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Navajo Reservat

Canyon de Chelly

Die Navajo Nation, deren ihnen zugesprochenes Land den nördöstlichen Teil von Arizona sowie Teile von Utah und New Mexico einnimmt, sind ein Beispiel für ein indianisches Volk, das sich den Herausforderungen der sie umgebenden amerikanischen Gesellschaft vergleichsweise erfolgreich gestellt hat. Ein Grund dafür sind die touristischen Sehenswürdigkeiten innerhalb der Reservatsgrenzen, die den Indianern eine einigermassen verlässliche Einnahmequelle bescheren.

 Das Navajo Reservat ist mit mehr als 67000 Quadratkilometern das größte einem Indianervolk zugesprochene Gebiet der USA. Im Reservat leben etwa 175.000 Menschen, den Navajo zugerechnet werden insgesamt knapp 300.000 Angehörige. Auf Grund der Grösse des Reservats wurde die Verwaltung auf fünf Bezirke aufgeteilt, die sich wiederum in 110 Unterbezirke, so genannte “Chambers” aufteilen. Seit 1991 existiert eine klare Trennung der Gewalten in Legislative, Exekutive und Judikative. Die jeweils höchsten Einrichtungen aller drei Gewalten sind in der Stadt Window Rock (Arizona) ansässig. Erlassene Gesetze müssen aber immer vom US-Innenministerium überprüft werden, bevor sie in Kraft treten können. Zu den bestehenden Gesetzen gehört seit vielen Jahren das Verbot von Alkohol auf dem Boden des Reservats.

Im Reservat liegen der Canyon de Chelly, das Rainbow Bridge National Monument, der berühmte Shiprock und das aus Filmen und Werbespots bekannte Monument Valley. in dem etwa 3000 Einwohner zählenden Hauptort Window Rock werden ein Zoo, ein botanischer Garten, eine Mehrzweckarena und ein Ausstellungszentrum betrieben. Diese Attraktionen sorgen für einen steten Zufluss an Touristen, die eine der wichtigsten Einnahmequellen der Navajo sind. Trotzdem ist die touristische Infrastruktur teilweise noch ausbaufähig.

Trotz der im Vergleich mit anderen indianischen Nationen relativ guten wirtschaftlichen Lage stehen auch die Diné, wie die Navajo sich selbst nennen, vor denselben Problemen, wie sie allgemein unter den amerikanischen Ureinwohnern und in den Reservaten verbreitet sind. Sie erhalten beträchtliche Zuschüsse aus Washington, um diesen Problemen zu begegnen, die unter anderem in einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von über 40% begründet liegen. Das Volk verdient mit traditionellen Produkten wie handgemachtem Schmuck - der Grossteil der Familien ist mit dem Kunsthandwerk verbunden -, verfügt daneben aber auch aus Einkommen aus dem Abbau von Uran Kohle auf ihrem Land. Seit 2004 ist man über Kooperationen auch an Kasinos beteiligt, innerhalb des Navajo-Reservats wird aber keines betrieben. 

Zu den wichtigsten Themen gehört die Bildung. Die Rate der jungen Navajo, die die High School nicht abschließen, liegt auf einem hohen Level, was dafür sorgt, dass diese jungen Menschen außerhalb der stammeseigenen Strukturen nur geringe Chancen zur Weiterentwicklung auf dem Arbeitsmarkt haben. Über das Department of Diné Education laufen verschiedene Programme, unter anderem zur beruflichen Ausbildung und zur Förderung begabter Schüler, die diesem Trend entgegenwirken sollen. Die Navajo unterhalten mit dem Diné College sogar eine eigene Hochschule.

Das Land des Reservats ist grundsätzlich in Gemeinschaftsbesitz, ohne private Besitzvergabe. Die Regierung der Navajo Nation verpachtet das Land an Stammesmitglieder, aber auch an Kirchen, Organisationen oder Unternehmen. Zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung laufen ebenfalls mehrere Programme unter der Federführung der Division of Economic Development, bei denen die traditionellen Wirtschaftszweige um neue Projekte ergänzt werden. Dabei werden gezielt auch Investoren außerhalb des eigenen Stammes angesprochen.

In den letzten Jahren hat sich die Infrastruktur im Reservat an vielen Stellen verbessert. Es wurden öffentliche Einrichtungen ebenso wie die Grundlagen für die Ansiedelung weiterer Unternehmen geschaffen sowie verschiedene Wohnbauprojekte, auch solche mit höheren Standards, vorangetrieben. Noch immer fliesst viel Geld von der Bundesregierung an die Navajo, doch ist zu erkennen, dass sich das Volk der Diné für die eigene Fortentwicklung nachhaltig engagiert und auch auf Erfolge verweisen kann.


 

 

 

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