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Nevada

 

Henderson

NV Henderson

Im Umfeld von Las Vegas gibt es mehrere Städte und Orte, die vom Boom der Glücksspielmetropole nachhaltig profitiert haben und deren Einwohnerzahlen zum Teil deutlich gestiegen sind. Henderson ist eine dieser Städte. Mit seinen inzwischen mehr als 250.000 Einwohnern ist Henderson zur zweitgrössten Stadt Nevadas aufgestiegen und hat sich, im Gegensatz zu anderen Orten im Einzugsbereich von Las Vegas, einen eigenen Charakter bewahren können.  Noch im Jahr 1990 lebten hier nur knapp 65.000 Menschen, doch Investoren entdeckten die Stadt für sich und liessen eine geplante Wohnsiedlung nach der anderen hier entstehen. Da die Infrastruktur der ehemaligen Kleinstadt mit dem Wachstum mitgehalten hat, gilt Henderson heute als eine der lebenswertesten Städte der USA

Die Stadt Henderson wurde erst 1953 gegründet und diese Gründung geschah mit dem Ziel, den Bestand der an dieser Stelle damals existierenden Siedlung von etwa 7000 Menschen zu retten. Während des Zweiten Weltkriegs war an diesem Platz eine Magnesium-Fabrik errichtet worden, deren Produktion vom Kriegsministerium zur Herstellung von Munition aufgekauft wurde. Bis zu 14.000 Menschen waren in dieser Fabrik beschäftigt, doch die meisten verliessen die Region nach dem Ende des Krieges. Nach der Verleihung der Stadtrechte begann Henderson schnell, sich zu erholen und zu wachsen. 1970 lebten wieder etwa 16.000 Menschen in der Stadt, 1990 schon knapp 65.000. Bis in die 80er Jahre stützte sich die Wirtschaft des Ortes hauptsächlich auf die Industrie, danach war hier in erster Linie der Dienstleistungs- und Verwaltungssektor angesiedelt. Der Auslöser für diesen Wandel war ein schwerer Unfall bei Pepcon im Jahr 1988. In der Fabrik, die Treibstoffzusätze unter anderem für die Raumfahrt herstellte, war es im Mai 1988 zu einer Serie von gewaltigen Explosionen gekommen, bei denen fast 400 Menschen verletzt wurden. Seit 2002 ist Henderson Standort des Nevada State College.

Die Stadt wird umgeben von sanft ansteigenden Bergen, die zur McCullough Range gehören. Weite Teile dieser Bergkette vulkanischen Ursprungs, deren höchster Punkt der McCullough Mountain mit einer Höhe von 2141 Metern ist, stehen als ausgewiesene Wildnisgebiete unter Naturschutz. Hier kommen unter anderem Gopherschildkröten vor, zudem gibt es einige uralte indianische Felszeichnungen, deren genauer Fundort aus Furcht vor Vandalismus geheimgehalten wird.

Innerhalb der Stadtgrenzen befindet sich Lake Las Vegas, ein 1990 angelegter, künstlicher See, um den herum mehrere Hotels und Casinos der gehobenen Klasse sowie Golfplätze und exklusive Shoppingmeilen gruppiert wurden. Der See, der von Wasser aus dem Lake Mead gespeist wird, hat eine Oberfläche von 130 Hektar und eine Uferlänge von 16 Kilometern. Die Gebäude rund um den See sind zu einem grossen Teil in einem italienischen Stil gehalten.

Generell spricht das Angebot von Henderson, in dem es neben den Resorts am Lake Las Vegas noch einige weitere Hotels und Casinos gibt, eher gehobeneren Tourismus an. Zu den Hotels gehören vielfach auch Ladenzeilen mit teilweise exklusiven Boutiquen, weiterhin gibt es mit der Galleria ein Einkaufszentrum mit mehr als 130 Geschäften. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören das Clark County Heritage Museum, das die Geschichte der Region bis zur ursprünglichen indianischen Besiedlung zurück verfolgt und der öffentliche und mit Sportfeldern ausgestattete Park Acacia Demonstration Gardens, in dem Gestaltungsmöglichkeiten für Gärten im Wüstenklima aufgezeigt werden. Ein anderer Anziehungspunkt für Touristen ist eine Schokoladenfabrik, die Führungen anbietet und zu der der Ethel M Botanical Cactus Garden gehört. In dem Kaktusgarten, in dem bei freiem Eintritt mehr als 350 Arten von Kakteen zu sehen sind, wird 100% des Abwassers auf natürlichem Weg recycelt.


 

 

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