New York City

 

Freiheitsstatue / Statue of Liberty
und Ellis Island

 

Unter den zahllosen Sehenswürdigkeiten New York Citys ist sie zweifellos die bekannteste und wahrscheinlich auch die bedeutendste. Die Freiheitsstatue, in den USA Statue of Liberty oder in New York kurz Lady Liberty genannt, ist nicht nur das Symbol schlechthin für New York City, sondern ihr Bild gilt auch weltweit als Ausdruck für Freiheit.

Für Millionen von Einwanderern war die im Oktober 1886 eingeweihte Statue im New Yorker Hafen das erste, was sie von ihrer neuen Heimat gesehen haben und so wurde die insgesamt 93 Meter hohe Skulptur, die von dem französischen Bildhauer Frédéric Auguste Bartholdi geschaffen wurde, auch zum Sinnbild der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Die Konstruktion der Freiheitsstatue, deren offizieller Name “Liberty Enlightening the World” ist, war eine Gemeinschaftsproduktion Frankreichs und der USA. Während die Europäer die Statue selbst bauten und, in Einzelteile zerlegt, in etlichen Kisten nach New York schickten, waren die Amerikaner für den Bau des Podests zuständig, das gut 27 Meter hoch ist. Bartholdi selbst hatte die Idee für das Bauwerk weiterentwickelt und er war viele Wochen durch Amerika gereist, um Unterstützung für sein Projekt zu gewinnen. Er war es auch, der die damals noch Bedloe’s Island genannte Insel als Standort vorschlug. Modell für die Statue war die römische Göttin Libertas, die bereits zuvor in Amerika oft als Symbol genutzt wurde. Die fertige Statue schreitet nun, vom Boden aus schwer zu erkennen, über ein Stück zerbrochener Eisenkette, hält in ihrer linken Hand eine Tafel, die für Recht und Gesetze steht und in ihrer rechten die berühmte Fackel, die Bartholdi bereits 1876 fertiggestellt hatte und auf der Schau zur Hundertjahrfeier der USA in Philadelphia dem Publikum vorstellte. Zwei Jahre später wurde der Kopf der Statue auf der Weltausstellung in Paris gezeigt. Für die aufwändige Innenkonstruktion, die dem Wetter und dem Wind im Hafenbecken standhalten musste, konnte Bartholdi sich die Unterstützung von Gustave Eiffel sichern. Dieser konzipierte auch die Treppen im Inneren des Kunstwerks, über die Besucher bis in das Diadem auf dem Kopf und in die Fackel gelangen konnten. 

NYC Statue of Liberty

Die aufwändige Konstruktion war im Juli 1884 fertig und wurde dem amerikanischen Botschafter in Paris übergeben, doch es dauerte noch Monate, bis in den USA - gegen viele Widerstände - die nötige Summe für den Bau des Podests zusammengekommen war.  Erst im April 1886 war das Podest fertig und der Aufbau der zwischenzeitlich auf der Insel eingelagerten Statue begann. Am 28. Oktober 1886 fand eine große Einweihungsfeier statt, bei der Präsident Grover Cleveland das Monument an die Stadt übergab.

Im Laufe der Jahre war Liberty Island öfter Schauplatz besonderer Events, sie wurde einige Male von politischen Aktivisten besetzt, vor allem aber wurde sie immer wieder renoviert und instand gesetzt. Die Freiheitsstatue wurde 1984 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde Lady Liberty für die Öffentlichkeit geschlossen und man ging davon aus, sie wegen mangelhafter Sicherheit im Falle einer Panik auch nicht wieder öffnen zu können. 2011 wurde dieses Verbot wieder aufgehoben, allerdings ist die Zahl der Besucher, die nun täglich auf die Insel gelassen werden, nun streng limitiert. Täglich können 240 Menschen in das Innere der Statue, wofür allerdings ein separates Ticket nötig ist, das separat vorzubestellen ist. 

Diese Gäste, aber auch jene, die nur zu Liberty Island übersetzen möchten, werden einer strengen Sicherheitskontrolle ähnlich wie am Flughafen unterzogen. Die Fähren von Statue Cruises, die als einzige an der Insel halten dürfen, fahren ab dem Battery Park in Manhattan oder dem Liberty State Park in New Jersey. Die Fahrtkosten liegen (Stand Dezember 2015) bei $18 für hin und zurück, für den Zugang zur Insel selbst wird keine Eintrittsgebühr erhoben. Die Fähren legen täglich ab 8:30 bis 16:30 Uhr im 20-Minuten-Rhythmus ab und fahren auch zur Nachbarinsel Ellis Island.

 

Ellis Island beherbergte früher das Immigration Office, in dem sich Millionen ankommender Einwanderer zwischen 1892 und 1954 einer Überprüfung unterziehen mussten. Allein im Jahr 1907 kamen mehr als eine Million Menschen hier an und bis heute kann rund ein Drittel der amerikanischen Bevölkerung ihren Familienstammbaum zu dieser Insel zurück verfolgen. Fast alle Immigranten, die ankamen, konnten nach ihrer Registrierung weiter ins Land reisen, nur rund 2% der Antragsteller wurden abgewiesen und mussten den Weg zurück antreten, weil sie Krankheiten hatten oder weil die Sachbearbeiter ihnen nicht das Vermögen zusprachen, für sich selbst sorgen zu können. Dieser recht geringe Anteil brachte der Insel den Beinamen “Island of Tears” ein. Nach 1924 wurde Ellis Island vorrangig als Gefangenenlager und als Abschiebestation für Deutsche, Italiener oder Japaner genutzt, die der Spionage verdächtig waren.

Heute befindet sich im ehemaligen Hauptgebäude von Ellis Island ein sehr sehenswertes Museum, das die Geschichte der Einwanderung in die USA allgemein und die Rolle von Ellis Island dokumentiert. Der Zugang zur Insel und der Besuch des Museums ist mit der Fähre zu Liberty Island möglich und inbegriffen.

Das ehemalige Immigrant Hospital, in das kranke Einwanderer eingewiesen wurden, wenn eine Ansteckungsgefahr für die Bevölkerung befürchtet wurde, ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. In diesem Krankenhaus waren die medizinischen Inspektoren angestellt, die die ankommenden Immigranten beim Heraufsteigen einer Treppe zum Hauptgebäude beobachteten und bei denen mit Kreide Symbole auf die Kleidung malten, bei denen sie Krankheiten vermuteten.


 

 

 

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