Florida

 

Fort Lauderdale
 

FL Fort Lauderdale

Einwohner:

165.500

Beiname:

Venice of America

Lage:

Südosten Floridas am Atlantik

Offizielles Logo:

Fort Lauderdale

Wer Fort Lauderdale vor allem als Zielflughafen europäischer Ferienflieger kennt, der wird sich vielleicht fragen, was das Ferienparadies an Gemeinsamkeiten mit der deutschen Ruhrgebietsmetropole Duisburg entdeckt haben könnte, dass man seit 2011 sogar eine Städtepartnerschaft eingegangen ist. Vor Ort allerdings bemerkt man die Parallele schnell: Hier wie dort spielt der Hafen eine bedeutende Rolle für die Stadt und die Wirtschaft.

Der Hafen von Fort Lauderdale, Port Everglades, gehört zu den drei wichtigsten Kreuzfahrthäfen der Welt. Er wurde 1928 eröffnet und verzeichnet heute mehr als 3,5 Millionen Passagiere im Jahr. Zudem werden hier zahlreiche Containerschiffe abgefertigt. Überhaupt ist das Wasser der wohl wichtigste Wirtschaftsfaktor der Stadt, denn in Fort Lauderdale sind nicht nur über 40.000 Boote registriert, sondern es ist auch ein Zentrum für den Bau von Jachten. Mehr als 100.000 Jobs in der Region hängen am Bootsbau. Die Leistungsschau dieser Industrie, die Fort Lauderdale International Boat Show, zieht jedes Jahr allein über 120.000 Besucher an. 

Das jedoch stellt nur einen Bruchteil des jährlichen Touristenstroms dar. Rund 10 Millionen kommen Jahr für Jahr; nicht nur Touristen, sondern zunehmend auch Besucher von Kongressen und Messen. Bei den Urlaubern sind es längst nicht mehr die Jugendlichen und Partysüchtigen, die kommen, denn seit einigen Jahren hat sich Fort Lauderdale in seiner Außendarstellung vornehmlich dem gehobenem, älteren und zahlungskräftigeren Publikum zugewandt.

Fort Lauderdale liegt auf dem Gebiet, das einst die Tequesta-Indianer ihre Heimat nannten. Viele Angehörige dieses Volkes starben durch Krankheiten, die von den spanischen Entdeckern im 16. Jahrhundert eingeführt wurden. Nacheinander wehten die Flaggen Spaniens, Großbritanniens, der USA und der Konföderation der Südstaaten über der Region im Südosten Floridas, doch die Gegend entwickelte sich nur langsam. 1838 wurde ein kleines Fort errichtet, das im Kampf gegen die Seminolen während der Indian Wars genutzt und anschließend wieder verlassen wurde. Einige wenige Siedler lebten dann in losen Zusammenschlüssen hier und erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Landstrich durch die Verlegung von Schienen der Florida East Coast Railway erschlossen. 1911 wurde die Stadt gegründet, vier Jahre später wurde sie zum Verwaltungssitz des Broward County. Etwa 2000 Menschen lebten damals in der Stadt, zu Beginn des Jahres 1925 waren es 5000. Dann setzte ein Run auf Bauland im Süden Floridas ein und innerhalb weniger Monate hatte sich Fort Lauderdales Einwohnerzahl verdreifacht. In den folgenden Jahren wurde die Region von mehreren schweren Hurrikanen getroffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg orientierte sich Fort Lauderdale in Richtung des Massentourismus und wuchs bis 1970 auf 140.000 Einwohner. Im Jahr 1985 erreichte die Welle des Spring Break-Tourismus mit geschätzten 350.000 Besuchern den Höchststand und noch im gleichen Jahr verabschiedete die Stadt Erlasse, die das wilde Treiben beenden sollten. Heute lebt die Gegend in erster Linie von Familienurlaubern und in zunehmendem Maße von schwulen und lesbischen Reisenden.

Die Besucher kommen natürlich in erster Linie wegen der Strände und wegen des Klimas. Dieses ist hier so wie im Regenwald: Die Durchschnittstemperaturen liegen das ganze Jahr über nicht unter 18° C und der durchschnittliche Niederschlag liegt bei 60 mm im Monat. Trotzdem hat Fort Lauderdale pro Jahr 250 Sonnentage. Der letzte Schnee wurde übrigens im Januar 1977 gesichtet.

Unter den weiteren Attraktionen neben den Stränden ist vor allem das ausgeprägte, mehr als 300 Meilen umfassende Kanalsystem des Intracoastal Waterway, das sich vom Atlantischen Ozean bis zu den Everglades erstreckt und vollständig mit Booten befahrbar ist. Auf einer der angebotenen Touren oder mit dem gemieteten Kajak lassen sich die Ufer entlang der Wasserwege erkunden, wo die eine oder andere Villa von Prominenten zu finden ist. Fort Lauderdale hat dem Kanalsystem seinen Beinamen als „Venedig von Amerika“ zu verdanken. Zu Lande ist der Las Olas Boulevard in Downtown erwähnenswert, wo sich Bars, Clubs und Restaurants, aber auch Kinos, Boutiquen und Kunstgalerien konzentrieren. Hier befindet sich auch das höchste Gebäude der Stadt, das 138 Meter hohe Las Olas River House. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehört die Ruhmeshalle des Schwimmsports, die International Swimming Hall of Fame (One Hall of Fame Drive), zu der auch ein der Geschichte des Schwimmens gewidmetes Museum und ein großes Schwimmsportzentrum gehört. Eine Besonderheit der Stadt ist der Fort Lauderdale Swap Shop, ein täglich stattfindender, großer Flohmarkt auf dem Gelände eines beinahe schon historischen Autokinos (3291 West Sunrise Boulevard).

Dass trotz des hohen touristischen Potentials der Atlantikküste Florida auch noch immer ein Paradies für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ist, kann man zum Beispiel im Hugh Taylor Birch State Park beobachten, einem Naherholungsgebiet zwischen Fort Lauderdale Beach und Intracoastal Waterway (Visitor Center: 3109 East Sunrise Boulevard, $6 pro Fahrzeug, geöffnet täglich von 8 Uhr bis Sonnenuntergang). Zwar darf hier gecampt, radgefahren, gefischt und kanugefahren werden, trotzdem hat man an einem der ruhigeren Plätze auch durchaus die Möglichkeit, die große Zahl verschiedener hier lebender Vogelarten zu beobachten, aber auch Gopherschildkröten, einige Schlangenarten oder Opossums. Freunde von Kunst und Kultur kommen zum Beispiel im Museum of Art Fort Lauderdale (One East Las Olas Boulevard, montags geschlossen) auf ihre Kosten. Das Kunstmuseum legt den Schwerpunkt auf zeitgenössische Kunst, zur Ausstellung gehören unter anderem mehrere Keramiken von Picasso, eine Sammlung kubanischer Kunst und ein Skulpturengarten. Kunst etwas anderer Ausrichtung zeigt das Antique Car Museum (1527 Packard Avenue), in dem viele historische Automobile der Firma Packard aus den ersten 40 Jahren des 20. Jahrhunderts ausgestellt sind. Das 1976 eröffnete Museum of Discovery and Science schließlich (401 SW Second Street, täglich 10 bis 17 Uhr, sonntags 12 bis 18 Uhr) ist das meistbesuchte Museum Floridas. Zur Ausstellung gehören unter anderem simulierte Flüge zum Mars und viele Exponate zu Natur und Ökologie Floridas. Viele hier heimische Tiere gehören ebenfalls zur Ausstellung.


 

 

 

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