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Hawaii

 

Maui

HI Maui Kahakuloa Head

Auf der nach der Fläche zweitgrößten Insel Hawaiis leben derzeit rund 144.000 Menschen; eine Zahl, die sich seit den 1980er Jahren verdoppelt hat. Maui gewinnt beständig an Einwohnern und Touristen und hat mit Kahului, dem schnell wachsenden Kihei und Wailuku drei nennenswerte Ballungszentren. Maui wurde der Legende zufolge nach einem polynesischen Halbgott benannt und trägt den Beinamen “Valley Isle”, weil sich zwischen den Vulkanbergen der Insel so viele Täler (valleys) befinden. Die Insel formiert sich aus zwei Schildvulkanen , die miteinander verbunden sind und von denen der östliche eine Höhe von 3055 Metern erreicht.

Misst man den Vulkan dagegen vom Meeresgrund an, so ergibt sich eine stattliche Höhe von rund 8000 Metern - damit wäre der Haleakala einer der höchsten Berge der Welt. Der andere Hauptvulkan, aus dem die Insel besteht, ist zu einem guten Teil erodiert und hat sich in mehrere Gipfel aufgeteilt, die zusammen die West Maui Mountains ergeben, von denen der Pu’u Kukui mit 1764 Metern die höchste Erhebung ist. Das Gebirge ist geologischen Erkenntnissen zufolge aus drei mächtigen Vulkaneruptionen entstanden, von denen die letzte vor etwa einer halben Million Jahren stattgefunden hat. Ein Teil der Berge ist in einem Naturschutzgebiet organisiert, das allerdings im privaten Besitz der Maui Land & Pineapple Company ist. Der Haleakala auf der anderen Seite hat etwa drei Viertel der Landfläche Mauis geformt.  Nach einer hawaiianischen Sage ist der Gipfel des Bergs die Heimat der Großmutter des Halbgotts Maui. Der höchste Punkt des Vulkans, Red Hill genannt, ist ein beliebtes Ausflugsziel, denn von hier oben schaut man in einen steilen, 800 Meter hohen Abgrund hinab. Diese einzigartige Landschaft ist im Haleakala Nationalpark organisiert.

Zunächst von Polynesiern besiedelt, erfolgte 1778 der erste Kontakt der Urbevölkerung mit einem Europäer. Der Engländer James Cook betrat die Insel zwar nicht, weil er keine geeignete Anlegestelle fand, er gilt dennoch als der “Entdecker” Mauis. Auf Cook folgte der französische Admiral de La Pérouse, der im Mai 1786 an Land ging. 1790 gelang dem König der Big Island, Kamehameha I, die Invasion auf der kleinen Nachbarinsel. Entscheidender für die historische Entwicklung war aber die Tatsache, dass in den folgenden Jahren europäische Missionare, oft vom amerikanischen Festland übersiedelnd, nach Maui kamen. Zwar verboten diese Missionare den Einheimischen althergebrachte Traditionen wie den Hula, andererseits sorgten sie aber auch für den Erhalt der Kultur, indem sie beispielsweise damit begannen, die Geschichte der Insel aufzuschreiben oder indem sie Schulen errichteten. In jener Zeit verdienten die Menschen auf der Insel ihren Lebensunterhalt zu einem großen Teil als Walfänger, und obwohl die Umweltverschmutzung den Lebensraum unter Wasser inklusive der Korallenriffe nachhaltig verändert haben, wird die Insel auch heute noch mit Walen in Verbindung gebracht.

Maui ist dafür bekannt, ein guter Ort für Walbeobachtungen zu sein. Das trifft jedoch nur in den Wintermonaten zu, wenn viele Buckelwale aus den Gewässern um Alaska hierher schwimmen, um im wärmeren Wasser des flachen Au’au Channel zwischen den Inseln zu überwintern. Zahlreiche Anbieter haben Beobachtungstouren im Programm. Spätestens im April machen sich die Tiere dann allerdings wieder auf den rund 5600 Kilometer langen Weg zurück in ihre Heimat.

Der Walfang wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts durch den Anbau von Zuckerrohr als wichtigste Industrie abgelöst und heute sind es der Tourismus - jährlich werden mehr als 2,5 Millionen Besucher auf Maui begrüßt - und die Landwirtschaft, die für die heimische Wirtschaft die wichtigsten Rollen spielen. Angebaut werden in erster Linie Kaffee, Nüsse, Ananas und Blumen, auch Zuckerplantagen gibt es immer noch. In den letzten Jahren gab es eine beachtliche Zunahme von Jobs im Forschungs- und Technologiebereich. Der Tourismus konzentriert sich in erster Linie auf den 11.700 Einwohner zählenden Ort Lahaina im Westen der Insel, die ehemalige Hauptstadt des Königreichs Hawaii und ehemals einer der wichtigsten Orte für den Walfang. Der historische Stadtkern, vor allem die Front Street, ist der Ort, an dem man zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Bars findet; die Bebauung hier stammt zu einem großen Teil aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ein Abschnitt des Gebiets an der Kreuzung von Front Street und Canal Street ist als historischer Bezirk ausgewiesen. Zu sehen gibt es hier vor allem den früheren Standort des Lahaina Fort, das 1832 auf Geheiß von Königin Ka’ahumanu zum Schutz Mauis errichtet worden war und später unter anderem als Gefängnis und als Wohnsitz für den Gouverneur von Maui diente. Das Originalgebäude wurde 1854 abgerissen. 1964 wurde an der Stelle ein originalgetreuer Nachbau einer Wand des Forts errichtet. Am Ende der Front Street befindet sich die Anlegestelle, von der aus diverse Varianten von Schiffstouren starten. Lahaina ist darüber hinaus jedes Jahr Schauplatz wichtiger Sportveranstaltungen in Golf, Basketball und Segeln.

Während es in und um Lahaina diverse Hotels und andere Unterkünfte gibt, konzentriert sich der Kreuzfahrttourismus auf Kahului, wo sich auch der Flughafen der Insel befindet. Mit gut 26.000 Einwohnern ist Kahului die größte Stadt der Insel und in vielerlei Hinsicht ihr Zentrum, zum Beispiel befinden sich hier viele Einkaufsmöglichkeiten. Zu den Sehenswürdigkeiten hier zählen die Maui Nui Botanical Gardens (150 Kanaloa Avenue), ein kleiner botanischer Garten, der in die Dünenlandschaft gebaut worden ist und der sich um den Erhalt heimischer Pflanzen bemüht. Viele Touristen interessieren sich auch für die Kanaha Pond State Wildlife Sanctuary (Amala Road), ein Naturschutzgebiet, der auf dem Gelände eines früheren königlichen Fischteichs entstanden ist. Das Feuchtgebiet in der Nähe des Hafens ist heute Brut- und Rückzugsgebiet für mehrere heimische Vogelarten, deren Bestand zum Teil bedroht ist. Im winzigen Ort Pu’unene im Umkreis von Kahului befindet sich darüber hinaus das durchaus interessante Alexander & Baldwin Sugar Museum (3957 Hansen Road, geöffnet täglich 9:30-16 Uhr), das einen Einblick in Geschichte und Tradition des Anbaus von Zuckerrohr in Hawaii gibt und auch einen Blick darauf wirft, wie sich diese Form der Landwirtschaft auf die Umwelt auswirkt.

Während die wichtigste Touristenattraktion auf Maui die sehenswerten Landschaften des Haleakala National Parks im Süden der Insel sind, wo jährlich rund eine Million Besucher registriert werden, nutzen viele Touristen die Möglichkeit, einen Eindruck von der Vielfalt der gesamten Insel zu bekommen, indem sie den so genannten Hana Highway befahren. Dabei handelt es sich um einen gut 100 Kilometer langen Abschnitt der State Routes 36 und 360, die zwischen Kahului und dem Ort Hana an der östlichen Küste liegt. Schon wenn man die vielen lohnenden, sehenswerten Punkte entlang der Strecke missachtet, muss man rund 2,5 Stunden für die Fahrt einplanen, denn die Straße führt nicht nur über knapp 60 Brücken, von denen die meisten nur eine Spur haben, sondern auch durch mehr als 600 Kurven. Allerdings werden Fahrer entlang der Route zahllose lohnende Punkte entdecken, an denen man eine Pause einlegen möchte, denn man fährt nicht nur meilenweit durch den Regenwald, sondern passiert dabei auch unzählige Aussichtspunkte und Wasserfälle.

Die Fahrt lohnt sich aber nicht nur wegen des Weges, sondern auch wegen des Ziels. Hana, einer der abgelegensten Orte der Insel, war einst ebenfalls Standort von Zuckerplantagen und zählt heute rund 1200 Einwohner. Charles Lindbergh zog 1970 nach Hana und liegt im benachbarten KipahuluHI Maui Waianapanapa State Park begraben. Während einige Touristen die - noch herausforderndere - Straße bis nach Kipahulu weiterfahren, bleiben die meisten in Hana und genießen die wunderbaren Strände aus schwarzem Sand, die das Städtchen zu bieten hat. Besonders zu erwähnen ist der Waianapanapa State Park (Foto), in dem sich auch einige Kolonien von Seevögeln eingenistet haben. Daneben gibt es einige interessante, aus Lava entstandene Formationen im Wasser, darunter auch eine natürliche Brücke; ein weiteres Stück Regenwald und einen so genannten Heiau, einen Tempel der hawaiianischen Religion. Im State Park sind Toiletten und Frischwasser vorhanden, es besteht auch die Möglichkeit für Camping. Weitere Sehenswürdigkeiten von Hana sind die botanischen Gärten der Kaia Ranch (470 Ulaino Road), der zwar recht klein ist, aber eine schöne Auswahl heimischer und polynesischer Pflanzen zeigt und der Kahanu Garden (650 Ulaino Road). Letzterer ist etwas größer und kann sowohl auf eigene Faust als auch in einer Führung erkundet werden. Neben den prächtigen Pflanzen gibt es hier auch die Lavafels-Formation Pi’ilanihale zu sehen, einer der ältesten Gebetstempel (Heiau) Hawaiis.

Der zweitgrößte Ort Mauis, das knapp 21.000 Einwohner zählenden Kihei, lockt Besucher vor allem mit mehreren schönen Stränden, die mit ihrer Sauberkeit und ihrer schönen Szenerie punkten können, die allerdings in der Saison auch recht voll werden können. Zudem unterhält die National Oceanic & Atmospheric Administration ein Besucherzentrum, das National Marine Sanctuary (726 South Kihei Road), in dem Gäste viel über Wale, die Lebensräume und andere Meeresbewohner rund um Hawaii erfahren können und von wo aus auch Beobachtungs- und Erkundungstouren angeboten werden. Man kann allerdings während der Saison schon von der Terrasse des Centers aus die Wale im Wasser vor Maui sehen. Für Naturliebhaber weiterhin interessant ist die Kealia Pond National Wildlife Refuge (Mokulele Highway, Milepost 6), ein Feuchtgebiet, in dem unzählige Vogelarten ihre Heimat haben. Mitunter gibt es auch Vögel zu sehen, die aus Asien oder Alaska hierher gekommen sind. Die beste Zeit zur Beobachtung ist ganz früh am Morgen.


 

 

 

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