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Hurrikan Katrina

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Der Hurricane Katrina, der im August 2005 die amerikanische Golfküste heimsuchte, ging als das Unwetter mit der höchsten Schadensumme in die Geschichte ein. Der Sturm und seine Folgen sorgten weltweit für Schlagzeilen, weil Katrina die Stadt New Orleans zu weiten Teilen unter Wasser setzte, Zehntausende Bewohner ihre Behausungen verloren und über Tage unter schlechten Bedingungen in Notunterkünften leben mussten. In der Folge der Katastrophe musste beinahe die gesamte Stadt evakuiert werden, hunderte Menschen kamen ums Leben und viele Tausend flüchteten aus New Orleans, oft für immer.

 Der Sturm formierte sich über den Bahamas am 23. August 2005 und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem gewaltigen Hurrikan, der am 28. August - nach einer vorübergehenden Abschwächung nach einem ersten Auftreffen auf Land in Florida - die Stärke 5 und Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h erreichte. Bereits zuvor war die Coast Guard in Alarmbereitschaft versetzt worden und Präsident Bush hatte den Notstand für einige Regionen in Louisiana, Alabama und Mississippi ausgerufen. Eine weitere Verschärfung der Lage bewirkte, dass erste Befürchtungen laut wurden, die Deiche der zum Teil unterhalb des Meeresspiegels gelegenen Stadt New Orleans könnten den erwarteten Fluten nicht stand halten. Am 27. August sprach der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, eine Empfehlung zur Evakuierung aus, einen Tag darauf veröffentlichte der National Weather Service  eine drastische Warnung, in der schwerste Schäden für die Stadt vorhergesagt wurden. Nagin wandelte seine Empfehlung daraufhin in eine angeordnete Evakuierung um.

Am 29. August traf Katrina nahe der Ortschaft Buras, Louisiana erenut auf Festland. Bereits am Tag zuvor waren meterhohe Flutwellen auf die Küste Louisianas geprallt. Dies sollte, zusammen mit dem starken Niederschlag, der vor allem den oberhalb von New Orleans gelegenen Lake Pontchartrain zum starken Ansteigen brachte, die eigentliche Katastrophe auslösen. Während das Auge des Sturms New Orleans nur am Rand streifte - immer noch mit genügend Stärke, um mehrere Brücken einzureißen -, stellte sich schnell heraus, das die von zwei Seiten auf New Orleans drückenden Wassermassen nicht genug würden eingedämmt werden können. Insgesamt brachen 53 Dämme rund um die Stadt und setzten den beliebten Touristenort bis zum 30. August zu mehr als 80% unter Wasser. Insbesondere der Ninth Ward, ein Stadtviertel, in dem vornehmlich die ärmere Bevölkerung lebte, stand bis zu den Dächern unter Wasser. Während fast alle Zufahrtstraßen unpassierbar waren, gingen tagelang Bilder von Menschen um die Welt, die auf den Dächern ihrer Häuser auf Hilfe warteten. Zugleich wurden in den Straßen der Stadt mehr als 700 Leichen gefunden, die geborgen werden mussten. Die Durchführung dieser Aufgaben litt aber darunter, dass die in der Stadt verfügbaren Ordnungskräfte oftmals zur Eindämmung der Plündereien eingesetzt werden mussten.

Beschädigungen durch den Wind waren an vielen Gebäuden zu erkennen, unter anderem am Superdome, dem als Notunterkunft für die in New Orleans zurück gebliebenen dienenden Sportstadion. Zwar waren 90% der Einwohner evakuiert und teilweise weit entfernt in anderen Bundesstaaten untergebracht worden, doch vor allem die ärmere Bevölkerung ohne die finanziellen Mittel zur Flucht, Alte und Kranke waren in New Orleans geblieben. Schnell entwickelten sich innerhalb des Gebäudes, in dem bis zu 30.000 Menschen untergebracht wurden, untragbare Zustände ohne ausreichende Versorgung. Die Menschen, die hier Schutz gefunden hatten und nicht in ihre zerstörten Wohnungen zurückkehren konnten, wurden ab dem 31. August in den Astrodome  nach Houston gebracht.

Die schlechte Vorbereitung der Evakuierungsmaßnahmen, die zu Tage getretene Schwäche des Dammsystems rund um New Orleans und die Verzögerungen in der Hilfeleistung für die Stadt und ihre Bewohner in Folge von Hurricane Katrina sorgten für herbe Kritik an den Verantwortlichen in der Stadt, im Katastrophenschutz und in der Regierung in Washington. Ray Nagin, Bürgermeister von New Orleans, errang internationale Bekanntheit und großen Respekt in der Bevölkerung, als er die Regierung mit harten, deutlichen Worten wegen der ausbleibenden Unterstützung kritisierte.

Insgesamt hatten etwa 1,5 Millionen Menschen die gefährdeten Gebiete in Louisiana evakuiert. Für New Orleans, das vor der Katastrophe noch mehr als 450000 Einwohner zählte, wurden bei einer Schätzung im August 2007, nur noch bei 273.000 Menschen eingestuft. Viele Bürger, die in anderen Städten untergebracht worden waren, kehrten nach dem Hurrikan nicht mehr in die Stadt zurück, zum Teil auch bedingt durch die Tatsache, dass die sozialen Wohnprojekte, in denen die ärmere Bevölkerung untergebracht worden war, nach Katrina nicht wieder instand gesetzt wurden. Der Sturm kostete insgesamt mehr als 1800 Menschenleben, davon knapp 1600 in Louisiana.


 

 

 

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