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Hawaii

 

Hawaii - Big Island

HI Big Island

Die Insel, die der ganzen Inselkette und dem Bundesstaat den Namen gab, ist zwar die flächenmäßig größte des Archipels und sogar die größte Insel der USA - tatsächlich ist die größer als alle anderen Inseln zusammen gerechnet -, sie ist jedoch nicht die, auf der sich die Hauptstadt befindet und auch nicht diejenige, auf der die meisten Menschen leben. Dafür aber befindet sich hier der Hawaii Volcanoes Nationalpark, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Bundesstaats. Hawaii, das zur besseren Unterscheidung von dem Gesamtgebilde meist als Big Island bezeichnet wird, war die Heimat des Königs Kamehameha, unter dessen Regentschaft die Inseln Hawaiis vereint wurden und der seinem gesamten Königreich dann den Namen seiner Heimatinsel gab.

Big Island ist derzeit gut 10.000 Quadratkilometer groß, wächst aber beständig weiter. Schuld daran ist der Vulkan Kilauea innerhalb des Nationalparks, der seit 1983 ununterbrochen ausbricht und mit der austretenden Lava kontinuierlich neues Land schafft. Auf der anderen Seite hat die Lava auch schon einige Schäden verursacht und drei Orte komplett zerstört.

Von diesen Orten kann man heute am Beispiel von Kaimu am besten erkennen, welche Gewalt die Vulkane auslösen können und wie gelassen die Einwohner mit der ständigen Gefahr umgehen. Der kleine Ort war einmal bekannt für seinen schwarzen Sandstrand mit Kokospalmen, bis Ort und Strand 1990 endgültig unter dem dauernden Lavastrom aus dem Kilauea komplett verschwanden. Seitdem hat man die verschüttete Straße einfach auf die Lava wieder drauf gebaut, ein paar Häuser stehen dort auch und am Strand werden von Einheimischen neue Palmen gepflanzt, damit zukünftige Generationen wieder dasselbe Stranderlebnis haben können. Außer von den Vulkanen wird Big Island aber auch noch von anderer Seite bedroht. Zu nennen sind in dieser Hinsicht vor allem Erdbeben und daraus resultierende Tsunamis. Finden irgendwo im Pazifikraum schwere Erdbeben statt - wie zuletzt 2011 vor Japan - dann rufen die daraus entstehenden Tsunamis auf Hawaii oft schwere Schäden hervor. Big Island selbst hat das Potential, eine weltweite Katastrophe auszulösen: Ein Zipfel der Landmasse, der so genannte Hilina Slump, bewegt sich langsam vom Rest der Insel weg. Sollte dieses Landstück komplett abrutschen, würden ein gewaltiges Erdbeben und in der Folge ein Mega-Tsunami ausgelöst werden, die im gesamten Pazifikraum schwere Verwüstungen hervorrufen würden.

Von solchen Szenarien weitgehend unbeeindruckt leben heute rund 185.000 Menschen auf der Insel, davon sind gut 12% Ureinwohner, 23% asiatischer Herkunft und 35% Weiße. Das Durchschnittsalter der Einwohner liegt bei 39 Jahren. Die Haupteinnahmequelle von Big Island ist der Tourismus, daneben werden diverse Formen der Landwirtschaft betrieben. Angebaut werden in erster Linie Nüsse, tropische Früchte und Kaffee. Außerdem befindet sich mit der seit 1847 bestehenden Parker Ranch (Mamalahoa Highway) eine der ältesten und größten Ranches der USA auf Big Island. Von den historischen Gebäuden der Ranch sind einige für Besichtigungen geöffnet, zudem finden auf der Ranch, auf der über 30.000 Rinder zu Hause sind, ab und an Veranstaltungen statt, zum Beispiel Rodeos.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten von Big Island gehören gleich mehrere Planetarien und Zentren für Astronomie. Besonders auf dem Mauna Kea, dem höchsten Berg Hawaiis, befinden sich mehrere Teleskope, weil die Sicht hier besonders klar ist und es so gut wie keine Lichtverschmutzung gibt. Die meisten der Teleskope gehören zum Onizuka Center for International Astronomy (177 Maka’ala Street, täglich 9-22 Uhr geöffnet), das Besuchern die Möglichkeit bietet, selbst einmal auf Sonne und Sterne zu schauen; zudem gibt es einige organisierte Veranstaltungen wie geführte Touren zum Berggipfel, wofür man aber ein eigenes Allradfahrzeug mitbringen muss. Ein weiteres, öffentlich zugängliches Planetarium befindet sich im Imiloa Astronomy Center an der University of Hawaii in Hilo.

Wer sich mehr für irdische Sehenswürdigkeiten interessiert, findet im kleinen Ort Laupahoehoe nördlich von Hilo das Train Museum (Highway 19 bei Mile Marker 25), das die Geschichte der Eisenbahn auf Hawaii nacherzählt, die mit der kompletten Zerstörung der Gleisanlagen im Jahr 1946 endete. Das kleine, von Freiwilligen liebevoll geführte Museum ist werktags von 9 Uhr bis 16:30 geöffnet, am Wochenende von 10 bis 14 Uhr. In Hilo finden Besucher das Lyman House Memorial Museum (276 Haili Street, geöffnet Montag-Samstag 10-16:30 Uhr), ein kleines Museum zur Geschichte Hawaiis, das in einem 1838 erbauten Gebäude untergebracht ist. Das Museum informiert unter anderem über die Traditionen der hawaiianischen Ureinwohner und beleuchtet auch die Veränderung der Gesellschaft durch den Zuzug von Immigranten aus verschiedenen Teilen der Welt. Ein gesonderter Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit antiker chinesischer Kunst. Das historische Gebäude selbst kann in geführten Besichtigungstouren erkundet werden. Im East Hawaii Cultural Center in Hilo (141 Kalakaua Street) finden darüber hinaus immer wieder wechselnde Kunstausstellungen statt, daneben wird das Zentrum, das in einer ehemaligen Polizeistation untergebracht ist, auch für die Aufführung von Theaterstücken und für ähnliche Zwecke genutzt. Einen weiteren Einblick in die hawaiianische Geschichte erhalten Besucher im Hulihee Palace in Kailua-Kona (75-5718 Ali’i Drive). Obwohl man sich unter einem “Palast” etwas anderes vorstellt, handelt es sich dabei um ein Bauwerk, das den Mitgliedern der hawaiianischen Königsfamilie diente; es wurde 1838 als Ferienhaus errichtet. Es ist heute ein Museum und seit 1973 denkmalgeschützt.

Neben den Museen erfreut die Big Island ihre Besucher auch mit mehreren botanischen Gärten. Der Hawaii Tropical Botanical in Papaikou (27-717 Old Mamalahoa Highway, täglich 9-17 Uhr geöffnet) hat dabei ein besonders ansprechendes Ambiente vorzuweisen, denn das Gelände direkt am Meer ist mit Bächen und Wasserfällen ausgestattet. In dieser Umgebung werden rund 2000 verschiedene Pflanzenarten gezeigt, die man über einige Spazierwege entdecken kann. Der Eintrittspreis gehört allerdings zur gehobenen Kategorie. Nur ein wenig günstiger sind die Tickets in den erst 2010  eröffneten World Botanical Gardens in Hakalau (31-240 Old Mamalahoa Highway, geöffnet täglich 9-17:30 Uhr), die ebenfalls zwei sehenswerte Wasserfälle aufzuweisen haben, einer davon ist 30 Meter hoch. Die Spazierwege führen durch verschiedene Abschnitte, zu denen unter anderem ein Irrgarten für Kinder und einer mit dem Thema Regenwald gehören; wer möchte, kann sich auch mit dem Segway auf den Weg machen. Kostenlos ist der Besuch des Amy B.H. Greenwell Ethnobotanical Garden in der Nähe der Kleinstadt Captain Cook (82-6160 Mamalahoa Highway, geöffnet Dienstag-Sonntag 9-16 Uhr), um eine Spende wird allerdings gebeten. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Vorstellung der heimischen Pflanzenarten aus den verschiedenen Lebensräumen Hawaiis. Weiterhin gibt es in Kawaihae den Pua Mau Place (10 Ala Kahua, geöffnet täglich 9-16 Uhr), der an einem Berghang mit Blick aufs Meer liegt und der nicht nur Pflanzen zeigt, sondern auch mehr als 100 Vögel, die auf dem Gelände leben, zudem sind einige Skulpturen zu sehen. Noch mehr Tiere vorzuweisen hat der Zoo der Insel, Pana’ewa Rainforest Zoo in Hilo (Ecke Highway 11 und Mamaki Street, täglich geöffnet 9-16 Uhr). Der kleine Tierpark mit dem Regenwald-Thema ist Heimat von Tieren aus rund 60 verschiedenen Arten, darunter ein weißer bengalischer Tiger, der das Markenzeichen des Zoos geworden ist. Täglich am Nachmittag kann man bei seiner Fütterung zusehen.

Big Island hat natürlich noch deutlich mehr Natur zu bieten, vor allem Wasserfälle sind beliebte Touristenattraktionen. In dieser Hinsicht sind unter anderem die Rainbow Falls interessant (Foto), die im Wailuku River State Park (Waianuenue Avenue) zu finden sind. Hier fällt der gleichnamige FluHI Big Island Rainbow Fallsss über eine Höhe von gut 24 Metern in eine aus Lava geformte Höhle fällt, einem Mythos nach die Heimat einer hawaiianischen Göttin. Der Wasserfall erhält seinen Namen von der Tatsache, dass die Morgensonne über dem Wasserfall manchmal einen Regenbogen entstehen lässt. Rund 25 Kilometer außerhalb von Hilo liegen die Umauma Falls, die insofern besonders sind, als dass hier drei Wasserfälle in kurzem Abstand hintereinander liegen. Den besten Blick hat man von einem weiteren botanischen Garten aus, der Umauma Experience, die täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet ist. In diesem befindet sich auch eine lange Hängebrücke über eine Schlucht und die Möglichkeit, den Fluss mit einem Kanu zu erkunden. Kostenlos möglich ist dagegen der Blick auf die Akaka Falls, die im gleichnamigen State Park in der Nähe des Örtchens Honomu zu finden sind. Dieser Wasserfall ist mit etwa 129 Metern Höhe der höchste der Insel, er fällt in eine tiefe Schlucht. Diese kann man von mehreren Aussichtspunkten entlang der Spazierwege im State Park gut einsehen. Ein wenig unterhalb der Fälle befindet sich der Kolekole Beach Park, wo das Wasser des Flusses durch einen Regenwald fließt, in dem viele Orchideen wachsen.

Wasserfälle gibt es auch im Waipio Valley im Nordosten der Insel, hier allerdings sind sie nur ein Teil einer grandiosen Landschaft, die ein beliebtes Fotomotiv ist. An der Küstenlinie entlang erstreckt sich das Tal mit seiner üppigen grünen Bepflanzung, das etwa 600 Meter tiefer als die ebenfalls dicht bewachsene Umgebung liegt. Am Meeresufer befindet sich ein schwarzer Sandstrand, schön ist aber auch der Blick von einem Aussichtspunkt oben auf dem Berg. Das Waipio Valley war früher der Standort der Graspaläste der ehemaligen Könige Hawaiis, doch König Kahekili II ließ die historische Stätte im 18. Jahrhundert niederbrennen.


 

 

 

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