Florida

 

Atlantikküste

Floridas Atlantikküste, das können sowohl die typischen Touristenziele wie Miami Beach, Fort Lauderdale oder Daytona Beach sein, aber auch historische Gebäude und ruhige, traditionelle Südstaatenatmosphäre wie in St. Augustine oder Musik und Kultur in Jacksonville. Die Strände jedoch bleiben das Aushängezeichen der Atlantikküste von Florida und auch bei diesen finden Besucher eine breite Auswahl von ruhig bis belebt, von Familienerlebnis bis Partystimmung. Eine gute Gelegenheit, die verschiedenen Aspekte der Ostküste Floridas kennenzulernen, bietet die State Road A1A, die für die meiste Zeit durch die Küstenorte direkt am Ozean führt.

Zwar kann man auf dem oft parallel laufenden Interstate I-95 wesentlich schneller vorankommen und während der Haupturlaubszeiten braucht man mitunter eine Menge Geduld, die A1A aber hat einen deutlich höheren Erlebniswert und bietet viele schöne Ausblicke auf das Meer. Sie führt von der gemeinsamen Grenze Floridas mit Georgia bis hinunter nach Key West und erreicht damit alle Küstenorte am Atlantischen Ozean. Von Nord nach Süd sind das:

Amelia Island
Eine der südlichen Inseln der Kette der Sea Islands, Schauplatz eines großen Shrimps-Festivals jedes Jahr im Mai. An der Südspitze der Insel, auf der die Stadt Fernandina Beach liegt, befindet sich mit dem Amelia Island State Park ein Naturschutzgebiet, in dem Marschland und Wälder einen Einblick in das ursprüngliche Florida erlauben. Amelia Island ist Standort einiger Hotels und Resorts der gehobenen Kategorie.


Jacksonville
Reiseführer Jacksonville
 

St. Augustine
Der heute gut 13.300 Einwohner zählende Ort an der nördlichen Atlantikküste Floridas gilt als die älteste bis heute bestehende Ansiedlung der USA, die von den europäischen Siedlern gegründet wurde. Die Stadt besteht seit 1565. Entsprechend kommen viele Besucher hierher, um sich die Beispiele historischer Architektur anzusehen, die St. Augustine zu bieten hat. Zu diesen gehören unter anderem einige Ende des 19. Jahrhunderts errichtete ehemalige Grand Hotels wie das heute zum Antiquitätenmuseum umgewandelte ehemalige Alcazar Hotel oder das Flagler College, das zum Teil im ehemaligen Ponce de Leon Hotel untergebracht ist. Die Hotels waren vom Eisenbahnpionier Henry Flagler errichtet worden, der seine reiche Klientel damals in großen Zahlen nach St. Augustine brachte. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der ehemals im Mittelpunkt der Civil Rights-Bewegung stehenden Stadt zählt unter anderem der interessant bemalte Leuchtturm St. Augustine Lighthouse und das spanische Fort Castillo de San Marcos.


Ormond Beach
Der 38.000-Einwohner-Ort bezeichnet sich selbst gern als “Birthplace of Speed” (“Geburtsort der Geschwindigkeit”), denn hier fanden schon ab 1902 die ersten Automobilrennen statt. Wenig später wurde die Stadt zum Urlaubsort der Reichen; ab 1914 unterhielt John D. Rockefeller hier ein Ferienhaus. Etwas außerhalb von Ormond Beach liegt der Tomoka State Park, in dem unter anderem Alligatoren und Seekühe zu beobachten sind.


Daytona Beach
Der Küstenort mit etwa 61.000 Einwohnern ist das ganze Jahr über ein beliebtes Urlaubsziel. Besonders viel Zuspruch erhält die Stadt anlässlich diverser Veranstaltungen, die hier jährlich ausgerichtet werden. Zu diesen zählen die Speedweeks mit verschiedenen hochkarätigen Autorennen inklusive der Daytona 500 im Februar, Bikeweek im März und das Biketoberfest. Daytona Beach ist eng mit dem Motorsport verbunden, der mit dem Daytona International Speedway eine traditionelle Austragungsstätte hier hat. Darüber hinaus ist die Stadt Sitz der NASCAR, des Dachnunternehmes des amerikanischen Motorsports. Wer genug Motorenlärm gehört hat - hier darf man übrigens auch mit dem Auto den Strand befahren - findet in einer der Shopping Malls oder im Bezirk rund um die Beach Street mit den kleinen Geschäften des Riverfront Marketplace Abwechslung.


Port Orange
Lange Zeit lediglich mehr oder weniger als Vorort von Daytona Beach betrachtet, entwickelt Port Orange, eine Stadt mit 56.000 Einwohnern, langsam ein eigenes Profil. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören ein botanischer Garten und der Spruce Creek Park, wo ein Boardwalk und ein Aussichtsturm einen Blick in ein naturbelassenes Stück Küste erlauben.


Ponce Inlet
Nur einen Steinwurf von Port Orange entfernt liegt der kleine Ort Ponce Inlet an der Spitze einer Halbinsel. Angeblich hat der spanische Entdecker Ponce de Leon schon 1513 die Gewässer hier erkundet. Die wichtigste Sehenswürdigkeit in dem Ort, in dem es keine Hotels gibt, ist der 1887 erbaute, rote Leuchtturm, dem höchsten Floridas, an dem es eine Aussichtsplattform gibt. Weiterhin sehenswert ist das Marine Science Center, das sich unter anderem der Rehabilitation verletzter Meeresschildkröten widmet.


New Smyrna Beach
Mehr als 13 Meilen weißen Sandstrand darf man erwarten, wenn man nach New Smyrna Beach kommt, eine Stadt mit 22.500 Einwohnern in direkter Nachbarschaft zu Port Orange. Außer der Sonne lockt hier auch die Kunst: Das Atlantic Center for the Arts bietet Künstlern aus allen Disziplinen einen Raum zum kreativen Arbeiten, auch Ausstellungen sind hier regelmäßig zu sehen. New Smyrna Beach ist daneben bei Anglern beliebt.


Cape Canaveral
Die Halbinsel ist in erster Linie durch das hier ansässige Kennedy Space Center bekannt geworden, von dem aus die NASA Raketen starten lässt. Air Force Bases auf dem Cape dienen unter anderem dem Test weiterer Raketen. Das Space Center gehört zu den größten touristischen Attraktionen der USA. Besucher können sich die Raketen im Rocket Garden ansehen, sich über die Geschichte der Raumfahrt informieren oder sich in Führungen und Touren verschiedenen Einrichtungen innerhalb des ansonsten streng abgeschirmten Bereichs näherbringen lassen. Mit dem Space Mirror Memorial wurde den im Dienst ums Leben gekommenen Astronauten ein Denkmal gesetzt. Neben der Bedeutung für die Raumfahrt hat das Cape mit Port Canaveral auch einen wichtigen Kreuzfahrthafen. Einen großen Teil des Capes nimmt die Merrit Island National Wildlife Refuge ein, ein Naturschutzgebiet, in dem unter anderem Alligatoren, seltene Schildkrötenarten, Adler und Florida-Panther leben.


Cocoa Beach
Dank des Kennedy Space Centers, des nahegelegenen Kreuzfahrthafens und den vielen Kilometern Strand hat sich Cocoa Beach zu einem Touristenort mit zahlreichen Restaurants und Hotels entwickelt.


Melbourne / Palm Bay
Mit 76.100 Einwohnern ist Melbourne einer der größten Orte der Region. Direkt angrenzend liegt die Stadt Palm Bay, die ihrerseits mehr als 100.000 Einwohner hat, so dass dieser Abschnitt der Atlantikküste eher urban geprägt ist. In der Stadt befinden sich kleinere Bühnen, auf denen Theater- und andere Aufführungen zu sehen sind; weiterhin gibt es einige historische Gebäude zu sehen. Die wichtigste Attraktion Melbournes ist aber der Brevard Zoo. In dem Tierpark, der 1994 eröffnet wurde, leben heute rund 650 Tiere aus 165 Arten, die in vier verschiedenen, thematisch getrennten Bereichen von “Australien” bis “Wild Florida” gehalten werden.


Vero Beach
Auf dem weiteren Weg Richtung Süden passiert man zunächst den Ort Sebastian, bevor mit Vero Beach ein weiterer Touristenort wartet. Es gibt hier mehrere öffentliche Strände, diverse Hotels und Restaurants sowie eine Outlet Mall. Vero Beach hat darüber hinaus ein Kunstmuseum. Das beliebteste Ausflugsziel dieses Abschnitts der Atlantikküste, die als “Treasure Coast” bezeichnet wird, ist die 12.000 Quadratmeter große Pelican Island, wo sich ein Naturschutzgebiet befindet, in dem sich vor allem zahlreiche Vogelarten wohlfühlen. Als das Feuchtgebiet 1903 in den Status einer National Wildlife Refuge erhoben wurde, war es das erste Schutzgebiet dieser Art im ganzen Land. Das Schutzgebiet ist ausschließlich per Boot erreichbar.


Port St. Lucie
Erst im Jahr 1961 gegründet, hat sich Port St. Lucie in kurzer Zeit zu einer Großstadt mit heute über 150.000 Einwohnern entwickelt. Im gesamten Umland der jungen Stadt leben mehr als 400.000 Menschen. Port St. Lucies Ortskern liegt nicht direkt am Atlantik, dafür aber gibt es ein - allerdings recht kleines - Netz aus Wasserkanälen im Stadtgebiet. Hier, wie auch im nördlich benachbarten Fort Pierce, gibt es zahlreiche Hotels und Restaurants. Westlich des Stadtgebiets beginnen die Everglades. Südlich der Stadt liegt der Jonathan Dickinson State Park, der ein Feuchtgebiet am Ufer des Loxahatchee Rivers umfasst.


Jupiter
Südlich von Port St. Lucie erhöht sich die Bevölkerungsdichte merklich. Die Stadt Jupiter mit rund 55.000 Einwohnern ist der erste Ort im Palm Beach County. Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist der auf einem Fundament aus Austernschalen errichtete Leuchtturm Jupiter Inlet Light. Außerdem liegt die Rennstrecke des Palm Beach International Raceway im Umkreis der Stadt.


Palm Beach / West Palm Beach
Reiseführer Palm Beach


Lake Worth
Rund 35.000 Menschen leben im Stadtgebiet von Lake Worth, das 1912 gegründet wurde und nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem besonders bei europäischen Pensionären beliebten Wohnort wurde. Inzwischen hat sich die demographische Zusammensetzung der Bevölkerung wieder gewandelt und Lake Worth hat eine lebendige Downtown mit vielen Galerien, Läden, Bars und Restaurants. Die Stadt ist bereits mehrfach von Hurrikanen getroffen worden, wobei unter anderem der City Pier, das Wahrzeichen der Stadt, in Mitleidenschaft gezogen wurde.


Boynton Beach
Obwohl die Stadt mit 68.200 Einwohnern den Strand schon im Namen trägt, liegt sie nicht direkt am Meer, sondern am Intracoastal Waterway, jenem Gewässer, das zwischen dem Festland und der davor gelagerten Barriereinsel liegt. Die eigentlichen Küstenorte auf dieser Höhe sind Ocean Ridge und Briny Breezes. Boynton Beach ist in erster Linie eine Wohnstadt, hier gibt es auch ein größeres Einkaufszentrum.


Delray Beach
Was ehemals landwirtschaftlich genutztes Land war, befindet sich heute inmitten des dicht besiedelten Ballungsraums South Florida. Delray Beach hat 64.500 Einwohner und ist ein typischer Urlaubsort mit vielen touristischen Angeboten. Restaurants, Boutiquen und Bars befinden sich vor allem entlang der Atlantic Avenue, der wichtigsten Straße in Downtown, die für ihr Nachtleben bekannt ist. Am Ende der Atlantic Avenue liegt einer der öffentlichen Strände der Stadt. Zu den Sehenswürdigkeiten von Delray Beach zählen das Besucherzentrum der amerikanischen Orchideengesellschaft und gleich zwei japanische Gärten. Im Hinterland liegt die knapp 600 km² große Loxahatchee National Wildlife Refuge, mit der die Natur in einem der verbliebenen nördlichen Ausläufer der Everglades unter Schutz gestellt ist.


Boca Raton
Der Austragungsort von berühmten Tennis- und Poloturnieren ist eigentlich weniger eine Stadt als eine Ansammlung privater, umzäunter Wohngebiete wohlhabender Teilzeiteinwohner. Die Stadtväter bemühen sich, unter anderem durch das Verbot von Autohändlern und großflächiger Werbetafeln im Ort, um ein sauberes und ansprechend gestaltetes Gesamtbild. Auf der anderen Seite gilt die Stadt nicht nur als beliebter Aufenthaltsort von hochrangigen Mafia-Angehörigen, sondern ist nach Ansicht von Experten auch die Stadt, aus der weltweit die meisten Spam-Emails verschickt werden. Die weitere Entwicklung Boca Ratons geht immer mehr in Richtung Westen, wo nach wie vor neue Wohnanlagen entstehen. Der eigentliche Ortskern geriet dabei immer weiter ins Abseits und wurde nur durch hochkarätige Investitionen wiederbelebt. Mittelpunkt von Downtown ist Mizner Park, eine Einkaufsgegend für den edleren Geschmack, wo sich auch ein Amphitheater für Veranstaltungen und das Boca Raton Museum of Art befinden.


Fort Lauderdale
Reiseführer Fort Lauderdale


Hollywood
Die Stadt mit dem berühmten kalifornischen Namensvetter hat sich in den letzten Jahren als eigenständiges touristisches Ziel etablieren können - nicht ganz einfach für die 140.000-Einwohner-Stadt, die sich genau zwischen den weltbekannten Urlaubsorten Fort Lauderdale und Miami befindet, die Stadtgrenzen sind kaum erkennbar. Hauptanziehungspunkt für Touristen in Hollywood ist natürlich der Stadtteil am Meer, wo ein fast 10 Kilometer langer, breiter und gut gepflegter Strand zum Sonnenbaden einlädt und der daneben entlangführende Boardwalk zum Bummeln. Schön und etwas menschenleerer ist auch der Strand im John U. Lloyd Beach State Park im benachbarten Dania Beach. In Downtown, etwas weiter landeinwärts, befinden sich Restaurants, Bars und Geschäfte und noch etwas weiter von der Küste entfernt liegt ein gut genutztes Casino, das von den Seminolen betrieben wird.


Miami / Miami Beach
Reiseführer Miami und Miami Beach


 

 

 

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