Florida

 

Cape Coral

Das nennt man wohl eine gelungene Investition: Im Jahr 1957 erwarben die Brüder Rosen, Immobilienentwickler aus Baltimore, ein von Farmen und Viehweiden geprägtes Landstück mit der Gesamtgröße von 270 km² und insgesamt 12 Einwohnern. In der Folge machten sie sich daran, das riesige Gelände zu entwickeln. Mit einem unvergleichlichen Marketingaufwand wurde die am Reißbrett entworfene Stadt beworben, mit schwerem Gerät wurden Straßen und Kanäle gezogen und die ersten Wohn- und Geschäftshäuser wurden gebaut. Heute, gut 55 Jahre später, hat Cape Coral, das einst den Namen Redfish Point trug, eine Einwohnerzahl von rund 162.000 und gilt, nicht nur in Amerika, sondern auch in weiten Teilen Europas, als Urlaubsparadies.

FL Cape Coral

Die von Anfang an großzügig geplante Anlage der Stadt macht sie zum größten Ort zwischen Tampa und Miami. Cape Coral ist mit dem benachbarten Fort Myers über zwei Brücken direkt verbunden und darf zudem stolz darauf verweisen, mehr als 640 Kilometer befahrbare Kanäle zu haben - mehr als jede andere Stadt der Welt. Die von den Rosen-Brüdern gegründete Entwicklungsgesellschaft Gulf American Corporation hatte viele Kilometer Wasserwege angelegt, weil man so zahlreiche an das Wasser angrenzende Grundstücke verkaufen konnte. Die Strategie war erfolgreich: Schon fünf Jahre nach Beginn der Bauarbeiten waren 2850 Menschen in die neue Stadt gezogen. 1970 errang Cape Coral das Stadtrecht, seitdem wächst die Bevölkerungszahl kontinuierlich. Waren es anfangs fast ausschließlich vergleichsweise wohlhabende Rentner, die hier unter die Sonne Floridas zogen, kamen später auch Familien und jüngere Einwohner. Heute sind gut 22% der Bewohner jünger als 18 Jahre, dennoch liegt das Durchschnittsalter noch immer bei beachtlichen 42 Jahren. Die Bevölkerung hat dabei vielfältige kulturelle Hintergründe. Die Quote der Einwohner mit hispanischer Herkunft liegt mit rund 20% nur knapp unter dem Bundesstaatsdurchschnitt, die der Schwarzen mit 4% aber deutlich darunter. Etwa 1,7% der Menschen in Cape Coral sprechen Deutsch als ihre Muttersprache und aus Deutschland kommt auch der Brauch des jährlich in der Stadt stattfindenden Oktoberfests, das regelmäßig viele Tausend Besucher anzieht.

Die größte Sehenswürdigkeit von Cape Coral ist das Wetter. An durchschnittlich 355 Tagen im Jahr scheint die Sonne und selbst im Januar darf man noch Temperaturen zwischen 15° und 20° C erwarten. Entsprechend erfreuen sich natürlich vor allem die Strände der Region großer Beliebtheit bei Einheimischen und Touristen. Ebenso verlockend ist das mehr als 600 Kilometer lange Netz an Wasserwegen, das die Stadt durchzieht. Cape Coral hat damit mehr Kilometer Kanäle als jede andere Stadt der Welt.

Cape Coral ist nach wie vor hauptsächlich Wohnstadt, wobei nicht wenige der Wohngebäude als Ferienhäuser angeboten werden. Sehenswürdigkeiten sucht man daher vergeblich. Ein Anziehungspunkt für Einwohner und Besucher ist der familienfreundliche Sun Splash Waterpark (400 Santa Barbara Boulevard, geöffnet März-September) mit seinen Rutschen und Wasserbecken. Daneben weist die Stadt mehrere, teils hoch bewertete Golfplätze auf, die auch für Besucher nutzbar sind. Wer sich für die Geschichte der Region interessiert, kann sich im Cape Coral Historical Museum (544 Cultural Park Boulevard, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag nachmittag geöffnet) informieren. Das Museum hat zwar nur einen kleinen Ausstellungsraum, wird aber mit viel Liebe zum Detail geführt und geht in seiner Darstellung weit über den zeitlichen Rahmen der Stadt hinaus und zeigt beispielsweise auch Exponate aus der Zeit der Besiedelung der Region durch indianische Völker.

Zu den meistbesuchten Veranstaltungen zählt neben dem Oktoberfest und den Feierlichkeiten zum amerikanischen Nationalfeiertag am 4. Juli das jährlich Mitte Januar stattfindende Festival of the Arts. Bei diesem Kunst- und Kulturfest kommen regelmäßig mehrere hundert Künstler und Kunsthandwerker zusammen und bieten ihre Produkte an oder lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Das Event lockt viele Besucher auch aus dem erweiterten Umland an.


 

 

 

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