Oregon

 

Crater Lake Nationalpark

 

OR Crater Lake Nationalpark

Rund 5700 Jahre vor Christus kam es im südlichen Oregon zu einer gewaltigen Eruption, als der Vulkan Mount Mazama ausbrach. Die Eruption war so heftig, dass die Spitze des Bergs vollständig einbrach und einen tiefen Krater, eine sogenannte Caldera, entstand. Dieser Krater füllte sich über die Jahrzehnte durch Niederschläge mit Wasser, so dass einer der tiefsten Seen der Welt entstand. Der Crater Lake ist vor allem wegen seiner Tiefe und wegen der charakteristischen tiefblauen Färbung bekannt. Seit 1902 ist der See, gemeinsam mit den Resten des Berges und den umliegenden, bewaldeten Hügeln, ein US-Nationalpark, der sich über mehr als 740 km² erstreckt. Die nächstgelegene Stadt ist Klamath Falls, das etwa eine Stunde mit dem Auto entfernt liegt.

In Klamath Falls gibt es mehrere Hotels verschiedener Preiskategorien. Übernachtungen sind auch im Crater Lake Nationalpark möglich, dort gibt es zwei Motels, die Crater Lake Lodge und The Cabins. Beide Häuser sind allerdings erst ab Mai geöffnet und schließen im Herbst wieder, zudem sind sie nicht unbedingt preiswert. Auch die beiden Campingplätze innerhalb des Parks sind nur in den Sommermonaten geöffnet. Der Park erlebt jedes Jahr massiven Schneefall, so dass die Straßen im Winter für den Autoverkehr gesperrt und zu Langlaufstrecken umgewandelt werden. Meist ist auch im Mai noch Schnee rund um den See zu finden, die Parkverwaltung informiert über die sozialen Medien, wann die Straßen wieder frei sind.

Dementsprechend sind Juli und August die beliebtesten Reisemonate für den Crater Lake Nationalpark. Zu dieser Zeit kann viel los sein im Park, wenn Besucher die Gelegenheit zu Spaziergängen und Wanderungen nutzen, zum Beispiel um Aussichtspunkte zu erreichen. Zu den beliebtesten Stellen gehören der Gipfel des Mount Scott, zu dem von der Straße ein 4 km langer, recht steiler Wanderweg führt und der Sinnott Overlook. Der Aussichtspunkt ist 1931 etwa 300 Meter über dem See in den Rand des Vulkans geschlagen worden und enthält auch eine kleine Ausstellung zur Geologie des Gebiets. Sinnott Overlook liegt im Rim Village, wo die meisten Einrichtungen des Nationalparks zusammengefasst sind, darunter die Lodge und die Comfort Station, wo Duschen und Toiletten zur Verfügung stehen. 

Die meisten Besucher des Parks bleiben vor allem im Auto und fahren auf dem Rim Drive. Dieser 53 km lange Rundweg führt rund um die Caldera und zu einer Vielzahl von Aussichtspunkten. Die Straße war im Original 1913 fertiggestellt worden, benötigte aber schon bald eine Erweiterung. Die jetzige Straße stammt aus dem Jahr 1941 und fügt sich gut in die Landschaft ein, sie gilt als eine der schönsten Straßen des Landes. Die Zufahrt liegt drei Kilometer vom Besucherzentrum entfernt. Im Winter ist der Rim Drive gesperrt - der Schnee liegt dann so hoch, dass selbst im Mai die Räumfahrzeuge nur mit Hilfe von Sensoren im Asphalt überhaupt wissen, wo die Straße verläuft. OR Crater Lake NP Pinnacles

Noch mehr vom Park kann man entdecken, wenn man sich auf Wanderung begibt. Der Crater Lake Nationalpark verfügt über ein ausgedehntes Netz an Wanderwegen. Der leichteste führt rund um den Wildblumengarten in der Nähe des Hauptquartiers, der schwierigste steil hinauf auf den Gipfel des Mount Scott, von wo aus man bei klarer Sicht bis zu 150 km weit sehen kann. Ein weiterer interessanter Weg ist der zum Garfield Peak (etwa drei Kilometer lang). Von diesem aus hat man einen guten Blick auf Phantom Ship Island, eine kleine Felseninsel im See, die auf den ersten Blick wie ein Schiff aussieht. An vielen Stellen, zum Beispiel in den Wäldern des Parks, lassen sich beim Wandern mit etwas Glück einige der tierischen Bewohner entdecken, zu denen unter anderem Biber, Schwarzbären, Luchse und Wapitis gehören. Ebenfalls sehenswert ist der Abschnitt The Pinnacles, hier sind durch Erosion und Gasaustritt nach Vulkanausbrüchen Felsspitzen und andere Formationen entstanden. Der wichtigste Anziehungspunkt bleibt aber natürlich der See selbst. Der Crater Lake ist bis zu 594 Meter tief und dank der fehlenden Zuflüsse besonders klar. Wer jedoch zum Schwimmen oder Angeln (der See wurde mit Fischen bestückt, es gibt keine Reglementierungen zum Fang), muss ein Stück laufen; es gibt keine Autostraßen, die zum Ufer führen. Über den Cleetwood Trail gelangt man ans Wasser und zur Ablegestelle der Bootstouren, die im Sommer mehrmals täglich stattfinden. Die Boote fahren rund um den See und machen einen Stopp an Wizard Island, einem bis zu 230 Meter hohen Kegel eines erloschenen Vulkans im Wasser. Auch auf der Insel gibt es zwei Wanderwege, hier gibt es jedoch keinerlei Einrichtungen.     


 

 

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