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Pinnacles Nationalpark

Der Stellenwert des Pinnacles Nationalparks im Westen Kaliforniens bemisst sich nicht nur an den sehenswerten Felsformationen, wegen derer die meisten Besucher hierher kommen - darunter viele Kletterer -, sondern auch an seiner Funktion als Lebensraum. In diesem Zusammenhang erwähnenswert sind die zahlreichen Präriefalken und die verschiedenen Fledermausarten, die hier zu hause sind, vor allem aber ist der Pinnacles National Park einer von fünf Orten, an denen der in Gefangenschaft großgezogene kalifornische Kondor in die Freiheit entlassen wird. Das Gelände war 1908 von Präsident Theodore Roosevelt zum National Monument erklärt worden und im Januar 2013 durch einen Beschluss des Kongresses zum Nationalpark.

CA Pinnacle NP

Der Park liegt in der Nähe des Ortes Soledad, rund 70 Kilometer südöstlich von Monterey und gut 130 Kilometer entfernt von San Francisco. Der Nationalpark ist in zwei Abschnitte unterteilt, die über Fußwege, nicht jedoch über eine Straße miteinander verbunden sind. Um mit dem Auto von der West- zur Osteinfahrt oder umgekehrt zu gelangen, muss man über den Highway 101 fahren. Der östlich gelegene Eingang ist täglich rund um die Uhr geöffnet. Hier befindet sich auch das Besucherzentrum des Parks, das täglich von 9:30 bis 17 Uhr geöffnet ist. Die Westeinfahrt ist von 7:30 bis 20 Uhr passierbar, hier gibt es ein kleineres Informationszentrum, das bis 16:30 Uhr täglich besetzt ist.

Archäologen haben auf dem Gelände Stellen gefunden, die darauf schließen lassen, dass bereits vor rund 2000 Jahren Angehörige des indianischen Volkes der Ohlone hier gelebt haben. Die Ureinwohner verschwanden jedoch immer mehr, je mehr Europäer in diese Region vordrangen. 1791 hatten spanische Missionare in Soledad eine Station errichtet und die Ankunft einer größeren Zahl von Siedlern setzte rund um das Jahr 1810 ein. Das eigentliche Gebiet des heutigen Nationalparks jedoch blieb davon so gut wie unberührt und somit als Wildnis erhalten. Erst in den 1880er Jahren nahm die Zahl der Besucher in der Gegend in Gestalt von Wochenendausflüglern zu. Ein Siedler aus Michigan, Schuyler Hain, errichtete seine Heimstätte im Bear Valley mitten in der Wildnis, er übernahm in der Folge nicht nur die Rolle des Postmasters, sondern führte auch auswärtige Besucher durch die Gegend und setzte sich für deren Erhalt ein. Seine Bemühungen waren schließlich 1908 mit Erfolg gekrönt, als die Region unter den Schutz des Status eines National Monuments gestellt wurde. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Infrastruktur des Geländes langsam verbessert, in den 30er Jahren wurden etliche Wege angelegt und einfache hölzerne Unterkünfte für Besucher errichtet. Mit dem Ankauf umliegender Flächen wurde das Areal nach und nach vergrößert, es umfasst heute gut 10700 Hektar. Präsident Obama unterzeichnete im Januar 2013 das Gesetz, das Pinnacles zum Nationalpark machte.  

Die Hauptbesuchszeiten für das Gebiet sind das Frühjahr und der Herbst. Da ein großer Teil der Besucher zum Wandern oder Klettern hierher kommt, werden diese etwas kühleren Jahreszeiten bevorzugt, da es im Sommer häufig über 30° C warm wird. Das Mitbringen von reichlich Wasser gerade für längere Ausflüge wird empfohlen, es gibt aber auch in einem kleinen Laden am Campingplatz noch die Gelegenheit, Getränke, Snacks und sonstigen Bedarf zu kaufen. Der privat betriebene und gut ausgestattete Campingplatz ist die einzige Möglichkeit für Übernachtungen im Park und ist auch für Wohnmobile zugänglich, ansonsten gibt es in den umliegenden Orten einige Hotels und Gasthäuser.

Vor mehr als 20 Millionen Jahren brach hier, nicht weit von der San-Andreas-Verwerfung, der Neenach-Vulkan aus. Man nimmt an, dass dieser Vulkan auf Grund der tektonischen Bewegungen der pazifischen Platte gespalten wurde und sich eine der so entstandenen Hälften mit einer Geschwindigkeit von gut einem Zentimeter im Jahr Richtung Norden bewegte, wo sie heute, inzwischen gut 300 Kilometer von der anderen Hälfte entfernt liegend, den Pinnacles Nationalpark formt.

Die aus den geologischen Verschiebungen entstandenen Felsen locken vor allem die Kletterer an, denen verschiedene Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung stehen. Gelegentlich sind einige der Felsen gesperrt, so zum Beispiel zum Schutz der hier nistenden Greifvögel, insbesondere der Präriefalken, deren Vorkommen hier außerordentlich häufig ist. Rund 150 weitere Vogelarten wurden im Park bereits gezählt. Dazu gibt es allein 14 verschiedene Schlangenarten, diverse Frösche, Kröten und Salamander und knapp 50 Arten von Säugetieren, darunter Füchse, Waschbären und Wildschweine und vor allem Fledermäuse. Diese finden Zuflucht in den vielen Höhlen in Gestein und Geröll, 14 verschiedene Arten wurden hier bereits identifiziert. Die Höhlen können besucht werden, allerdings werden auch hier aus Rücksicht auf die hier lebenden Tiere manchmal Sperrungen vorgenommen.  Der weitaus größte Teil des Parkgeländes ist als Wildnisgebiet ausgewiesen, in dem einige besonders gefährdete Arten ihre Heimat haben. 

 

 

Mehr Informationen zum Pinnacles Nationalpark auf den Webseiten des National Park Service.


 

 

 

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