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Milwaukee

 

Harley-Davidson

WI Milwaukee Harley Museum

Eine Marke, die für Amerika steht und die überall in der Welt als Symbol typisch amerikanischer Freiheit und Unabhängigkeit bekannt ist: Harley-Davidson ist die vermutlich berühmteste Motorradmarke der Welt und sie ist nicht etwa irgendwo im Wilden Westen zu Hause, sondern seit ihrer Gründung 1903 in Milwaukee an den Great Lakes. Inzwischen gibt es noch an anderen Orten in den USA Fabriken, in denen Harleys hergestellt werden, unter anderem in Pennsyvania und Missouri. Das Hauptquartier und die wichtigste Produktionsstätte befindet sich aber nach wie vor in Milwaukee.

William S. Harley, Sohn englischer Immigranten und Maschinenbau-Ingenieur aus Milwaukee, entwickelte 1901 einen Motor, der in mit Pedalen angetriebenen Fahrrädern eingesetzt werden sollte. Zusammen mit seinem Jugendfreund Arthur Davidson und dessen Bruder entwickelte er den Motor in den nächsten zwei Jahren weiter, am Ende gaben die Freunde das Vorhaben der Entwicklung eines motorisierten Fahrrads aber auf.  Schon bald darauf begannen sie stattdessen mit einer neuen Konstruktion, bei dem auf die Pedale verzichtet wurde - Pläne also für ein echtes Motorrad, dessen Prototyp in einem Schuppen in Davidsons Garten entstand und 1904 fertig wurde. Dieses Modell fand viele Interessenten und schon 1906 bauten die beiden Erfinder eine erste Fabrik an der Juneau Avenue, wo sich bis heute das Hauptquartier der inzwischen weltweit vertretenen Firma befindet.

Das Geschäft lief von Anfang an hervorragend. Während des Ersten Weltkriegs kaufte die US Army 15.000 Maschinen, 1920 war Harley-Davidson bereits in fast 70 Ländern vertreten. Während des Zweiten Weltkriegs kauften die USA und die Alliierten mehr als 90.000 Motorräder bei dem Unternehmen. In den Jahrzehnten nach dem Krieg verlegte sich die Produktion zunehmend auf schwere Maschinen und große Motoren, Vorstöße in leichtere Klassen verliefen erfolglos.

Heute, da die Kundschaft im Durchschnitt älter und wohlhabender geworden ist als noch vor einigen Jahren, verkaufen sich die Harleys zu einem gewissen Prozentsatz über den Namen, der inzwischen auch außerhalb des eigenen Kerngeschäfts für Einnahmen sorgt. Es gibt inzwischen Cafés und Parfums, Kleidung und viele andere Verkaufsartikel, die mit dem Logo des Unternehmens aufgewertet werden. Über die Harley Owner’s Group, einen weltweit aktiven Motorradclub, der vom Unternehmen betrieben wird, wird dieses Lizenzgeschäft weiter vorangetrieben.

Obwohl es im Laufe der Jahrzehnte immer wieder einmal zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten und mitunter auch zu negativen Schlagzeilen kam, ist Milwaukee natürlich stolz auf seine Weltmarke. Nicht zuletzt auf Grund der hohen Markenloyalität der Kunden, von denen sich viele in der Stadt nach den Spuren des Unternehmens erkundigten, entschloss sich Harley-Davidson, diesen Interessierten einen Anlaufpunkt zu bieten.

Schon die Fassade des 2008 eröffneten Museumskomplexes in einem ehemals wenig ansehnlichen Industriegebiet nahe  Downtown dürfte angesichts des 5 Meter hohen Harley-Davidson-Zeichens die Herzen der Motorradfans höher schlagen lassen und auch im Inneren tut die Marke viel, um Besucher zu begeistern. Gezeigt werden mehrere hundert Motorräder, Erinnerungsstücke aus dem Motorsport und eine Galerie der originellsten Tankdesigns, aber auch Einblicke in die Produktion der Bikes und in die Geschichte der Marke. Auch das Motorrad mit der Seriennummer 1 ist im Museum zu sehen. Neben dem regulären Programm werden geführte Touren und auch Fabrikbesichtigungen angeboten. Ein Museumsshop und ein Restaurant mit Bar runden das Angebot ab. Im Restaurant kann man auch speisen, ohne den Eintritt für das Museum bezahlen zu müssen.

 

> Harley-Davidson Museum und Fabrikbesichtigungen, 400 West Canal Street, Milwaukee
> Geöffnet täglich 10-16 Uhr, Mai-September ab 9 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr


 

 

 

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