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1925 wurde die Fremont Street, die nach dem Entdecker John Charles Frémont benannt ist und wegen ihrer vielen Lichter schon früh den Spitznamen Glitter Gulch erhielt, die erste asphaltierte Strasse in Las Vegas. Bereits zuvor war sie Schauplatz von Premieren gewesen: 1906 war hier das Hotel Nevada als erstes Hotel der Stadt eröffnet worden, ein Jahr später wurde das erste Telefon in Las Vegas hier installiert. Nachdem 1931 das Glücksspiel in Nevada wieder erlaubt worden war, erhielt der Northern Club an der Fremont Street eine der sechs ersten Lizenzen, die in dem Bundesstaat ausgegeben wurden.
Dem Northern Club folgten viele andere an die Strasse. Im Jahr 1946 entstand das Golden Nugget; Binion’s Gambling Hall öffnete, damals noch als Horseshoe Casino, im Jahr 1951; das kleine Mermaids Casino und das Fremont Hotel und Casino folgten 1956, das Four Queens Casino im Jahr 1966. Alle diese Kasinos bestehen bis heute fort und beweisen damit, dass die im Vergleich mit dem Las Vegas Boulevard oft vernachlässigte Fremont Street ein durchaus profitabler Boden für den Betrieb einer Spielhalle sein kann. Zusammen mit Läden, dem Einkaufszentrum Neonopolis, Bars und weiteren Casinos, etwa dem Golden Gate oder dem La Bayou, das sich an der Stelle des ehemaligen Northern Clubs befindet, bilden sie die Fremont Street Experience.
Diese besteht vor allem aus Viva Vision, wie das gewölbte Dach über der Strasse heisst, die hier siet 1994 für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist. Mehr als 12 Millionen LED-Lichter und mehr als 200 Lautsprecher sorgen jeden Abend ab Einbruch der Dunkelheit für die Light-and-Sound-Shows unter dem Dach. Mit beiden Elementen zusammen werden verschiedene Shows mit unterschiedlichen Themen und Bilderfolgen inszeniert. Tagsüber wird die überdachte Fussgängerzone mit Musik berieselt. Am Abend nach den Shows auf der Viva Vision gibt es täglich Livemusik auf der Fremont Street.
Four Queens Hotel and Casino Das nach den vier Töchtern des Gründers Ben Goffstein benannte Hotel wuchs im Laufe der Zeit von nur 120 Zimmern zu den heute angebotenen knapp 700. Das Four Queens ist einer der Betreiber der Umgestaltung der Fremont Street gewesen und ist unter anderem Standort des weltweit grössten Einarmigen Banditen, der so genannten Queen Machine.
Golden Gate Casino: 1955, als das Casino von einer Gruppe von Investoren aus San Francisco übernommen wurde, erhielt es seinen jetzigen Namen. Zuvor stand hier, seit 1906, das Hotel Nevada, seines Zeichens das erste Hotel der Stadt, das ein Jahr später das erste Telefon der Stadt erhielt, das mit der Nummer 1. 1959 wurde hier der Shrimp Cocktail erfunden und erstmals angeboten. Damit ist ein Markenzeichen von Las Vegas geboren - bis heute verzichtet kaum ein Restaurant in der Stadt auf den typischen Shrimp Cocktail. Das Original gibt es im Golden Gate für zwei Dollar.
Golden Nugget Das einzige Luxushotel an der Fremont Street - seit mehr als 30 Jahren Träger der 4-Diamanten-Auszeichnung des Automobilclubs AAA - kann mit seinen 2300 Zimmern und Suiten durchaus mit den grossen Häusern am Strip mithalten. Das Hotel wurde 1946 errichtet und mehrfach renoviert. 2009 wurde der neueste Gebäudeteil eröffnet, eine Erweiterung um 500 Zimmer. Zu den Attraktionen des Golden Nugget gehört die Ausstellung des grössten Goldbarrens der Welt, der 27 Kilogramm schwere Hand of Faith in der Lobby, die beiden Aquarien, in denen unter anderem Haie leben und die Comedy-Show des Imitators Gordie Brown, die freitags bis dienstags gezeigt wird.
Neon Museum Der Verwaltung eines authentischen Stücks Las Vegas- Geschichte verschrieben hat sich das ebenfalls an der Fremont Street befindliche Neon Museum. Zur Galerie gehören mehrere, aufwendig restaurierte historische Neon-Werbeschilder, die innerhalb der Fremont Street Experience zu bestaunen sind, zum Beispiel Stücke vom ehemaligen Aladdin’s Hotel. Noch beliebter ist allerdings der so genannte Friedhof der Neonlichter, eine Lagerstätte etwas ausserhalb, über die im Museum Touren angeboten werden. Auf dem Neonfriedhof lagern etwa 150 historische Leuchtwerbeschilder.
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