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California

 

Huntington Beach

CA Huntington Beach Pier

Einwohner:

189.700

Lage:

südlich von Los Angeles, am Pazifik

Beinamen der Stadt:

Surf City USA

Offizielle Flagge:

Huntington Beach

Surf City USA - damit ist eigentlich schon eine Menge gesagt über Huntington Beach, das sich selbst diesen Beinamen gegeben und ihn juristisch gegen andere Aspiranten durchgesetzt hat. Huntington Beach wird geprägt von seinem fast 14 Kilometer langen Strand mit den durch einen geologischen Effekt verstärkten Wellen - hier spielt sich das Leben ab, hier finden Veranstaltungen statt und hier treffen sich die Surfbegeisterten aus aller Welt, die dem gesamten Ort wiederum einen Großteil der entspannten, lockeren Atmosphäre verleihen, für die sie sich einen gewissen Ruf erarbeitet hat.

Aus dem Jahr 1784 stammt der erste Hinweis auf einen nicht-indianischen Bewohner: In diesem Jahr erhielt Manuel Nieto, ein ehemals in Diensten Spaniens stehender mexikanischer Soldat, ein Stück Land im damaligen Alta California zugesprochen, das er kultivieren sollte. Nieto war erfolgreich und die Strecke, die er damals nutzte, um sein Vieh zu bewegen, ist heute der Beach Boulevard, in vielerlei Hinsicht die Hauptstraße von Huntington Beach. Der Ort sollte jedoch noch einige andere Namen tragen, bevor man sich entschloss, sich um einen Anschluss an das überregionale Schienennetz zu bemühen und die Stadt zu Ehren des Eisenbahnmagnaten Henry Huntington umzubenennen. Diese Taktik war erfolgreich; Huntington sorgte mit seinem Engagement dafür, dass der Ort schnell wuchs und 1909 das Stadtrecht erhielt. Während die Stadt zunächst in erster Linie von den Erzeugnissen seiner Landwirtschaft lebte, sorgte schon allein die Lage am Pazifik und das Klima, das auch in den Wintermonaten dafür sorgt, dass die Temperaturen in der Regel im zweistelligen Plusbereich liegen für eine zusätzliche Einnahmequelle im Tourismus.

In Huntington Beach, das merken auch Besucher schnell, ist nichts wichtiger als der Strand. Dass dieser zugänglicher und einladender erscheint als an vielen anderen Stellen im Süden Kaliforniens liegt unter anderem daran, dass sich jedes am Strand geplanten Bauwerk erst einer öffentlichen Abstimmung stellen muss - eine übermäßige Bebauung mit Privathäusern ist so nicht möglich. So ist es zum Beispiel möglich, dass jeden Dienstag Abend Gäste und Einwohner am Strand zusammenkommen, um die Surf City Nights zu feiern, ein wöchentliches Ereignis mit Volksfestcharakter, ein paar Fahrgeschäften und Live-Entertainment. Treffpunkt für die Surf City Nights ist die Main Street zwischen den Kreuzungen mit Pacific Coast Highway und Orange Avenue. Zu den Veranstaltungen, die weniger häufig stattfinden, zählt das SoCal Film Festival für Independent-Produktionen, das jährlich im Herbst stattfindet und Wettbewerbe in verschiedenen Genres beinhaltet. Im März dagegen findet jedes Jahr, ebenfalls mit dem Schwerpunkt entlang der Main Street, ein Treffen klassischer Automobile statt, während die Weihnachtszeit den Rahmen für die Cruise of Lights Boat Tour bildet, eine stimmungsvolle Rundfahrt festlich beleuchteter Boote in Huntington Harbour.

Dieser Stadtteil ist schon allein deswegen sehenswert, weil er aus fünf künstlich angelegten Inseln besteht, zwischen denen Wasserwege für Boote zur Verfügung stehen. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählt, wie sollte es anders sein, das International Surfing Museum (411 Olive Avenue, geöffnet Montag-Freitag 12-17 Uhr, Dienstag bis 21 Uhr, Wochenende 11-18 Uhr). Das 1987 entstandene Museum hat sich dem Erhalt der Surferkultur verschrieben und zeigt neben historischen Ausrüstungsgegenständen unter anderem auch Kunstwerke, die Surfing zum Thema haben. Wichtigste Attraktion und inoffizieller Treffpunkt der Stadt ist aber Huntington Beach Pier am Ende der Main Street. Der heutige Pier ist 560 Meter lang, damit einer der längsten an der amerikanischen Pazifikküste und der Nachfolger des schon 1903 komplett aus Holz gebauten Piers, der immerhin auch schon 300 Meter aufweisen konnte. Die heutige Struktur stammt aus dem Jahr 1992 und vereint viele Erkenntnisse, die man in den Jahrzehnten gesammelt hat, als der Pier immer wieder Naturereignissen zum Opfer gefallen war. Am Ende des Piers befindet sich, wie schon bei den Vorgängerversionen, ein Cafê. Der Pier ist täglich bis Mitternacht geöffnet und ist sowohl bei Anglern als auch bei Spaziergängern beliebt. Außerdem bietet der Steg einen schönen Blick auf den Strand.

Das spielt vor allem dann eine Rolle, wenn die US Open of Surfing gleich neben dem Pier stattfinden, ein einwöchiges Surfturnier jeweils im Juli, das als die weltweit größte Veranstaltung seiner Art gilt. Neben der Ermittlung der besten Teilnehmer dienen die US Open of Surfing auch der Ehrung verdienter Sportler oder Vertreter der Surfkultur auf dem Walk of Fame oder in der Hall of Fame (300 Pacific Coast Highway), die sich gleich gegenüber des Piers befinden und wo sich die Geehrten mit Hand- bzw. Fußabdrücken verewigt haben. Übrigens: Wem der Blick vom Pier bekannt vorkommt, obwohl er noch nie in Huntington Beach war, sollte sich einmal an seinen letzten Besuch in einem Hollister-Shop zurückerinnern: Auf die Bildschirme in den Läden übertragen die am Pier befestigten Kameras ihre Bilder.   

Um von all dem Trubel rund ums Surfen etwas Abstand zu gewinnen, bietet sich ein Ausflug zu den natürlichen Sehenswürdigkeiten der Region an. Zu diesen zählt die Bolsa Chica Ecological Reserve, ein Naturschutzgebiet rund um einen Streifen Küstenfeuchtgebiets (Pacific Coast Highway zwischen Warner Avenue und Seapoint Avenue), das Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ist und das man über einige Spazierwege erkunden kann. Ein Besucherzentrum bietet weitere Informationen. An das Schutzgebiet anschließend befindet sich der Bolsa Chica State Beach, der jedoch recht schmal ist und eher zum Surfen als zum Baden geeignet. Mehr Platz zum Sonnenbaden bietet Huntington State Beach. 


 

 

 

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