Florida

 

Fort Myers
 

FL Fort Myers Downtown

Zusammen mit dem angrenzenden Cape Coral, mit dem Fort Myers über Brücken verbunden ist, bildet die Stadt einen Ballungsraum mit einer Einwohnerzahl von knapp 620.000 Menschen. Cape Coral ist der Bevölkerungszahl nach die deutlich größere Stadt als Fort Myers, innerhalb dessen Stadtgrenzen 62.300 Menschen leben, doch die selbsternannte “City of Palms” ist die lebendigere der beiden Städte und der Sitz der Verwaltung des Lee County. Der Name der Stadt wird mitunter gleich gesetzt mit dem des etwas außerhalb liegenden Flughafens Southwest Florida International Airport, der während der Hauptsaison auch von Maschinen aus Europa direkt angeflogen wird. Ein Streifen entlang der Küste ist als eigenständige Stadt, Fort Myers Beach, mit rund 6600 Einwohnern organisiert.

Das ursprüngliche Fort, das noch heute im Namen der Stadt zu finden ist, wurde in den 1840er Jahren als Fort Harvie am Ufer des Caloosahatchee River errichtet und diente dem amerikanischen Militär im Kampf gegen die Indianer. Damals war es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den in der Region ansässigen Seminolen und neu hinzugekommenen Siedlern gekommen, was dazu führte, dass die Ureinwohner Richtung Westen vertrieben werden sollten. Dort, wo das Fort Harvie, das später nach einem Colonel in Fort Myers umbenannt wurde, einst stand, befindet sich heute das Downtown-Gebiet. Im Civil War rückte das Fort erneut ins Geschehen, als die Unionstruppen zunächst einen Angriff der Südstaatler abwehrten, es danach aber dennoch aufgaben. Nach dem Ende des Kriegs kamen die ersten Siedler in die Gegend, doch es dauerte noch bis in die 1880er Jahre, bis sich eine nennenswerte Zahl von Bewohnern in Fort Myers eingefunden hatte, das dann 1886 das Stadtrecht erhielt. 1898 eröffnete ein luxuriöses Hotel und lockte die ersten Feriengäste an, kurz darauf kamen noch mehr dank der Anbindung des Ortes an die Eisenbahn. Der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum war dann der Bau einer Brücke über den Fluss im Jahr 1924. Sechs Jahre danach hatte Fort Myers 9000 Einwohner, im Jahr 1960 waren es schon 22.500 und die Zahl stieg kontinuierlich weiter. In den Jahren 2004 und 2005 wurde die Region jeweils von schweren Hurrikanen getroffen.

Die Lage am Golf von Mexiko und das ganzjährig angenehme, subtropische Klima mit Durchschnittstemperaturen von 18° C im Januar und 28° C im August sorgen dafür, dass der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Stadt ist. Schon im Frühjahr zieht es viele Besucher hierher, wenn das beliebte Baseballteam der Boston Red Sox hier sein Frühjahrstrainingslager abhält. Den Red Sox bezogen zu Beginn der Spring Training-Saison 2012 ein neues Stadion (11581 Daniels Parkway), das eigens gebaut wurde, um das Team in Fort Myers zu halten. Südlich der Stadt liegt mit dem Hammond Stadium die Frühjahrs-Spielstätte eines weiteren Profiteams, der Minnesota Twins.

Die wichtigste Sehenswürdigkeit von Fort Myers sind die als Edison and Ford Winter Estates bekannten ehemaligen Ferienhäuser von Thomas Alva Edison und Henry Ford (2350 McGregor Boulevard, täglich 9-17:30 Uhr geöffnet). Beide Persönlichkeiten waren miteinander befreundet und so hatte Ford im Jahr 1916 den an das 1887 errichtete Haus von Edison angrenzenden Bungalow gekauft. Nach Edisons Tod überschrieb dessen Witwe das Haus der Stadt, die dann 1988 auch Fords Haus erwarb. Neben den Führungen durch die Häuser und Edisons Labor erwartet Besucher auch ein sehenswerter botanischer Garten, einst von Edison angelegt, in dem heute mehr als tausend verschiedene Pflanzen zu bestaunen sind. Mit dem im Jahr 1901 erbauten Murphy-Burroughs House (2505 First Street, Führungen jeweils freitags um 11 Uhr) verfügt Fort Myers über ein weiteres ehemaliges Wohnhaus, das besichtigt werden kann. Das Gebäude war einst für einen wohlhabenden Rancher errichtet worden und weist eine sehenswerte Veranda auf, die drei Seiten des Hauses umfasst.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt das Museum Art of the Olympians (1300 Hendry Street, geöffnet Dienstag-Samstag 10-16 Uhr). In diesem wohl einzigartigen Kunstmuseum werden ausschließlich Werke von ehemaligen Weltklasse-Sportlern gezeigt, mit dabei sind unter anderem der Weitspringer Bob Beamon und die Sprinterin Florence Griffith-Joyner. Mit dem Calusa Nature Center (3450 Ortiz Avenue, Montag-Samstag 10-17 Uhr, Sonntag 11-17 Uhr) gibt es im Stadtgebiet ein weiteres Museum, dieses informiert über die Naturgeschichte der Region. Zur Ausstellung gehören auch einige lebendige Exponate, etwa Fische, Vögel, Präriehunde und Waschbären. Zum Angebot gehören weiterhin ein Planetarium und einige Spazierwege durch die Natur.


 

 

 

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