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Das Visitor Center, am Mitchell Mesa gelegen, ist in den Sommermonaten von 6 bis 20 Uhr geöffnet, von Oktober bis April von 8 bis 17 Uhr. Um das Zentrum herum befinden sich weitere Einrichtungen wie die Verkaufsstände indianischer Kunsthandwerker, ein Restaurant unter anderem mit authentischer Navajo-Küche, ein ebenfalls von den Navajo betriebenes, 2008 eröffnetes Hotel mit gutem Ausblick und einige kleinere Läden. Es werden verschiedene Touren zur Erforschung des Tribal Parks angeboten, sowohl solche mit Jeeps, als auch Wander- oder Reittouren. Einige Abschnitte des Parks sind ausschliesslich mit geführten Touren erreichbar.
Am besten genutzt sein dürfte aber das Angebot des Valley Drive sein. Diese mit dem eigenen Fahrzeug nutzbare Strasse führt über eine 17 Meilen (27 Kilometer) lange Strecke zu den meisten der sehenswerten Felsen und Landschaftsbildern. Obwohl die Strasse nicht asphaltiert ist, befindet sie sich normalerweise in einem sehr guten Zustand. Am besten erkundigt man sich im Visitors Center nach den Strassenbedingungen; nach starken Regenfällen kann es stellenweise zu Überflutungen kommen. Wegen der Beliebtheit des Valley Drives und der relativ geringen möglichen Geschwindigkeit benötigt man für die Strecke gute 2 Stunden; bei besonders hohem Besucheraufkommen bis zu 4 Stunden. Es gibt insgesamt elf Aussichtspunkte entlang der Strasse, wegen der flachen Wüstenlandschaft hat man aber auch während der Fahrt einige sehr gute Blicke.
Als erste Gelegenheit für stimmungsvolle Fotos entlang des Weges bietet der erste Aussichtspunkt den Blick auf die hier gut 300 Meter hohe Ostseite des Mitchell Mesa sowie auf die Formationen East Mitten Butte, West Mitten Butte und Merrick Butte, die zusammen und auch einzeln zu den meistfotografierten Motiven des amerikanischen Westens zählen dürften. An dieser Stelle ist einer der wenigen Wanderwege des Parks eingerichtet. Der etwa 5 Kilometer lange Wildcat Trail führt zum West Mitten Butte. Der Weg wird in der Regel wenig genutzt, so dass man oft ungestört Bekanntschaft mit den hier lebenden Pflanzen und Tieren, vor allem verschiedenen Echsenarten, machen kann. Das nächste Highlight entlang des Valley Drives ist dann der Elephant Rock, dessen angebliche Ähnlichkeit mit einem Elefanten einer gehörigen Portion Fantasie bedarf, um sie zu entdecken. Die Strasse, die hier stellenweise etwas rauh ist, führt nahe an den Felsen heran. Der nächste Anblick ist der der Three Sisters, dreier recht schmaler, spitzer Felsen, bevor es zum John Ford’s Point geht, dem bekanntesten Aussichtspunkt der Gegend.
John Ford, der zeit seines Lebens für mehr als 140 Filme Regie führte, ist in erster Linie für seine Western bekannt. Der Film Stagecoach von 1939 (in Deutschland als Ringo erschienen) gilt als Wiederbelebung des ganzen Genres und er war der erste einer Reihe von sieben Westernfilmen, die Ford im Monument Valley drehte. Ford kehrte immer wieder hierher zurück, auch für The Searchers (Der Schwarze Falke) mit John Wayne von 1956, der oft als einer der besten Western aller Zeiten bezeichnet wird und es ist seinen Filmen zu verdanken, dass das Monument Valley in der ganzen Welt bekannt wurde und oft als typische Westernkulisse angesehen wird. Tatsächlich nutzte der Regisseur die Region so häufig und so bildstark, dass andere Regisseure davor zurückschreckten, ebenfalls im Monument Valley zu drehen, weil sie den Vergleich mit seinen Werken scheuten. Der nach ihm benannte John Ford’s Point bietet einen grandiosen Ausblick über viele Meilen abweisender Wüstenlandschaft, aber auch auf die sehenswerten Felsen. Auf einem Felsvorsprung an dieser Stelle kann man sich in Westermanier als einsamer Reiter fotografieren lassen.
Der Valley Drive erreicht anschliessend am Cammel Butte seinen höchsten Punkt, bevor es leicht bergab zu The Hub geht, einem einzelnen, dünnen Felsen, der von den Tafelbergen Rain God Mesa und Thunderbird Mesa eingerahmt wird. Folgt man der Strasse weiter, erreicht man als nächstes einen Aussichtspunkt, von dem aus man den etwa 150 Meter hohen Totem Pole und in dessen Nähe eine Gruppe ebenfalls dünner, hoch aufragender Sandsteinfelsen, die Yei Bi Chei heisst, erblicken kann; einen ähnlichen Blick bietet aber auch der nächste Stopp. Hier, am Artist’s Point, sieht man nicht nur die gerade passierten Felsgruppen aus einer schönen Perspektive, sondern auch einen guten Fernblick über recht flaches Land. Hier befindet man sich bereits auf dem Weg zurück zum Startpunkt des Valley Drives. Zuvor jedoch passiert man noch das North Window, ein ebenfalls sehr beliebtes Motiv. Zwei nah beieinander stehende Tafelberge ergeben hier den Eindruck eines Fensters, durch das hindurch man auf den East Mitten Butte schaut. Ein wenige hundert Meter langer Wanderweg führt vom Parkplatz aus zu einem zweiten, etwas näher am North Window liegenden Punkt. Der letzte Stopp der Tour ist dann ein Blick auf den an einen hochgestreckten Daumen erinnernde Felsen The Thumb. Von hier aus sind es dann etwa fünf Kilometer zurück zum Startpunkt des Valley Drive.
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