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Bureau of Indian Affairs

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Das Bureau of Indian Affairs BIA, eine Behörde der US-Bundesregierung, besteht seit 1824 und ist seit 1849 ein Teil des Department of the Interior, also des Innenministeriums. Zuvor gehörte das BIA zum Kriegsministerium, von dessen ehemaligen Leiter John C. Calhoun es gegründet worden war. Schon zuvor allerdings hatte die amerikanische Regierung vergleichbare Einheiten unterhalten, deren Aufgabe es war, die Verträge mit den Indianervölkern auszuhandeln, die letztlich zu deren Umsiedelung geführt hatten, die wiederum ebenfalls in weiten Teilen durch das BIA organisiert wurde.

Nachdem die Umsiedelung der Menschen abgeschlossen war und sich die Indianer an die neuen Lebensumstände anpassen mussten, wandelten sich Struktur und Art der Aufgaben für die Behörde das erste Mal.

Plötzlich mussten die Indianer, die bisher der weiteren Entwicklung der jungen Einwanderungsnation im Wege standen und mit denen sich die Armee immer wieder Feuergefechte lieferte, von  den Behörden versorgt und betreut werden. Zu diesem Zweck nutzte das BIA so genannte Indian Agents, die in den Reservaten bald jeglichen Aspekt indianischen Lebens kontrollierten und organisierten, zum Beispiel Bildung, medizinische Versorgung, Landvergabe oder Rechtsprechung. Je nachdem wie erfolgreich die eingesetzten Agenten dieser Aufgabe nachgingen, prägte sich das Bild des Bureau in den indianischen Völkern, die dem Amt wegen dessen Rolle in der Umsiedelung ohnehin kritisch gegenüber standen.  Die Indianer fühlten sich kontrolliert und bevormundet, teilweise drangsaliert und sogar betrogen. Bis heute gibt es gerichtliche Verfahren von Stämmen gegen das BIA, in denen diesem die Veruntreuung von Geldern und Gütern vorgeworfen wird.

Trotz der Kritik wurden die Zuständigkeiten des Bureau of Indian Affairs zunehmend erweitert. Anfang des 20. Jahrhunderts gewann der Aspekt der wirtschaftlichen Entwicklung der Indianerreservate zunehmend an Bedeutung und das BIA beschäftigte sich nun auch mit Landwirtschaft, Wohnungsbau und der Verwaltung von Ländereien. Ab den 1970er Jahren wurde die Behörde dann entlastet und einige Aufgaben an andere Behörden verteilt. So ging zum Beispiel die Verantwortlichkeit für die medizinische Versorgung an das Gesundheitsministerium, für die Themen Bildung und Schule wurde das Bureau of Indian Education geschaffen, das heute mehr als 200 Bildungseinrichtungen für etwa 60000 Schüler und Studenten andesweit betreibt.

Heute versteht sich das Bureau of Indian Affairs nicht als Aufsichts- und Kontrollbehörde, sondern als beratende Stelle zur weiteren Entwicklung der sich selbst verwaltenden Reservate. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass die Positionen innerhalb des BIA heute fast ausschließlich mit Native Americans besetzt sind, darunter alle leitenden Positionen. Als Hauptaufgabe sieht die Behörde inzwischen die Verbesserung des Lebensstandards, die Erweiterung der wirtschaftlichen Möglichkeiten und den Schutz und die Verwaltung der etwa 26 Millionen Hektar indianischen Landes.


 

 

 

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