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New Jersey

 

Atlantic City

NJ Atlantic City Skyline1

Atlantic City Convention & Visitors Bureau, photo: Bob Krist

Atlantic City, das mitunter als “Las Vegas der Ostküste” bezeichnet wird, hat ähnlich wie das große Vorbild auf der anderen Seite des Landes  ein Auf und Ab aus Rückschlägen und Aufschwüngen erlebt. Im kleineren Atlantic City mit seinen nur gut 39.000 Einwohner allerdings schlagen solche Wellenbewegungen oft heftiger durch.  Den letzten schweren Schlag erlebte die Stadt 2014, als gleich vier Casinos die Pforten schlossen. Seitdem ist Atlantic Citys Zukunft ungewiss, denn eventuell könnte zukünftig auch an anderen Orten in New Jersey Gambling erlaubt werden. Atlantic City muss derzeit also einen Weg finden, wie es ein großer Name in der Tourismusbranche bleiben kann. 

Die Stadt liegt auf einer Barriereinsel vor der Jersey Shore, von Manhattan aus ist man in 2-3 Stunden hier. Wegen der schönen Lage am Meer wurde das Gebiet von Immobilienentwicklern ins Auge gefasst. 1853 wurde das erste Hotel eröffnet, ein Jahr später wurden die Schienen einer Bahnverbindung aus dem Umland von Philadelphia bis hierher gelegt. Dies ebnete den Weg für den Tourismus nach Atlantic City, das damals als Sommerfrische und als Erholungsort galt. Die Bahngesellschaft hatte mit ihrer neuen Strecke durchschlagenden Erfolg: Das Hotel, das sie flugs hatten errichten lassen, war bald das größte im ganzen Land. Ab 1870 gab es auch eine Straßenverbindung, die Gäste kamen aber weiterhin vor allem mit der Bahn und es waren so viele, dass bald eine zweite gebaut wurde, die einen Ort versorgte, der mittlerweile über zahlreiche große Hotels verfügte. Die Stadt boomte, die Hotels wurden immer größer und diese Entwicklung verstärkte sich sogar noch, als die Prohibition begann. Diese nämlich galt zwar auch in Atlantic City, für die Überwachung ihrer Einhaltung aber zeigten die Behörden hier recht wenig Engagement. Nicht nur Alkohol war hier recht problemlos erhältlich, sondern in wenig getarnten Hinterzimmern blühte auch das Glücksspiel.

Es ist einem Mann namens Edward L. Bader zu verdanken, dass Atlantic City diese Blütezeit nutzte und die Weichen für die Zukunft stellte. Bader brachte den Bau des Flughafens in die Wege, ebenso den einer Schule und des Kongresszentrums. Vielleicht ebenso wichtig war seine Erfindung des Miss-America-Wettbewerbs, über den in den folgenden Jahren viel berichtet wurde, was Atlantic City die regelmäßige Aufmerksamkeit in den Medien brachte, die eine Touristenstadt braucht. Das funktionierte lange Jahre gut, doch in der Mitte des 20. Jahrhunderts setzten auch hier Verfall und Niedergang ein. Immer weniger Gäste interessierten sich für die Sommerfrische am Atlantik, die Innenstadt verfiel, einige Hotels machten dicht. 1976 stimmten die Wähler in New Jersey dafür, Glücksspiel in Atlantic City zu erlauben - damals ein Vorschlag, mit der die Stadt wieder auf die Beine kommen sollte. Der Erfolg kam schnell und durchschlagend: In kurzer Zeit entstanden Casinos, die Touristen kamen wieder und auch die Events mit breiter Öffentlichkeit wie etwa Boxkämpfe von Mike Tyson. Atlantic City wurde schnell wieder zu einem beliebten Tourismusziel.

Auch heute noch sind die Casinohotels die wichtigsten Attraktionen der Stadt, mit denen die Touristen angelockt werden:

  • The Borgata ist das derzeit größte Hotel in Atlantic City mit rund 2800 Zimmern, einschließlich des 2008 neu eröffneten, angeschlossenen Hotels The Water Club. Es wurde 2003 eröffnet und ist mit seiner Fassade aus goldglänzendem Glas ein markantes Element des Stadtbilds. Borgata verfügt über einen Spa-Bereich, einen Nachtclub und mehrere Bühnen und Konzertsäle.
  • Harrah’s Resort ist eines der älteren Hotels in der Stadt. 1980 eröffnet, bietet das Haus knapp 2600 Zimmer, eine ausgedehnte Einkaufszeile, eine Pool-Landschaft und mehrere Restaurants. In 2008 wurde das Hotel um den Waterfront Tower ergänzt, wo ein moderner Spa-Bereich untergebracht ist. Dieses Gebäude wird nachts von einer riesigen LED-Lichtershow auf der Fassade illuminiert. 
  • Tropicana ging aus der Stilllegung wegen mangelhafter Geschäfts- und Buchführung gestärkt hervor. Seit 2009 unter neuen Eigentümern, hat das Hotel drei Stockwerke mit Spielbereichen und 2129 Zimmer. Im Gebäude ist auch eine eigene Shopping-Mall untergebracht, dazu gibt es ein Konferenzzentrum, mehrere Restaurants und Nightclubs und das einzige Kino der Stadt.
  • Trump Taj Mahal ist das vierte der Hotels mit mehr als 2000 Zimmern. Das 1990 eröffnete Hotel mit der Inneneinrichtung im indischen Stil wurde 2008 um den Chairman Tower erweitert. Zum Angebot gehören mehrere Restaurants und Bars sowie ein tägliches Showprogramm inklusive der ersten Stripshow von Atlantic City.
  • Bally’s liegt direkt am Boardwalk und wurde bereits 1979 eröffnet und zuletzt 2009 renoviert. 1753 Zimmer stehen Besuchern zur Verfügung. Das Casino wurde 1997 um eine Erweiterung ergänzt, das Wild Wild West Casino mit zum Namen passenden Dekor. Bally’s besteht heute aus drei Gebäuden, in denen sich zahlreiche Restaurants, Bars und einige Shopping-Gelegenheiten befinden.
  • Caesars ist im Stil des alten Rom gestaltet und verfügt seit der letzten Renovierung in 2008 über nun 1158 Zimmer. Ursprünglich war Caesars das zweite Casino in Atlantic City mit Eröffnung in 1979. Neben einem Spa, Restaurants, Bars, Nightclubs und dem Circus Maximus Theater für Konzerte und Events hat das Hotel mit dem Playground Pier ein eigenes Shoppingcenter.
  • Resorts war bei seiner Eröffnung 1978 das erste Casino der USA außerhalb von Nevada. Seit der Renovierung 2011 hat das Hotel eine Einrichtung die an die 1920er Jahre erinnert. Resorts liegt ebenfalls am Boardwalk und besteht aus zwei Türmen, in denen die 942 Hotelzimmer zu finden sind. Im Casino stehen vier Restaurants zur Verfügung. 
  • Golden Nugget wurde 1985 als Trump’s Castle eröffnet und nach der Übernahme durch neue Eigentümer 2011 von Grund auf renoviert. Das Hotel weist einen Spa-Bereich und mehrere Restaurants sowie einen kleinen Shopping-Bereich auf. Daneben gibt es verschiedene Lounges, Bars und Nightclubs.

Ein weiterer Anziehungspunkt für Touristen in Atlantic City ist eine Outlet-Shoppingmall mit mehr als 100 Geschäften an der Atlantic Avenue. Wer mal außerhalb des Casino-Bezirks essen gehen möchte, kann sich am Stadtteil Ducktown orientieren, der als “Little Italy” von Atlantic City gilt und wo es einige italienische Restaurants gibt.

Die Boardwalk Hall (2301 Boardwalk) wurde 1929 als erstes Kongresszentrum der Stadt eröffnet, heute jedoch dient sie hauptsächlich als Eishockey-Stadion sowie für gelegentliche Konzerte und als Veranstaltungsort für die jährliche Wahl der Miss America. Im Inneren des Gebäudes befindet sich eine Orgel mit 33.000 Pfeifen, die als größtes Musikinstrument der Welt gilt. Konzerte im größeren Rahmen finden hin und wieder auf dem Bader Field statt, einem 2006 stillgelegten Flughafen. Das riesige Areal ist auch der Standort eines gleichnamigen Baseball-Stadions. Das neue Konferenzzentrum, Atlantic City Convention Center, wurde 1997 eröffnet und weist im Außenbereich einige gestaltete Gärten auf.    NJ Atlantic City Absecon Light

Die meisten Besucher von Atlantic City werden einen großen Teil ihres Aufenthalts am Boardwalk verbringen, der noch immer das Aushängeschild der Stadt ist. Hier befinden sich auch ein Ableger von Ripley’s Believe It Or Not und mehrere Restaurants. Ebenso bekannt sind Atlantic City’s Piers, auch wenn diese heute teilweise auf den ersten Blick gar nicht mehr als solche zu erkennen sind. Playground Pier beispielsweise ist eine Shopping Mall mit vier Etagen und hat mit der ehemals als “Million Dollar Pier” bekannten Konstruktion, die Heimat eines Vergnügungsparks nichts mehr zu tun. Abseits des Boardwalks und des Casinobetriebs gibt es aber auch noch weitere Sehenswürdigkeiten in Atlantic City. In die Abteilung “Kuriositäten” fällt zweifellos Lucy the Elephant im Vorort Margate City. Dabei handelt es sich um eine knapp 20 Meter hohe, hölzerne Elefantenfigur, in deren Inneren sich eine Wendeltreppe befindet. Lucy diente ursprünglich dem Zweck, potenziellen Grundstückskäufern einen Überblick über die Umgebung verschaffen zu können. Im Laufe der Jahre diente das 1881 erbaute und heute unter Denkmalschutz stehende Konstrukt auch als Restaurant, Bürogebäude und Taverne. Eine ganz andere Atmosphäre findet sich dagegen am Absecon Light (Ecke Vermont Avenue und Pacific Avenue), dem mit 52 Metern höchstem Leuchtturm von New Jersey. Der 1857 eingeweihte Turm wurde 1933 deaktiviert, doch noch immer strahlt nachts das Licht des Leuchtturms. Besucher können entweder das kleine angeschlossene Museum im Haus des Leuchtturmwärters besuchen oder sich über 228 Stufen auf den Weg nach oben machen. Vom Turm aus hat man einen wunderbaren Blick über die Küste des südlichen New Jersey und auf Atlantic City.   


 

 

 

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