South Dakota

 

Badlands Nationalpark

Es sei “schlechtes Land”, befanden die ersten Pioniere, die in den Südwesten South Dakotas vordrangen; wegen des trockenen, harten Bodens und des häufigen Winds ungeeignet für jegliche Nutzung. Als dann in den Jahren des Dust Bowl auch noch der Regen ausblieb und die Insekten sich rapide vermehrten, gaben viele von denen wieder auf, die Ende des 19. Jahrhunderts gekommen waren und wegen denen man die Ureinwohner von hier in Reservate gesteckt hatte und sie zogen weiter nach Westen. Zurück blieben einige wenige Farmer und Rancher, jede Menge ungenutzten Lands und eine Landschaft, die nicht nur touristisch äußerst sehenswert, sondern auch Heimat für viele Arten ist.

SD Badlands Stronghold Unit

Weite Teile des Nationalparks, der insgesamt fast 1000 Quadratkilometer umfasst, sind als Wildnisgebiet ausgewiesen und unterlegen so besonderem Naturschutz. Ein anderer Abschnitt, die Stronghold Unit, wird vom National Park Service gemeinsam mit das Volk der Oglala Lakota verwaltet, die hier zu Hause ist.

Zur Anreise orientiert man sich zunächst an Rapid City im Südwesten South Dakotas, die Stadt liegt rund 110 Kilometer nordwestlich des Parks und bietet eine breite Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten. Von hier aus fährt man den Interstate I-90 bis zur Ausfahrt 131, von dort gelangt man recht komfortabel zum Besucherzentrum. Dieses ist täglich 8-16 Uhr geöffnet (im Sommer länger) und hält auch eine Ausstellung über die Fossilien der Badlands bereit. Zudem hat zwischen Mai und September hat hier zudem das Präparationslabor seine Pforten geöffnet, in dem Besucher den Wissenschaftlern über die Schulter schauen können.

Diese Fossilien sind einer der Gründe, warum ein Besuch des Nationalparks lohnt. Überall in dem Gebiet wurden verschiedene prähistorische Fossilien gefunden. Mitunter gelingt sogar Besuchern ein seltener Fund. In den vergangenen Jahrhunderten waren es die Ureinwohner, die erste Funde gemacht hatten und schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts kommen viele Paläontologen in die Badlands.

Die Region ist nachweislich seit mehr als 11.000 Jahren von Völkern der Ureinwohner, zuletzt vor allem von Angehörigen der Sioux, bewohnt, die hier reichlich Nahrung jagen konnten. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert herum vertrieb die amerikanische Regierung die indianischen Völker aus ihrer Heimat, um Platz für weiße Siedler zu schaffen, von denen jeder 65 Hektar Land erhielt. Die Armee, zum Schutz der Siedler in der Gegend ständig präsent, lieferte sich immer wieder Auseinandersetzungen mit den Indianern, bis es schließlich im Dezember 1890 ganz in der Nähe des Nationalparks zum Massaker von Wounded Knee kam. Der Schauplatz dieses Massakers befindet sich heute auf dem Gebiet der Pine Ridge Reservation. Von diesem Reservat beschlagnahmte die Air Force während des Zweiten Weltkriegs einen riesigen Abschnitt und wandelten ihn in ein Übungsareal für Bombenabwürfe um, dazu einen kleineren Teil vom damaligen Badlands National Monument. Nach dem Krieg gab die Air Force das Gelände an den National Park Service zurück. Dieser Bereich, die Stronghold Unit, beinhaltet heute einen der landschaftlich schönsten Abschnitte des Nationalparks.

Zu den weiteren Highlights des Badlands Nationalparks zählt die Artenvielfalt. Allein mehr als 200 Vogelarten wurden bereits registriert, aber auch viele verschiedene Spezies von Säugetieren, darunter Luchse, Kojoten, Präriehunde und Bisons. Vor einigen Jahren wurde hier der äußerst seltene Schwarzfußiltis erfolgreich wieder ausgewildert. Die besten Chancen, die Tiere zu sehen, hat man, wenn man einen der acht Wanderwege nutzt, die ausgeschildert sind. Wer sich entsprechend vorbereitet und ausgestattet hat, kann auch abseits der Wege wandern, auch Camping im Gelände ist möglich. In diesem Fall ist eine vorherige Registrierung im Besucherzentrum sinnvoll, um sich für den Notfall abzusichern. Es gibt darüber hinaus auch zwei Campingplätze, von denen einer voll ausgestattet ist. Eine weitere Möglichkeit ist das Erkunden des Parks mit dem Fahrrad, mit dem man allerdings die Wege nicht verlassen darf. Im nördlichen Teil des Nationalparks gibt es weiterhin eine Rundstraße, die mit dem Auto befahren werden kann (Badlands Loop Road).  

Abgesehen von Landschaft und Kultur bietet der Badlands National Park eine weitere bedeutende Attraktion, nämlich einen besonders klaren Nachthimmel, weitgehend frei von störenden Lichtquellen. Der Park bietet sich daher besonders für die Sternenbeobachtung an.

 

 

Weitere Informationen: Website des National Park Service über den Badlands National Park       


 

 

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