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Mississippi

Der Blues, entstanden aus den afro-amerikanischen Kulturen des tiefen Südens der USA im 19. Jahrhundert, ist ebenso in der amerikanischen Seele, Kultur und Tradition verankert wie es etwa die Country Music ist.

Als besonders ursprüngliche, raue und intensive Variante des Blues gilt dabei der Delta Blues, so benannt nach dem Delta des Mississippi. Diese Region ist eine, die von einfachen Menschen und einfachem Leben geprägt ist und hierher stammen viele der großen Namen des Blues. Das Delta Blues Museum in Clarksdale verweist stolz auf diese Tradition, indem es eine Vielzahl von Erinnerungsstücken, Kunstwerken und ähnlichen Exponaten zeigt, mit denen die Geschichte des Blues und seine Bedeutung für die Menschen hier dokumentiert werden.

Der Bundesstaat Mississippi nimmt als Heimat des Blues eine besondere Stellung ein. Seine Landschaften und Menschen sind in vielen Liedern besungen worden und es war nicht zuletzt der Blues, der das Bild von Mississippi im Rest des Landes geprägt hat. Hierher kamen mehr Blues-Interpreten als aus allen anderen Bundesstaaten zusammen.

Diesem Umstand trägt man hier Rechnung, indem man 2005 den Mississippi Blues Trail ins Leben gerufen hat, eine “Strasse”, die sich an Markierungspunkten in Form von blauen Gedenk- und Informationstafeln orientiert, die jeweils dort gesetzt wurden, wo Orte eine Bedeutung für den Blues hatten. Die Markierungen finden sich überall im Bundesstaat und sogar auch außerhalb von Mississippi. Neue Marker werden von Zeit zu Zeit hinzugefügt.

Unten finden Sie die einzelnen Marker des Blues Trails.

blues

Marker Name

Ort

Beschreibung

 

 

 

Abbay & Leatherman

Robinsonville

Wohnort von Robert Johnson in seiner Jugendzeit, benannt nach einer großen Baumwollplantage

Ace Records

Jackson

Ein Block in West Capitol Street, Standort des berühmten Plattenlabels

Arthur Crudup

Forest

Geburtsort des in den 1940er Jahren groß herausgekommenen Interpreten

B.B. King Birthplace

Berclair

Geburtsort von B.B. King, einem der größten Künstler des Genres

Baptist Town

Greenwood

Von Afroamerikanern geprägtes Wohnviertel, das in einigen Songs besungen wurde

Beale Town Bound

Hernando

Hernando ist Heimatort mehrere Musiker, die später Memphis als Blues-Hauptstadt etablierten

Big Joe Williams

Crawford

Heimatort von Joe Williams, der später unter anderem Mentor von Muddy Waters wurde

Big Walter Horton

Horn Lake

Geburtsort des Harmonika-Virtuosen Walter Horton

Birthplace of the Blues?

Dockery

Plantage, auf der der Blues-Pionier Charley Patton viele Jahre lebte

Black Prairie Blues

Macon

Die Black-Prairie-Region an der Grenze zu Alabama brachte viele Künstler hervor

Blue Front Cafe

Bentonia

Das von einer schwarzen Familie geführte Café war lange Jahre ein Schauplatz spontaner Konzerte

Bo Diddley

McComb

Marker für den Geburtsort von Bo Diddley nahe dem Ort McComb

Bobby Rush

Jackson

Bobby Rush lebte in den 80er Jahren in Jackson und nahm hier einige Platten auf

Broadcasting the Blues

Gulfport

Standort eines im Jahr 2000 gegründeten Blues-Radiosenders

Cassandra Wilson

Jackson

Die Jazzsängerin unternahm auch Ausflüge in den Blues. Marker für ihren ehemaligen Wohnort.

Charley Patton’s Grave

Holly Ridge

Neben Patton sind noch weitere Interpreten auf diesem Friedhof begraben

Charlie Musselwhite

Kosciusko

Geburtsort des in den 60ern in Chicago zu Ruhm gekommenen Musikers

Chicago

Chicago, Illinois

In den 1940er Jahren zog es viele Musiker nach Chicago, wo sie den Blues weiter entwickelten

Chrisman Street

Cleveland

Die Strasse war der Mittelpunkt afro-amerikanischen Lebens in der Stadt.

Church Street

Indianola

Zentrale Strasse der schwarzen Bevölkerung in B.B. Kings Heimatstadt

Club Desire

Canton

Populärer Blues-Club in den 50ern und 60ern, wo viele Live-Konzerte stattfanden

Club Ebony

Indianola

Heute im Besitz von B.B. King, war der Club seit den 1940ern Treffpunkt für Bluesfans

Columbus, Mississippi Blues

Columbus

Columbus ist die größte Stadt der Black Prairies-Region mit langer Blues-Tradition

Denise LaSalle

Belzoni

Ehemaliger Wohnort des Blues-Stars Denise LaSalle

Documenting the Blues

Oxford

Standort der University of Mississippi, die das Living Blues Magazine herausgibt

Dorothy Moore / Alamo

Jackson

Alamo Theatre war Schauplatz von Blues-Wettbewerben, von denen Dorothy Moore viele gewann

Elks Lodge

Greenwood

Besonders während der Segregation war die Elks Lodge ein wichtiger Konzertort für Blues

Elvis Presley

Tupelo

Elvis war in seinem Schaffen vom Blues inspiriert, den er als Junge in Tupelo kennenlernte

Fred McDowell

Como

McDowell war ein Interpret des Blues-Revival in den 60ern. Er lebte auf einer Farm bei Como

Freedom Village

Greenville

Ehemaliger Veranstaltungsort des Mississippi Delta Blues Festivals

Gold Coast

Jackson

In den 60er Jahren war dieser Abschnitt von Jackson Ort vieler Live-Performances

Hardface Clanton

Tunica

Harold Clanton besass unter anderem ein Café, in dem es live Blues zu hören gab

Hattiesburg

Hattiesburg

Hier gab es einige Tonstudios, in denen unter anderem Blues und Rock’n’Roll aufgezeichnet wurde

Henry Townsend

Shelby

Der über viele Jahrzehnte erfolgreiche Townsend wurde in dem kleinen Ort Shelby geboren

Hickory Street

Canton

Die Straße war Mittelpunkt afroamerikanischen Lebens in Canton.

Highway 10 & 61

Leland

An vielen  Kreuzungen spielten früher Blues-Musiker, um sich Trinkgelder zu verdienen

Highway 61 North

Tunica

Highway 61 gilt als Blues Highway, der oft in bekannten Stücken besungen wurde

Highway 61 South

Vicksburg

Entlang des südlichen Abschnitts des Highways wuchsen viele Blues-Größen auf

Hill Country Blues

Holly Springs

Eigene, im Hill Country entwickelte Stilform, durch R.L. Burnside und Junior Kimbrough bekannt

Honeyboy Edwards

Shaw

David Edwards wurde in Shaw geboren. Eine Dokumentation über ihn wurde hier gedreht

Hopson Planting Co.

Clarksdale

Joe Willie Perkins arbeitete vor seiner Musikkarriere als Traktorfahrer bei dieser Firma

Howlin’ Wolf

West Point

Marker für den Geburtsort von Chester Arthur Burnett, der als Howlin’ Wolf bekannt wurde

Hubert Sumlin

Greenwood

Sumlin, der als Gitarrist mit Howlin’ Wolf zusammenarbeitete, wurde hier geboren

Jack Owens

Bentonia

In den 80er und 90er Jahren spielte Owens oft auf der Veranda seines Hauses in Bentonia

James Cotton

Tunica

Einer der bekanntesten Harmonika-Spieler wurde hier auf einer Plantage geboren

Jimmie Rodgers

Meridian

Der “Vater der Country-Musik” ließ sich durch den Blues inspirieren.

Jimmy Reed

Dunleith

Einer der Blues-Interpreten, die auch in der Popmusik erfolgreich waren

Little Milton

Inverness

Der Blues- und Soulmusiker wurde auf einer Plantage nahe Inverness geboren

Livin’ at Lula

Lula

Die Region rund um Lula war die Heimat mehrerer bekannter Interpreten des Blues

Magic Sam

Grenada

Der Ort war Geburtsstätte und Bühne der ersten Auftritte von Samuel Maghett

Malaco Records

Jackson

Gründungsstätte des Plattenlabels, das neben Blues auch Gospel und Soul produzierte

McCoy Brothers

Raymond

Joe und Charlie McCoy wurden auf einer Farm in der Nähe des Ortes Raymond geboren

Memphis Blues

Memphis, TN

Schon früh war Memphis Anziehungspunkt für viele Blues-Musiker. W.C. Handy arbeitete hier.

Memphis Minnie

Walls

Lizzie Douglas, Blues-Sängerin und Gitarristin, ist in Walls begraben

Mississippi to Alabama

Muscle Shoals, AL

Viele Künstler brachten den Blues über die Grenze in den benachbarten Bundesstaat

Mississippi John Hurt

Avalon

Der Meister der Akustikgitarre verdiente seinen Lebensunterhalt auf einer Farm in Avalon

Mosley and Johnson

New Albany

Das berühmte Duo stammt aus der kleinen schwarzen Gemeinde dieses Ortes

MS River Blues

Scott

Die große Mississippi-Flut von 1927 war Thema einiger Stücke des aus Scott stammenden Bill Broonzy

Muddy Waters Birthplace

Rolling Fork

Der große Star des Blues wurde in der Nähe dieses kleinen Ortes geboren

Muddy Waters’s Cabin

Clarksdale

Muddy Waters lebte einige Zeit auf dieser Plantage

Natchez Burning

Natchez

Bei einem Großfeuer 1940 starben mehr als 200 Menschen. Einige Songs erinnern an das Unglück

Nelson Street

Greenville

Hier gab es so viele Bluesclubs, das sogar ein nach der Strasse benannter, spezieller Sound entstand

Otha Turner

Como

Der Vorreiter des Fife and Drum- Blues hatte hier ein Haus

Otis Rush

Philadelphia

Der Sänger und Gitarrist, der die Formen des Blues mit bestimmte, wurde hier geboren

Papa Lightfoot

Natchez

Alexander Lightfoot, Star an der Harmonika, lebte in Natchez

Peavine

Boyle

Name einer Eisenbahnlinie, mit der viele Musiker von und zu den Plantagen reisten

Pinetop Perkins

Belzoni

Der Meister des Bluespianos wurde auf einer Plantage nahe Belzoni geboren

Piney Woods

Piney Woods

Das Musikprogramm der Piney Woods School brachte einige namhafte Künstler hervor

Po’ Monkey’s

Merigold

Alteingesessener Club mit Blues-Vergangenheit, der heute viele Touristen anzieht

Queen of Hearts

Jackson

Seit den 70er Jahren bestehender Club mit regelmäßigen Live-Auftritten

Rabbit Foot Minstrels

Port Gibson

Die ehemalige Bluesband hatte ihr Hauptquartier in Port Gibson und tourte von hier aus

Red Tops

Vicksburg

Blues, Jazz und Pop gehörten zum Repertoire der Band aus Vicksburg

Riverside Hotel

Clarksdale

Seit 1944 bietet das Hotel Unterkunft für reisende Musiker an

Robert Johnson Birthplace

Hazlehurst

Johnson wurde in Hazlehurst geboren und kehrte immer wieder für Performances zurück

Robert Johnson Gravesite

Greenwood

Nach seiner kurzen, aber erfolgreichen Karriere starb Johnson 1938. Er ist hier begraben.

Robert Nighthawk

Friars Point

Der berühmte Bluesgitarrist kehrte zwischen 1920 und 1960 immer wieder nach Friars Point zurück

Rosedale

Rosedale

Der kleine Ort findet in einigen Songs, nicht nur aus dem Blues, Erwähnung

Rubin Lacy

Pelahatchie

Rubin Lacy wurde an diesem Ort geboren und liegt auch hier begraben

Shake Rag

Tupelo

Ein schwarzer Stadtteil von Tupelo, in dem der Blues fest verwurzelt ist

Skip James

Bentonia

Der Stil von James und anderen Künstlern aus Bentonia wird oft als eigene Stilrichtung angesehen

Son House

Tunica

Eddie James House hatte großen Einfluss auf andere Musiker. Er wurde hier geboren.

Son Thomas

Leland

James Henry Thomas arbeitete hier als Hotelportier in den 60er Jahren

Sonny Boy Williamson

Glendora

Williamson wurde hier auf einer Plantage unter dem Namen Alex Miller geboren

Subway Lounge

Jackson

Bluesclub im Keller eines Hotels für schwarze Reisende während der Rassentrennung

Tommy Johnson

Crystal Springs

Der einflussreiche Künstler der 20er und 30er Jahre wurde hier geboren und liegt hier begraben

Trumpet Records

Jackson

Standort eines Plattenstudios, das schon früh im ganzen Land verkaufen konnte

W.C. Handy

Tutwiler

Handy machte am Bahnhof dieses Orts seine erste Bekanntschaft mit dem Blues

WGRM

Greenwood

Der ehemalige Radiosänger spielte Gospelmusik und bereitete so den Boden für den Blues

Willie Dixon

Vicksburg

Geburtsort von Dixon, der hier auch seine musikalische Inspiration fand


 

 

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