Kalifornien Rundreisen

 

Handelsregisterauszug online

California

 

Oakland

CA Oakland Lake Merritt

Einwohner:

400.700

Lage:

Bucht von San Francisco

Beinamen der Stadt:

Oaktown

Offizielle Flagge:

Oakland

Das Bild, das von Oakland in der Öffentlichkeit gezeichnet wurde, war über viele Jahre alles andere als positiv. Hohe Arbeitslosigkeit und Armut, Drogen, Kriminalität und Jugendgangs prägten das Image der wenige Kilometer von San Francisco entfernt liegenden Stadt. Inzwischen hat sich vieles zum Besseren gewandelt, auch dank hoher Investitionen und engagierter Politik, doch es wird wohl noch eine Zeit dauern, bis Oakland die Bilder der Vergangenheit abstreifen kann. 

Oakland gilt als eine der ethnisch vielfältigsten Städte der USA. Nach neueren Schätzungen kann man etwas mehr als 25% der Bevölkerung als “Hispanic” ansehen, also aus Mittel- und Südamerika stammend. Knapp 16% der Einwohner bezeichnen sich als asiatischer Abstammung. Gleichzeitig hat der Anteil der schwarzen Bevölkerung mit den Jahren deutlich abgenommen. Diese hat in Oakland traditionell ein kulturelles und soziales Zentrum - hier entstand 1966 die berühmte Black Panther-Partei, doch in immer mehr vormals schwarz geprägten Stadtteilen finden sich nun vorrangig andere Ethnien. Noch immer leben geschätzte 19% unterhalb der Armutsgrenze, die Arbeitslosenquote in der Stadt lag noch im Jahr 2009 bei über 17%, was aber bereits eine deutliche Verbesserung gegenüber den mehr als 20% darstellt, die im Oakland der 80er und 90er Jahre registriert wurden. In Bezug auf Kriminalität hat sich trotz einer Erhöhung des Personalstands bei der Polizei noch keine Trendwende ergeben. Die Quoten für Gewaltverbrechen liegen in allen Bereichen weiterhin deutlich über dem nationalen Durchschnitt, in einigen Publikationen wird Oakland sogar unter den fünf gefährlichsten Städten des Landes aufgeführt. 

Die Region in der East Bay wurde im Jahr 1772 für die spanische Krone beansprucht, ungeachtet der Tatsache, dass Ureinwohner vom Volk der Ohlone seit Tausenden Jahren hier ansässig waren. 1848 kam das Gebiet nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg an die USA, in den 1860er Jahren erfolgte der Anschluss an das nationale Eisenbahnnetz, was einen erheblichen Anstieg der Einwohnerzahl mit sich brachte. Der Grundstein für den Port of Oakland, heute einer der fünf wichtigsten Containerhäfen des Landes, wurde 1868 gelegt. Anfang des 20. Jahrhunderts sollte sich diese Massnahme auszahlen, als erste Industrieunternehmen sich in Oakland ansiedelten und den Anschluss an den Schiffsverkehr benötigten. Nach dem schweren Erdbeben in San Francisco von 1906 verdoppelte sich die Einwohnerzahl Oaklands durch den Zustrom von Menschen aus der Nachbarstadt, die dort obdachlos geworden waren. Die 20er Jahre brachten einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung, als sich viele grosse Fabriken in der East Bay ansiedelten, unter anderem ein Werk von General Motors. Mehr als 13.000 Wohngebäude wurden zwischen 1921 und 1924 errichtet. Auch während des Zweiten Weltkriegs spielte Oakland eine wichtige Rolle, vor allem als Standort von Konservenfabriken, doch schon bald darauf ging es für die Stadt wirtschaftlich bergab. Fabriken schlossen oder wanderten ab und mit ihnen ein Teil der wohlhabenderen Bevölkerung, während die ärmeren Schichten, die zuvor wegen der Arbeitsplätze nach Oakland gekommen waren, blieben. Etwa zeitgleich begann die Stadt unter Spannungen zwischen den Rassen zu leiden, die hier zuvor unbekannt gewesen waren, in den 60er Jahren kam es zu ersten Anschuldigungen wegen Übergriffen der vornehmlich weissen Polizei gegen schwarze Verdächtige.

Zur selben Zeit verbreiteten sich Drogen wie Heroin und Kokain zunehmend in Oakland und brachten einen Anstieg der generellen Kriminalitätsraten mit sich. Dieses Problem verschärfte sich noch einmal deutlich, als in den 80ern die neue Droge Crack auftauchte. Am 17. Oktober 1989 erschütterte das Loma Prieta Erdbeben mit der Stärke 7,2 die Gegend und forderte 63 Todesopfer, davon 42 in Oakland beim Einsturz einer Brücke auf einem Freeway. Im Oktober 1991 fegte ein Feuersturm, angefacht von starken Windboen durch die Stadt, zerstörte fast 3800 Gebäude und forderte 25 Todesopfer. Im Jahr 2009 erschien Oakland in internationalen Schlagzeilen: Am 1. Januar erschoss ein Polizei-Officer einen mit dem Gesicht nach unten am Boden liegenden Schwarzen, der wegen einer Schlägerei festgenommen worden war. Bei Protesten in den folgenden Tagen kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Ab Mitte der 90er Jahre hatte die Stadt verschiedene Initiativen ergriffen, um Oakland zu stärken und den Trend von Armut und Kriminalität zu stoppen. In Downtown wurden beispielsweise Fussgängerzonen geschaffen und neue Wohngebäude errichtet, die das Viertel beleben sollen. Zu den Sehenswürdigkeiten hier zählt der 93 Meter hohe  Tribune Tower, ein 1924 eröffnetes Gebäude, das zum inoffiziellen Wahrzeichen der Stadt geworden ist und in dem einst die örtliche Zeitungsredaktion ansässig war. In Downtown befindet sich auch Chinatown, ein seit den 1850er Jahren bestehendes Viertel, in dem heute Menschen aus vielen asiatischen Ländern, nicht nur aus China leben. Das lebendige Viertel weist viele typische Geschäfte und Restaurants auf. Die asiatische Kultur wird in dem Stadtviertel, in dem unter anderem Bruce Lee und Amy Tan lebten, durch eine Bücherei, chinesische Operngesellschaften und durch typische Veranstaltungen wie dem chinesischen Neujahrsfest und Drachenbootrennen am Leben gehalten. Letztere finden am Jack London Square statt, einem beliebten Platz mit Geschäften, Restaurants und Hotels in der Nähe des Hafens, der zum Mittelpunkt eines Viertels geworden ist, das erheblich von den Belebungsmassnahmen der Stadt profitiert hat. Der Platz dient als Ausgangspunkt für eine Erkundung von Old Oakland, einem gründlich renovierten Viertel, das einst die Hauptgeschäftsstrasse Oaklands war. Sehenswert ist eine Zeile renovierter Gebäude im viktorianischen Stil an der 9. Strasse. Freitags findet in Old Oakland ein Farmer’s Market statt. Ein weiteres historisches Gebäude ist das Fox Oakland Theatre, ein 1928 eröffnetes und nach Renovierung 2009 wiedereröffnetes Kino an der Telegraph Avenue, in dem heute eine Kunstschule untergebracht ist. In der Nähe des Jack London Squares liegt das früher als “schwimmendes weisses Haus” bezeichnete Schiff USS Potomac vor Anker, die dem US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt von 1936 bis 1945 als Yacht diente.

Ein beliebtes Ausflugsziel für Bewohner und Besucher Oaklands ist der Lake Merritt östlich von Downtown, der eigentlich gar kein See ist, sondern eine Bucht, in der sich mehrere Wasserläufe in die San Francisco Bay entleeren. Schon 1870 wurde das Gewässer zum Schutzgebiet für Wildenten erklärt und verschiedene Wasservogelarten nutzen Lake Merritt zumindest für einen Teil des Jahres als Heimat. Rund um den See wurden Parks eingerichtet und verfallene Gebäude renoviert, zudem läuft ein etwa 5 Kilometer langer Spazierweg am Ufer entlang. Mit rund 3400 Laternenbirnen wird das Ufer in den Abendstunden in einer “Kette aus Licht” erleuchtet.

Wegen der dichten Besiedlung der San Francisco Bay und dem daraus entstandenen grossen Markt darf sich Oakland als Heimat von gleich drei Teams in den obersten Spielklassen der vier wichtigsten US-Sportarten bezeichnen, obwohl auch im nahegelegenen San Francisco Teams in allen Sportarten existieren. Im 1966 eröffneten Oakland-Alameda County Coliseum tragen die Oakland Athletics aus der Major League Baseball und das Football-Team der Oakland Raiders ihre Heimspiele aus. Das Stadion fasst bis zu 63.000 Zuschauer. Direkt anschliessend an das Coliseum befindet sich die Oracle Arena mit einem Fassungsvermögen von knapp 20.000 Zuschauern, das Heimat der Golden State Warriors aus der Basketball-Liga NBA ist. 


 

 

 

Find us on Facebook

 

Follow us on Twitter

 

 

 

 

Americanet.de

 

Visit us on Pinterest

 

bl

 

 

 

 

Übersicht Bundesstaaten

 

Impressum

 

 

 

 

This page in English: California