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Neben den offiziell von der Regierung anerkannten Indianervölkern gibt es weitere Stämme, die sich um Anerkennung bemühen, die erforderlichen genealogischen Nachweise ihres Volkes aber bisher nicht erfolgreich erbringen konnten, sowie Völker, die auf Ebene der Bundesstaaten Anerkennung erlangt haben, aber noch nicht auf nationaler Ebene. Insgesamt zählt die Regierung derzeit etwa 2,79 Millionen Ureinwohner in den USA, von denen die Navajo, Cherokee, Choctaw, Sioux, Chippewa, Apache, Blackfeet, Iroquois und Pueblo die größten Volksgruppen bilden. Der weitaus überwiegende Teil der indianischen Bevölkerung hat heute kein rein indianische, sondern eine gemischte Herkunft.
Die größten Bevölkerungsanteile stellen die Native Americans in den Bundesstaaten California, Arizona und Florida; in diesen drei Staaten lebt mehr als ein Drittel der gesamten indianischen Bevölkerung der USA. Heute sehen sich die Ur-Amerikaner einer Vielzahl gesellschaftlicher Probleme gegenüber - unter anderem hoher Arbeitslosigkeit, Armut, hohe Krankheitsraten, schlechte Bildung - die eine Versorgung der Menschen über die Behörden in vielen Fällen unumgänglich macht. Viele Stämme haben das Angebot von Glücksspiel in ihren Reservaten zu ihrer Haupteinnahmequelle gemacht - in Connecticut zum Beispiel betreiben die Pequot und die Mohegans zwei der größten Casinos der Welt -, doch viele Indianer sehen darin eine Gefährdung der Kultur ihrer Völker. Daneben spielt in vielen Gebieten der Tourismus eine wichtige Rolle, so ist beispielsweise das Monument Valley in Arizona und Utah komplett unter Verwaltung der Navajo.
Studien haben ergeben, dass trotz einer veränderten Politik gegenüber den indianischen Völkern und gestiegener Öffentlichkeit für die Belange der Ureinwohner diese trotzdem noch ein in weiten Teilen von der restlichen US-Bevölkerung separiertes Leben führen und es nur wenige Berührungspunkte gibt. Viele Indianer sehen sich noch immer gegenüber den anderen Bevölkerungsgruppen benachteiligt, während bei diesen häufig Vorurteile den Wissensstand über Indianer begründen. Insgesamt jedoch haben die Native Americans heute eine deutlich verbesserte Position gegenüber der Situation noch im 20. Jahrhundert und bekommen mehr und mehr die Gelegenheit, die drängendsten Probleme des Alltagslebens aufzuzeigen und anzugehen.
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