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Michigan

Etwa ein Drittel der Landfläche Michigans entfällt auf die Halbinsel zwischen Lake Superior im Nordwesten und Lake Michigan im Südosten, doch auf dieser Fläche leben gerade einmal drei Prozent der Bevölkerung des Bundesstaats oder etwas mehr als 320.000 Menschen. Die Upper Peninsula - kurz U.P. genannt - ist so zwar ein Teil Michigans, aber einer mit einer ganz eigenen Identität.

Viele der Menschen auf der U.P. haben finnische oder skandinavische Vorfahren, die etliche Elemente aus der Heimat in die lokale Alltagskultur haben mit einfließen lassen., die sich unter anderem in hier verbreiteten speziellen Delikatessen bemerkbar machen. Die Bewohner der Upper Peninsula haben häufig eher Kontakt mit dem nahegelegenen Wisconsin oder der kanadischen Provinz Ontario als mit der Lower Peninsula Michigans, die nur über die Mackinac Bridge mit dem Auto zu erreichen ist.

Die Mackinac-Bridge, 1957 eröffnet, bildet die Verbindung zwischen der Upper und der Lower Peninsula Michigans. Sie ist Teil der Interstate I-75 und erstreckt sich über etwas mehr als 8 Kilometer bei einer Höhe von 159 Metern. In beide Richtungen gibt es zwei Fahrspuren, von denen jeweils eine für den traditionellen Bridge Walk am Labor Day gesperrt und für den Fußverkehr freigegeben wird. Durchschnittlich 11600 Fahrzeuge benutzen die Brücke am Tag. Die Mackinac Bridge ist mautpflichtig, eine Fahrt in eine Richtung kostet für PKW $ 3.

Die größten Orte auf der U.P. sind Marquette mit 19000 Einwohnern, Sault Ste. Marie an der kanadischen Grenze mit 16500 Einwohnern und Escanaba mit 13000 Einwohnern. Die bedeutendsten Wirtschaftszweige sind der Abbau von MIneralien wie Kupfer und Eisen, Holzwirtschaft und der Tourismus. Besucher erkunden hier die zahlreichen State Parks und Waldgebiete, die im Sommer zum Wandern und Klettern einladen, im Winter zum Fahren mit dem hier verbreiteten Snow Mobile. Die Porcupine Mountains im Nordwesten der Halbinsel sind für diese Aktivitäten ein beliebtes Ziel, hier gibt es auch zahlreiche Flüsse, Wasserfälle und Seen, die zum Bootfahren und Schwimmen einladen. Besonders sehenswert sind daneben die Pictured Rocks, die sich über eine Länge von mehr als 40 Meilen an der Küste des Lake Superior entlang ziehen mit seinen besonderen Felsformationen und Dünen direkt am Ufer. Die Pictured Rocks waren die erste als solche anerkannte National Lakeshore der USA. Neben den landschaftlichen Attraktionen erfreuen sich auch die zahlreichen von Indianervölkern betriebenen Casinos regen Zulaufs.

Das Klima der Upper Peninsula wird maßgeblich vom Lake Superior beeinflusst. Die teilweise extrem starken Stürme über dem See sorgen für starken Schneefall im Winter und angenehme bis eher kühle Sommertemperaturen. Im südlichen Teil der U.P. herrschen gemäßigtere Temperaturen; hier sind allerdings die Winter in der Regel kälter als am See.

 

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