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Arizona

 

Grand Canyon-Parashant National Monument

AZ Grand Canyon-Parachant

Unmittelbar anschliessend an eines der berühmtesten Naturdenkmäler der Welt - und damit einem der wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten der USA - befindet sich ein riesiges, kaum von Menschen erschlossenes Gebiet, das seit dem Jahr 2000 als National Monument unter Schutz steht und trotz dieses Status nur von wenigen Reisenden besucht wird.

Der Grund dafür, dass Touristen diese Gegend am nördlichen Ende des Grand Canyon kaum kennen, ist dabei vor allem der Tatsache geschuldet, dass dieses Gebiet nur schwer zugänglich ist und es keinerlei touristische Infrastruktur innerhalb des National Monuments gibt. Wer die Szenerie erkunden möchte, braucht eine gewisse Portion Abenteuerlust und muss sich zu einem grossen Teil auf sich selbst verlassen. Das mehr als 420.000 Hektar grosse Gebiet wird vom National Park Service und dem Bureau of Land Management (BLM) gemeinsam verwaltet und beide Agenturen haben ein gemeinsames Infocenter in St. George im angrenzenden Utah betreiben, welches die einzige Möglichkeit ist, vor Ort Informationen einzuholen. 

Belohnt werden Reisende für diese Umstände dann mit viel Platz und Ruhe in einer sehenswerten Landschaft, die mehrere verschiedene Lebensräume in sich vereint und sich über Höhen von weniger als 600 Metern über dem Meeresspiegel bis hin zu mehr als 2400 Metern sowie über mehrere Vegetationszonen erstreckt.

In den unteren Lagen herrschen flaches Buschwerk und einige Joshua Trees vor, wie sie typischerweise in der Mohave-Wüste vorkommen, darüber finden sich verstärkt Wachholderbäume, dann folgt Grasland und in den höchsten Lagen schliesslich Pinien und Espen. Zu den hier lebenden Tieren zählen Maultierhirsche, Dickhornschafe, Pumas, Koyoten und wilde Truthähne, aber auch verschiedene Arten von Klapperschlangen.

Der bequemste Weg, diese Vielfalt und die zahlreichen schönen Aussichtspunkte zu entdecken, ist die Fahrt mit einem geländegängigen Fahrzeug. Wer das plant, sollte Vorsichtsmassnahmen treffen und zum Beispiel Ersatzreifen und zusätzliches Benzin mitnehmen, denn Grand Canyon-Parashant ist vor allem eines: einsam. Gleiches gilt auch für Wanderer, die sich mit zwei mehr schlecht als recht gepflegten Wegen begnügen müssen und ansonsten ein riesiges Gelände zur Entdeckung haben, sich dabei aber möglichst mit Hilfe eines GPS-Geräts orientieren sollten. Es gibt keine Notfalleinrichtungen oder ähnliches innerhalb des Parks!

Zum National Monument gehören vier Gebiete, die als so genante Wilderness Areas ausgewiesen sind und damit einen besonderen Schutzstatus haben. Die Mount Trumbull Wilderness Area umfasst einen Tafelberg, der mehr als 2400 Meter hoch ist und an dessen Fuß, erreichbar von der Mohave County Road 5 aus, sich ein Campingplatz befindet. Entlang der steilen Wände des Bergs führt ein - stellenweise allerdings kaum zu erkennender - etwa 5 Meilen langer Wanderweg bis zum Plateau auf dem Gipfel und wieder zurück. Das Gelände in diesem Abschnitt wird mitunter zu archäologischen Forschungen genutzt, denn es ist bekannt, dass bereits die Anasazi hier lebten. Direkt anschliessend befindet sich die Mount Logan Wilderness Area, dessen Namensgeber, ein erloschener Vulkan, nur ein wenig niedriger ist als der benachbarte Mount Trumbull. Das nur selten von Wanderern besuchte Gebiet bietet Lebensraum für viele Arten, darunter Luchse, Pumas, Stachelschweine oder Stinktiere. Noch etwas weiter westlich, in einer Gegend, die vom Colorado River geformt wurde, bevor der seinen Weg in Richtung des Grand Canyon änderte, liegt die Grand Wash Cliffs Wilderness Area, in dem über eine Länge von fast 20 Kilometern steile Felsklippen zu finden sind, an der sich manchmal Kletterer versuchen. Das extrem abgelegene Gebiet ist Heimat unter anderem von Echsen und Wüstenschildkröten. Der Zivilisation (und der am nächsten gelegenen Stadt, St. George in Utah) etwas näher zugewandt ist die Paiute Wilderness Area im äussersten Nordwesten Arizonas. Das Landschaftsbild wird hier von den Virgin Mountains bestimmt und deren höchstem Gipfel, dem des Mount Bangs, um den herum und auf den herauf man mit etwas Mühe eine Handvoll schlecht gepflegter Wege identifizieren kann. Wie auch in den anderen Abschnitten des National Monuments sind auch hier gute Ausrüstung und das Treffen von Massnahmen zur Sicherheit oberstes Gebot. Wer es so auf den Gipfel des Mount Bangs schafft, geniesst dafür einen herrlichen Weitblick hinein nach Utah und Arizona. Die Zufahrtsstrasse ist von November bis März gesperrt.

 

 

Mehr Informationen zum Grand Canyon - Parashant National Monument auf den Webseiten des National Park Service.


 

 

 

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