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Hawaii

 

Oahu

HI Oahu Lanai Lookout

Oahu ist der Fläche nach die drittgrößte der Inseln Hawaiis, doch sie ist diejenige mit der höchsten Einwohnerzahl; rund 950.000 Menschen leben hier, das entspricht etwa 75% der Gesamtbevölkerung des Bundesstaats. Das liegt zum größten Teil daran, dass auf Oahu Hawaiis Hauptstadt Honolulu liegt. Die meisten Touristen, die nach Hawaii kommen, verbringen zumindest einen Teil ihrer Zeit auf Oahu, denn nach Honolulu gibt es die besten und meisten Flugverbindungen vom amerikanischen Festland aus. Mit einer Gesamtfläche von rund 1500 km² und einer Küstenlinie, die insgesamt 365 Kilometer lang ist, ist Oahu auf der Liste der größten Inseln der USA die Nummer 20. An ihrer längsten Stelle ist Oahu 71 Kilometer lang und bis zu 48 Kilometer breit. Die höchste Erhebung ist Mount Ka’ala mit 1220 Metern.

Mount Ka’ala ist ein Teil des Gebirgszugs der Waianae Range, die sich im Westen der Insel erstreckt. Die Berge dieser Kette entstammen alle aus nur einem Vulkan. Gegenüber, auf der östlichen Seite Oahus, liegt die Ko’oalu Range. Diese beiden Vulkane formten, mit dem dazwischen liegenden Tal, die gesamte Insel Oahu.

Honolulu ist in vielerlei Hinsicht das Zentrum der Insel. Hier konzentrieren sich Geschäfte, Restaurants und Hotels, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen, insbesondere im Stadtteil Waikiki mit seinen Stränden. Viele Touristen verbringen ihren gesamten Hawaii-Aufenthalt in der Großstadt, die allerdings wenig mit dem Postkartenidyll gemein hat, das man von Hawaii als Destination erwartet. Diese Landschaften findet man eher an der sogenannten Windward Coast rund 20 Kilometer nordöstlich von Honolulu. Dorthin gelangt man von Honolulu aus über den Pali Highway (Highway 61), wo man oberhalb der Tunnel am Berg Nu’uanu Pali einen schönen Panoramablick genießen kann.

Das Zentrum dieses klimatisch deutlich feuchteren Abschnitts der Insel ist die Stadt Kailua mit rund 38.600 Einwohnern. Die Stadt dient in erster Linie als Wohnstadt. Hier befindet sich eine große Marinebasis, an der über 9000 Soldaten stationiert sind, vor allem aber Lanikai Beach, der mit seinem feinen, weißen Sand als einer der besten Strände der USA gilt und oft für Modeaufnahmen genutzt wird. Der nur knapp einen Kilometer lange Lanikai Beach ist zwar öffentlich zugänglich, es gibt aber keine touristische Infrastruktur und keine festen Parkplätze. Anders dagegen Kailua Beach: Der sichelförmige, vier Kilometer lange Strand landet in Rankings ebenfalls oft weit vorne und ist wegen seiner Winde und Wellen vor allem bei Surfern beliebt. In Kailua befindet sich das Gebäude namens Plantation Estate, in dem Präsident Obama mit seiner Familie seit 2008 die Weihnachtsferien verbrachte und das deswegen auch als “Winter White House” bezeichnet wird.

Orientiert man sich von Kailua aus in Richtung Norden, so erreicht man den Abschnitt Oahus, der als North Shore bezeichnet wird und der sozusagen den Gegenpol zum geschäftigen Treiben rund um Honolulu darstellt. Hier ist alles ein wenig ruhiger und entspannter, Touristenströme sieht man hier selten. Der Hauptort dieses Abschnitts ist der 4000-Einwohner-Ort Haleiwa. Nur ein paar Schritte vom Zentrum des Orts entfernt befindet sich der Hale’iwa Beach Park, ein Strand mit Spielplatz, Sportfeld und Wellen, die häufig Schauplatz hochkarätiger Surfwettbewerbe sind. Generell sind die Gewässer an der North Shore - vor allem im Winter - weniger zum Baden geeignet und eher als Surfrevier anzusehen. Für den Weg in Richtung North Shore bietet sich die Route über die Küstenstraße State Route 83 (dem Kamehameha Highway) an, denn dann kommt man am Ort Ka’a’awa vorbei. In der Nähe dieses kleinen Ortes befindet sich die Kualoa Ranch. Auf dieser werden verschiedene Touren durch die Umgebung angeboten und diese ist durchaus sehenswert, denn der dichte Dschungel hier ist schon als Hintergrund für Filmproduktionen wie die Serie “Lost” oder den Film “Jurassic Park” genutzt worden.

Während der Tourismus im Norden der Insel also noch eine - wenn im Vergleich zum Süden Oahus auch deutlich geringere - Rolle spielt, so ist davon an manchen Orten der sogenannten Leeward Coast, der trockeneren und heißeren Seite der Insel, fast gar nicht mehr zu sehen. Diese Seite Oahus gehört in erster Linie den Einheimischen und außer ein paar Ferienwohnungen gibt es hier kaum Unterkünfte für Besucher. Diejenigen, die trotzdem hierher finden, interessieren sich in erster Linie für ein interessantes Angebot an Wanderwegen, daneben für Strände und Surfgelegenheiten. Ganz abgelegen und über die letzten Kilometer nur zu Fuß erreichbar ist der Ka’ena Point an der westlichsten Spitze Oahus. Für den beschwerlichen Weg dorthin wird man belohnt mit einem wunderbaren Ausblick auf einige der höchsten Wellen Hawaiis - Wellen mit über 20 Metern Höhe sind hier schon beobachtet worden. Jegliche Wassersportaktivitäten sind wegen der Strudel und Strömungen hier aber sehr gefährlich. Ein wenig vor dem Ka’ena Point liegt der gleichnamige State Park, wo es einen Strand und morgens häufig die Gelegenheit zum Beobachten von Delfinen gibt. Etwas weiter südlich, erreichbar über den Farmington HIghway, die Route 93, befindet sich der Makaha Beach Park mit seinem goldgelben, rund 1,5 Kilometer langen Sandstrand. Dieser ist besonders zum Schnorcheln eine gute Adresse, man sollte allerdings während der Sommermonate kommen, wenn das Wasser im Allgemeinen ruhiger ist. Entlang der Küste befinden sich hier einige kleinere Orte wie Nanakuli, Maili oder Waianae, die jedoch so gut wie keine touristischen Einrichtungen vorweisen können.

Zurück Richtung Honolulu führt der Weg an Kapolei vorbei, einem in den 1980er Jahren als zweitem urbanen Zentrum geplanten Ort mit heute gut 15.000 Einwohnern, Tendenz steigend. Die Stadt entstand dort, wo einst große Ananas- und Zuckerrohrplantagen zu finden waren. In der Nähe von Kapolei befinden sich die Beach Parks Ko Olina und Barbers Point. Letzterer lädt wegen seiner Lage und dem schwierigen Einstieg ins Wasser nicht unbedingt zum Baden ein, hat aber mit dem Barbers Point Light noch eine Sehenswürdigkeit aufzuweisen. Der Leuchtturm in zylindrischer Form wurde 1933 erbaut und ist seit 1964 automatisiert. Die weitere Strecke zurück in die Hauptstadt führt dann über den Freeway H1 vorbei an Pearl Harbor und dem Denkmal der USS Arizona. Wer später von Honolulu aus noch einmal einen Abstecher ins Innere der Insel unternehmen möchte, findet den heute rund 17.800 Einwohner zählenden Ort Wahiawa, wo im 19. Jahrhundert die Firma Dole gegründet wurde. Neben dem angeblich größten Labyrinth der Welt kann man auf der Dole Plantation auch die eigentliche Plantage mit vielen Ananassträuchern und einigen anderen heimischen Pflanzen in geführten Touren besichtigen.


 

 

 

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