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Palm Springs

Auch wenn die Prominenten, die Palm Springs als Ferienort einst berühmt machten, inzwischen in kleinere Orte der Umgebung ausgewichen sind, trägt der Ortsname doch noch immer einen elitären Klang. Palm Springs, 44.500 Einwohner zählende Oase in der Wüste, hat im Schnitt mehr als 350 Tage Sonne im Jahr, zeigt sich jedes Jahr in verschiedenen Festivals, Ausstellungen und Veranstaltungen und lebt heute noch mehr als früher vom Tourismus. Dieser allerdings ist zeigt sich hier noch immer von seiner eleganten Seite und die Hotels, Restaurants, Galerien und Boutiquen in der Stadt sind nicht immer unbedingt für jeden Geldbeutel geeignet.

CA Palm Springs

Photo courtesy of Palm Springs Bureau of Tourism

Dabei ist Palm Springs nicht nur die Heimatstadt der Stars und Sternchen. 1896 legte die amerikanische Regierung hier ein Reservat für die Cahuilla-Indianer, andere Ländereien gingen an eine Eisenbahngesellschaft. Der Hauptsitz der Agua Caliente Reservation, zu dem heute weniger als 400 Angehörige gehören, befindet sich bis heute in Palm Springs; ein knappes Viertel des Reservats liegt innerhalb der Stadtgrenzen. Schon bevor die Indianer hier ihren Platz bekamen, war jedoch der Grundstein für das heutige Palm Springs gelegt worden, als der aus San Francisco stammende Anwalt John McCallum hier Wasserleitungen vom Whitewater River hierher verlegen ließ und ein Hotel errichtete. An der Genesung seines eigenen kranken Sohn erkannte McCallum die Vorteile des trockenen Klimas und er begann gemeinsam mit anderen, Palm Springs als gesundes Feriendomizil zu vermarkten. Die Strategie war erfolgreich, schon wenige Jahre später kamen die ersten prominenten Gäste in die Stadt, die wiederum dafür sorgten, dass sich noch mehr Touristen für den Ort in der Wüste interessierten. Die weniger beliebten Studenten, die alljährlich während des Spring Breaks zu Tausenden hierher kamen, wurden nach dem beherzten Eingreifen des ehemaligen Bürgermeisters Sonny Bono dagegen nach 1990 kaum noch gesichtet.   

Besonders in den ersten 30 Jahren des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Hotels und Resorts in Palm Springs erbaut. Während viele dieser Gebäude inzwischen abgerissen wurden, bestehen andere bis heute weiter. Das Colony Palms Hotel zum Beispiel (572 North Indian Canyon Drive) war 1936 als Colonial House errichtet worden. Ebenso sind die ehemaligen Wohnhäuser von Stars wie Dean Martin inzwischen zu Sehenswürdigkeiten geworden. Viele dieser Häuser tragen heute dazu bei, dass Palm Springs zahlreiche Beispiele ungewöhnlicher Architektur aufzuweisen hat. Das beginnt bereits beim Infozentrum für Touristen, das in einer ehemaligen Tankstelle untergebracht ist; geht über das einst im Besitz von Elvis Presley befindliche “Honeymoon Hideaway”, das ein wenig an ein UFO erinnert und endet beim Bankgebäude “Coachella Savings and Loans” mit auf dem Kopf stehenden Bögen. 

Palm Springs, das noch vor einigen Jahrzehnten im Sommer angesichts der hier herrschenden Temperaturen um die 35-40° C nahezu leer stand, ist inzwischen eine mittelgroße Stadt mit gleichmäßiger Bevölkerungszahl zu allen Jahreszeiten, allerdings mit einer kleinen Besonderheit: Der Ort hat den prozentual höchsten Anteil von Schwulen und Lesben an der Bevölkerung und hat sich seit den 90er Jahren zu einem bedeutenden Zentrum der Gay- Szene entwickelt, die von den Stadtvätern weiterhin umworben werden. Etwa 35 auf homosexuelle Besucher ausgerichtete Hotels finden sich in der Stadt; diese sind insbesondere zum Gay Pride Parade and Festival im November und zur White Party im Frühjahr gut ausgelastet. Mindestens ebenso beliebte Publikumsmagneten sind das von vielen Stars besuchte International Film Festival und die berühmte Variete-Revueshow der Palm Springs Follies, ausschließlich besetzt mit Darstellern im Alter zwischen 55 und 80 Jahren.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt in erster Linie die Aerial Tramway, eine knapp 4000 Meter lange Seilbahn hinauf auf den Mount San Jacinto. Bei der etwa zwölf Minuten dauernden Fahrt in sich langsam um die eigene Achse drehenden Waggons  werden 1800 Höhenmeter überwunden, auf denen man verschiedenen Vegetationszonen und Lebensräumen begegnet - im Winter liegt auf dem Berg oft Schnee und es herrschen bis zu 25° C kältere Temperaturen als im Tal. Die Aussicht an der Bergstation reicht an klaren Tagen bis zu 300 Kilometer weit.

Weitere sehr beliebte Anziehungspunkte für die über 1,5 Millionen jährlichen Touristen sind die von verschiedenen Indianervölkern betriebenen Casinos in der Umgebung - die hier seit hunderten von Jahren ansässigen Cahuilla betreiben auch eines in Palm Springs selbst - und die exklusiven Boutiquen, Läden und Restaurants am Palm Canyon Drive, wo man auch in weniger eleganter Kleidung gern gesehen ist und wo feiner Wasserdampf von den Fassaden versprüht wird, um die Hitze zu lindern. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts wird in mehreren Schritten die Wiederbelebung der Innenstadt vorangetrieben, wozu unter anderem einige ältere Gebäude abgerissen wurden. Auch der 2005 abgeschlossene Um- und Ausbau des Palm Springs Convention Centers (North Avenida Caballeros) gehört zu diesem Programm.


 

 

 

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