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Redwood Nationalpark

Mitte des 19. Jahrhunderts bestand ein weiter Teil der Küste Kalifornien aus Wald. Ein grosser Teil dieses Baumbestands, mehr als 8000 km² zusammengerechnet, waren Küstenmammutbäume, die hier Redwoods genannt werden. Diese Baumart ist die am höchsten wachsende Spezies weltweit. Mit dem verstärkten Zuzug von Siedlern an die Westküste steigerte sich das Interesse an der kommerziellen Nutzung des Holzes dieser Bäume, das zum Bau von Häusern gut genutzt werden konnte. Mit der technischen Entwicklung erweiterten sich die Möglichkeiten zum Fällen und Abtransportieren noch weiter, während der Bedarf weiter anhielt. Schliesslich waren in den 1960er Jahren, als die Bemühungen zur Errichtung des Nationalparks anliefen, mehr als 90% des ursprünglichen Baumbestands vernichtet worden.

CA Redwood

Heute schützt der Redwood National Park nicht nur den noch vorhandenen Rest dieser Baumriesen auf einer Länge von fast 90 Kilometern entlang der nordkalifornischen Pazifikküste, sondern auch Küstenabschnitte ohne Baumbestand, einen schmalen Streifen des Pazifischen Ozeans vor der Küste und Landschaften im Landesinneren, zu denen Bäche und Flüsse, aber auch kleinere Anteile an Prärie gehören. Insgesamt umfasst der Park eine Fläche von mehr als 530 km² und ist seit 1980 UNESCO-Weltnaturerbe sowie seit 1983 ein Internationales Biosphärenreservat.

Der Nationalpark war 1968 eröffnet und 1978 um einen grossen Teil erweitert worden. Dem vorausgegangen waren bereits seit 1911 betriebene Bemühungen zum Erhalt des in alarmierender Geschwindigkeit verschwindenden Bestands. 1918 wurde die Save-the-Redwoods League gegründet, eine private Gesellschaft, die sich bis heute um den Schutz der Bäume bemüht und seit Beginn ihres Bestehens weite Flächen mit Redwood-Bestand gekauft hat. Als der Staat California in den 1920er Jahren ein System aus State Parks zum Naturschutz errichtete, wurden die meisten dieser Flächen den neugegründeten Parks übergeben, später dann auch an den neuen Nationalpark. Durch die Landspenden war es möglich, auch das den eigentlichen Baumbestand umgebende Land zu schützen. Heute werden sowohl der National Park als auch die State Parks gemeinsam vom National Park Service verwaltet, der sich darum bemüht, einige der bereits abgeholzten Flächen, die zum Park gehören, in ihren einstigen natürlichen Zustand zurück zu versetzen. Innerhalb des Parkgebiets liegen private Besitztümer und kleinere Orte, die nicht zum Park gehören.

Redwood National Park beginnt in der Nähe des Ortes Crescent Beach im Norden, etwa 25 Kilometer von der Grenze Kaliforniens zu Oregon entfernt. Hier befindet sich auch die zentrale Parkverwaltung mit einem Museum. Weitere Informationszentren befinden sich innerhalb des Parks in der Nähe des Ortes Hiouchi, am Rand des Newton B. Drury Scenic Parkways und nahe dem Ort Orick. Alle sind ganzjährig geöffnet. Das südliche Ende des Nationalparks liegt einige Kilometer im Landesinneren nahe der Lyons Ranch, wer jedoch auf dem Highway 101 entlang der Küste durch das Gebiet fährt, verlässt den Nationalpark bereits etwas weiter nördlich bei Orick.

Die Fahrt mit dem Auto stellt die einfachste Art dar, den National Park zu entdecken. Der Highway 101 führt durch die gesamte Länge, immer nahe an der Küste und erlaubt die Zufahrt zu fast allen sehenswerten Stellen. Vom Highway abgehend sind auch mehrere so genannte Scenic Drives, also Strassen mit guten Aussichtsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Längen ausgewiesen. Einige dieser Strassen sind allerdings nicht befestigt.

Die mächtigen Bäume beeindrucken mit ihrem gewaltigen Volumen, den erreichten Höhen und dem grossen Umfang ihrer Stämme. Der genaue Standort des Baums mit dem Namen “Hyperion”, mit 115,6 Metern der höchste Baum der Welt, wird nicht bekanntgegeben, weil man befürchtet, dass ein Strom von Besuchern das umgebende Ökosystem schädigen könnte. Ebenso geht man mit der Lage des so genannten Grove of Titans um, einer Baumgruppe mit besonders riesigen Exemplaren im Norden des Parks. In diesem Hain befinden sich unter anderem der “Lost Monarch” mit 98 Metern Höhe und einem Durchmesser von knapp 8 Metern und der “Del Norte Titan” mit 7,2 Metern Durchmesser am Stamm und einer Höhe von 94 Metern. Die Bäume werden im Schnitt 500 bis 700 Jahre alt - es gibt auch Exemplare, die gar 2000 Jahre alt sind - und sind recht resistent gegen Umwelteinflüsse. Mit gezielt gelegten Feuern, die den riesigen Bäumen keinen Schaden zufügen, reinigt der National Park Service regelmässig die Böden von fremden Organismen, die hierher eingeschleppt wurden und den Redwoods die Nährstoffe streitig machen.

Der Park besteht jedoch auch aus einer Vielzahl anderer Lebensräume als dem Wald der Riesenmammutbäume und ist so Heimat einer grossen Zahl weiterer Tier- und Pflanzenarten, von denen einige in ihrem Bestand bedroht sind. So kommen unter anderem auch die ebenfalls sehr hoch wachsenden Douglasien, Eichen und an der Küste die Sitka-Fichte vor. Die Küstenregion ist Lebensraum unter anderem für Seelöwen, Pelikane und Seeotter, in den weiter im Landesinneren liegenden Abschnitten finden sich Pumas, Luchse, Koyoten, Wapitis, Schlangen, Frösche und Molche. In den Fliessgewässern im Norden des Parks, vor allem im Smith River, leben Lachse und Forellen.

Zu den Freizeitmöglichkeiten in Nationalpark und den State Parks gehört in erster Linie das Wandern, wofür ein Wegenetz mit mehr als 300 Kilometern ausgewiesen wurde. Die gesamte Länge des Parks zu durchwandern ist auf dem an der Küste entlang führenden Coastal Trail möglich. In einigen Abschnitten darf man sich auch mit Mountain Bikes oder Pferden fortbewegen. Informationen dazu und zu den freigegebenen Wegen gibt es in den Visitor Centers. Zur Übernachtung stehen mehrere Campingplätze zur Verfügung, einige davon sind aber mit dem Auto nicht erreichbar. Es gibt im Park selbst keine Hotels, in den umliegenden Ortschaften findet sich aber eine breite Auswahl an Unterkünften.

 

 

Mehr Informationen über den Redwood Nationalpark auf den Webseiten des National Park Service.


 

 

 

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