah, ausgehend etwa vom Ort Page an in Richtung Westen und entlang einer Strecke, die im 19. Jahrhundert häufig von mormonischen Siedlern auf dem Weg in Richtung des Great Salt Lake genutzt wurde. Ein Teil dieser Region, etwa 45.000 Hektar groß, wurde 1984 zunächst als Wildnisgebiet unter Schutz gestellt, im Jahr 2000 erfolgte dann die Einrichtung des National Monuments mit einer Fläche von knapp 1200 Quadratkilometern, die komplett auf der Seite von Arizona liegen. Dieses Schutzgebiet umfasst in erster Linie das Paria Plateau, eine Hochebene, an dessen Rändern die eigentlichen Klippen zu finden sind, die über den Fluss ragen. Die Region im Nordwesten Arizonas ist schwer zugänglich - sie wird durch den Colorado River und den Grand Canyon fast vollständig vom Rest des Bundesstaats abgegrenzt - und weist neben dem Vermilion Cliffs National Monument noch zahlreiche weitere Naturschutz- und Wildnisgebiete auf. Dennoch weisen gefundene Spuren wie Felszeichnungen oder Keramikstücke darauf hin, dass es hier seit mehr 12.000 Jahren Ureinwohner gegeben hat. Es waren dann wohl spanische Priester, die Ende des 18. Jahrhunderts als erste Weiße das Gebiet betraten.

Neben dem Plateau gehören mit dem Paria Canyon und den Buckskin Gulch, zwei tiefe, sehr schmale Canyons zu dem Gebiet, die in mehrtägigen Tagestouren durchwandert werden können. Diese beiden, aus abfließendem Wasser geschaffenen Schluchten mit bis zu 700 Meter hohen Wänden, sind beliebte Ziele für Trekking-Touristen.

Der bekannteste Abschnitt der Region sind jedoch zweifellos die Coyote Buttes, deren Besuch ebenfalls eine Genehmigung seitens des BLM erfordert. Berühmt wurden die Felsformationen dieses Namens durch die wirbelartigen Verwerfungen des über 190 Millionen Jahre alten Sandsteins, die für wellenförmige Muster auf dem Gestein gesorgt haben. The Wave, wie dieses Kunstwerk der Natur heißt (Foto), ist nur über eine recht schwierige Klettertour zu erreichen und der Zutritt ist auf 20 Personen am Tag limitiert, trotzdem zählen diese Felsen zu den bekanntesten Fotomotiven des amerikanischen Südwestens. Wer das Glück hat, bei der Lotterie eine der Zugangsberechtigungen zu gewinnen, sollte sich darauf einstellen, einen längeren Weg durch die Wüste ohne erkennbaren Weg bewältigen zu müssen. Kontakt- und Registrierungsstelle ist die Paria Ranger Station am Highway 89 etwas außerhalb von Page.

 

 


 

 

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