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Hawaii

 

Haleakala Nationalpark

Bereits seit dem Jahr 1916 ist das Gebiet rund um den Haleakala Crater auf der hawaiianischen Insel Maui als Nationalpark geschützt, anfangs jedoch war es ein Teil des Hawaii Volcanoes National Parks, bis es 1961 als separater Park etabliert wurde. Im Mittelpunkt des Gebiets befindet sich der gleichnamige Vulkan, der rund drei Viertel der Landmasse der Insel Maui geschaffen hat. Der Name bedeutet in der Sprache der Inselbewohner so viel wie “Haus der Sonne” und der hawaiianischen Folklore zufolge ist der Berg die Heimat der Großmutter des Halbgottes Maui. Der Haleakala erreicht eine Höhe von 3055 Metern und ist ein ruhender Vulkan, der nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zuletzt im Mittelalter ausgebrochen ist.

HI Haleakala National Park

Die wichtigste Sehenswürdigkeit des Nationalparks ist der Krater des Vulkans, der eigentlich kein Krater ist. Geologisch betrachtet ist dieser nämlich nicht vulkanischen Ursprungs, sondern ist entstanden, als zwei Täler in Folge von Erosion zusammenwuchsen. Das Landschaftsbild wird bestimmt von vulkanischem Gestein und mehreren verschiedenen Ökosystemen. Die Vielfalt der Landschaften entsteht aus den unterschiedlichen Höhenlagen innerhalb des Nationalparks und aus der Tatsache, dass sowohl eine dem Wind zugewandte und eine abgewandte Seite zum Park gehören. In den untersten Höhenlagen befinden sich sowohl der Lebensraum am Ufer des Ohe’o Flusses als auch eine Zone mit verhältnismäßig trockenem und nur noch in Resten vorhandenen Wald. Etwas höher befindet sich der Regenwald mit bis zu sechsmal mehr Niederschlag als in den unteren Regionen und noch darüber liegen die Zonen mit subalpinem Bewuchs und das karge Gebiet in der höchsten Zone.

Die Regenwaldgebiete im Bereich Upper Kipahulu werden dabei als naturwissenschaftliches Forschungsgebiet behandelt und besonders geschützt; hier gibt es keine Wege, über die Besucher den Abschnitt erkunden können. Mit Zäunen sorgen die Park Rangers zudem dafür, dass Wildschweine, die in dieser Gegend eigentlich nicht heimisch sind, in dieses Gebiet eindringen und das Gleichgewicht des Lebensraums stören, denn diese würden den Boden aufwühlen und so zur Erosion beitragen. Trotz solcher Maßnahmen hat der Haleakala National Park noch immer genug Natur auch für Besucher zu bieten. So kann man zum Beispiel bei den hier vorkommenden Pflanzenarten erkennen, wie sich diese über Mutationen an den neuen Lebensraum angepasst haben. Darüber hinaus gibt es einen Hain mit eigentlich nicht hier heimischen Pflanzen, die während eines botanischen Experiments hier angepflanzt worden waren, zum Beispiel Eukalyptus; den sogenannten Hosmer’s Grove, den man über einige Wanderwege erschließen kann. Bei den Tieren sind insbesondere zwei Arten von Wasservögeln interessant, die ihre Nistplätze im Nationalpark haben, der Hawaiianische Sturmvogel und die Hawaiigans. Beide gelten als stark gefährdet.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass die meisten Besucher wegen des einzigartigen Landschaftsbildes in den Park kommen. Der knapp 800 Meter tiefe Krater des Haleakala lockt die ersten Gäste schon früh morgens an seinen Rand, wenn man von hier oben einen fantastischen Sonnenaufgang erleben kann, während man selbst oft über der Wolkengrenze steht. Auch der Sonnenuntergang am Nachmittag lockt in der Regel viele Besucher auf den Berg. Auch in der Dunkelheit lohnt sich ein Besuch, denn die Region ist bekannt dafür, eine extrem niedrige Lichtverschmutzung zu haben und eignet sich damit hervorragend für astronomische Beobachtungen. Der höchste Punkt am Kraterrand ist über die erlebenswerte State Road 378 leicht zu erreichen, allerdings sollten sich Besucher darauf vorbereiten, dass oben deutlich kühlere Temperaturen herrschen als am Fuß des Vulkans. 

Im Bereich rund um den Gipfel sind viele Kilometer Wanderwege ausgewiesen, die sowohl kurze Spaziergänge als auch längere Erkundungstouren ermöglichen. Auch Trips über Nacht sind möglich, für die Übernachtung stehen einige rustikale Hütten und zwei große Campingplätze zur Verfügung. Darüber hinaus ist Campen auch außerhalb der ausgewiesenen Plätze möglich. Die dafür erforderliche Genehmigung bekommt man in den Besucherzentren des Parks, von denen es drei gibt. Eines befindet sich in der Nähe des Gipfels und ist von 6 bis 15 Uhr täglich geöffnet, das Hauptquartier etwas weiter unten öffnet täglich von 7 bis 15:45 Uhr. Das dritte Zentrum befindet sich im anderen Teil des Nationalparks, dem Abschnitt Kipahulu, und ist von 9 bis 17 Uhr täglich verfügbar.

Der Parkabschnitt Kipahulu beschäftigt sich mit dem Ökosystem an der Küste. Diesen Bereich erreicht man nicht auf direktem Weg von dem anderen Abschnitt aus, sondern man muss über eine anspruchsvolle Küstenstrasse fahren, den Hana Highway. Auch hier laden einige Wanderwege zur Erkundung ein, so kann man zum Beispiel dem Lauf des Baches Palikea folgen, der auch den sehenswerten Wasserfall Waimoku überwindet. Interessant sind auch die vielen kleineren Wasserpools, die im Verlauf geformt werden und in denen viele Besucher die Gelegenheit zum Baden nutzen. Da hier Springfluten vorkommen können, sollte man dabei aber Vorsicht walten lassen. An der Küste gibt es keine geeignete Stelle, an der man zum Schwimmen ins Wasser gehen kann, dafür kann man hier aber mitunter Delfine, Wale und Schildkröten beobachten. Für Übernachtungen steht auch im Abschnitt Kipahulu ein weiterer Campingplatz zur Verfügung.   

 

 

Weitere Informationen zum Haleakala Nationalpark auf den Webseiten des National Park Service.


 

 

 

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