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Hawaii

 

Geschichte

King David Kalakaua

Hawaii unterscheidet sich nicht nur seiner geographischen Lage und seiner einzigartigen Landschaften wegen von den anderen Bundesstaaten der Union, sondern auch wegen der wechselvollen Geschichte.

Die vulkanisch entstandenen Inseln wurden zwischen 300 und 600 zunächst von Polynesiern besiedelt. Der erste Entdecker aus anderen Teilen der Erde war James Cook, der 1778 zum ersten Mal nach Hawaii kam. Trotz der Entdeckung durch die Europäer aber blieben die Inseln unabhängig und hatten ihre jeweils eigenen Häuptlinge. Bis 1816 verstanden sich die Inseln als unter britischem Schutz stehend; bereits ab 1810 gab es mit Kamehameha I den ersten gemeinsamen König des Archipels. Wenig später kam es, unter dem Einfluss britischer Missionare, zur weitgehenden Abkehr von der traditionellen Naturreligion hin zum Christentum.

Dies führte auch zu einer Veränderung der Gesellschaftsordnung, dokumentiert in der 1840 von Kamehameha III erlassenen Verfassung. Es begann eine Annäherung an die USA, mit denen 1874 ein Abkommen zum zollfreien Handel geschlossen wurde.

Das monarchische System endete 1893 mit dem Sturz der Königin Lilioukalani, nachdem es zuvor zu stetig wachsender Kritik an der Amtsführung von deren Vorgänger, König David Kalakaua (Foto) und zu lauten Forderungen der Untertanen nach mehr Demokratie gekommen war. Kalakaua hatte in einer Ergänzung zum Handelsabkommen von 1874 den USA gestattet, eine dauerhafte Militärpräsenz in Pearl Harbor zu eröffnen, was ebenfalls von vielen Hawaiianern kritisch gesehen wurde. Königin Lilioukalani hatte sich dann schließlich in dem Versuch, die Stimmung wieder umzuwandeln, mit einer Änderung der Verfassung zugunsten der Hawaiianer den Unmut der zahlreichen Europäer und Amerikaner auf den Inseln zugezogen, die daraufhin ein Komitee mit dem Ziel der Absetzung der Königin und der Annektierung durch die USA bildeten. Dem von diesem Komitee ausgehenden Druck beugte sich die Königin schließlich kampflos.

US-Präsident Grover Cleveland betrachtete dieses Vorgehen später als falsch, versuchte die Königin wieder ins Amt zurückkehren zu lassen und ließ schließlich eine Kommission des Senats über die Entwicklungen rund um den Umsturz entscheiden. Die Senatskommission beanstandete die Vorgänge jedoch nicht. Am 4. Juli 1894 rief Präsident Sanford Dole die Republik Hawaii aus. Unter Clevelands Nachfolger William McKinley wurde Hawaii 1898 durch die USA annektiert und in der Folge als United States Territory organisiert.

Mit diesem Status bedeutete der japanische Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 einen Angriff auf amerikanischem Staatsgebiet, der dann zum Eintritt des Landes in den Zweiten Weltkrieg führte. Erst 1959 schuf US-Präsident Dwight D. Eisenhower die Voraussetzungen für eine Anerkennung Hawaiis als Bundesstaat. Nachdem eine Abstimmung auf den Inseln mehr als 90% Zustimmung zum Beitritt brachte, wurde Hawaii im August 1959 der 50. und bisher letzte Bundesstaat der USA. Dennoch sehen viele Hawaiianer die Umstände des Sturzes der Monarchie nach wie vor kritisch, so dass es bis heute vereinzelte Bemühungen um eine Unabhängigkeit Hawaiis und den Austritt aus dem Staatenbund gibt.


 

 

 

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