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Missouri

 

Jefferson City

MO Jefferson City Capitol 2

Einwohner:

43.200

Lage:

Mitte von Missouri

Beiname:

JCMO

Gründungsjahr:

1821

Offizielle Flagge:

Jefferson City.svg

In einem landesweiten Vergleich eines Reisebuchverlags wurde Jefferson City 2016 zur schönsten Kleinstadt der USA erkoren und diese Auszeichnung ist ein Indiz dafür, dass die relative Unbekanntheit von Missouris Hauptstadt nicht ganz gerechtfertigt ist. Jefferson City hat eine attraktive Lage zwischen dem Fluss Missouri und den Ozark Mountains mit ihren Seen und Wäldern, also in einer touristisch durchaus interessanten Region. Es herrscht ein gemäßigtes Klima, in dem die Sommer ziemlich heiß, aber auch ziemlich regnerisch sein können und die Winter mit wenig Schneefall daherkommen.

Der Ort wurde 1821 buchstäblich im Nirgendwo gegründet, weil man eine Hauptstadt in der Mitte des Bundesstaats haben wollte. Es dauerte dann allerdings ein paar Jahre nach der Gründung, bis sich aus dem Plan tatsächlich eine Ortschaft entwickelt hatte. Wie auch in zahlreichen anderen Orten in Missouri ist auch in Jefferson City die Geschichte stark geprägt von Einwanderern aus Deutschland. Besonders aus einem Ort in Franken kamen viele im 19. Jahrhundert hierher, weshalb es einen Stadtteil gibt, der Old Munichburg heißt. Hier findet selbstverständlich auch ein jährliches Oktoberfest statt. Andere beliebte jährliche Veranstaltungen sind unter anderem die große Weihnachtsparade Anfang Dezember und das “Shelbyfest”; eigentlich ein Treffen von Mustang-Fahrern im Mai, das sich über die Jahre aber zu einer großen Veranstaltung mit Volksfestcharakter gewandelt hat.  

Die wichtigste Sehenswürdigkeit in Jefferson City ist natürlich das State Capitol (Foto; 201 West Capitol Avenue). Das Gebäude wurde 1917 fertiggestellt und ist insgesamt 73 Meter hoch. Auf der Spitze thront eine Statue des römischen Gottes der Ernte und auch rund um das Gebäude herum sowie im Inneren befinden sich zahlreiche weitere Kunstwerke. Dazu gehören unter anderem eine Skulptur von Thomas Jefferson und eine Darstellung der Zeichnung des Vertrags zum Louisiana Purchase. Im zweiten Stock des Capitols befindet sich die Hall of Famous Missourians mit Bronzebüsten verdienter Bürger des Staates. Im Erdgeschoss ist das Missouri State Museum untergebracht, in dem anhand verschiedener Exponate die kulturelle Geschichte und die natürliche Vielfalt Missouris dargestellt werden. Ein paar Schritte hinter dem Gebäude, an der Ecke Capitol Avenue und Jefferson Street, befindet sich eine Gruppe von Bronzefiguren, die daran erinnern, dass die Expedition von Lewis & Clark hier 1804 Station machte, bevor sie weiter in den Westen aufbrach.   

Nicht weit davon entfernt befindet sich ein weiteres Museum. Die Elizabeth Rozier Gallery ist im Union Hotel untergebracht (101 Jefferson Street, geöffnet März bis Anfang Dezember, dienstags bis samstags 10-16 Uhr) und zeigt wechselnde Kunstausstellungen, häufig zu historischen Themen. Ebenfalls in der Nähe befindet sich Governor’s Mansion (100 Madison Street). Der Amts- und Wohnsitz des Gouverneurs von Missouri kann in geführten Touren besichtigt werden. Er ist umgeben von einer hübschen Gartenanlage, dem Carnahan Memorial Garden.

Eine weitere der Sehenswürdigkeiten von Jefferson City ist ein echter Zeitzeuge: Das Missouri State Penitentiary (115 Lafayette Street) war einst ein berüchtigtes Hochsicherheitsgefängnis. Es wurde in den 1830er Jahren erbaut und als es 2004 schließlich geschlossen wurde, war es das älteste Gefängnis westlich des Mississippi. Von 1938 bis 1965 wurden hier auch Todesurteile vollstreckt, so dass man heute eine gute Story hat, um Gruseltouren und Übernachtungen inklusive Geistersuche anzubieten. Ganz gewöhnliche Besichtigungstouren bei Tageslicht gibt es aber auch.

Der Missouri ist nicht nur einer der wichtigsten Flüsse der USA, sondern auch das bestimmende Element im Stadtbild von Jefferson City. Wer einen Spaziergang oder eine Radtour am Ufer des Flusses unternehmen möchte, dem wird der Katy Trail State Park gefallen. Hier wurde eine nicht mehr genutzte Bahnstrecke in Wege umgewandelt, die von Spaziergängern, Radfahrern und Reitern genutzt werden kann. Noch mehr Natur gibt es in der Umgebung der Stadt. Angelehnt an die Herkunft vieler europäischer Einwanderer in der Region und wegen der landschaftlichen Ähnlichkeit wird das Tal des Missouri in dieser Region auch als Missouri Rhineland bezeichnet. Ebenso wie am Rhein werden die Hügel am Flussufer auch hier intensiv zum Weinbau genutzt. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich hier eine Winzertradition entwickelt und das ziemlich erfolgreich. Ein Anschnitt der Route 94 zwischen Marthasville und Defiance wird mit dem deutschen Wort als “Weinstrasse” bezeichnet, hier befinden sich zahlreiche Weingüter nah beieinander.  


 

 

 

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