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In der Nähe von Fallon, Stützpunkt der US-Marineflieger und letzte grössere Ansiedlung vor dem einsamsten Abschnitt des Highways, werden beide Routen wieder vereint. Fallon ist weitläufig von Gemüsefeldern umgeben, zählt etwa 7500 Einwohner und ist der Verwaltungssitz des Churchill County. Wer die Stadt passiert hat, bekommt erst knapp 180 Kilometer weiter östlich mit Austin wieder einen nennenswerten Ort zu sehen. In der Nähe Fallons befindet sich mit dem Sand Mountain ein Freizeitgelände rund um eine 180 Meter hohe Sanddüne, die ein beliebtes Gelände zum Fahren mit Offroadfahrzeugen ist.
Hinter Fallon wird die Strasse zweispurig - und leer. Man überquert nacheinander verschiedene Bergketten mit langsam steigenden Höhen, kommt durch weite, leere Flächen, die von der US Navy zu Testzwecken genutzt werden. Nach etwa 75 Kilometern erreicht man mit Middlegate eine Handvoll Häuser, darunter ein Motel und eine Bar. In der Nähe befindet sich der Shoe Tree - ein Baum, in den Reisende viele Paar Schuhe geworfen haben, bis der Baum kaum noch als solcher zu erkennen war. Ebenso fährt man hier ab, um zum Berlin-Ichthyosaur State Park zu gelangen. Berlin ist eine ehemalige Minenstadt, die 1911 verlassen wurde und heute als Ghost Town zu besichtigen ist. In der Nähe der Ansiedlung wurden fast 40 Fossilien von Dinosauriern entdeckt.
Nachdem man die Desatoya Mountains hinter sich gelassen hat, gelangt man nach Austin, ebenfalls eine grösstenteils verlassene ehemalige Minenstadt, in deren Umland früher Gold, Silber und Uran abgebaut wurden. In Austin leben heute noch etwa 350 Menschen wo früher bis zu 10.000 Einwohner gezählt wurden. In der Nähe des Ortes befinden sich einige natürliche heisse Quellen. Nachdem man den Ort verlassen hat, steigt die US 50 in mehreren Haarnadelkurven steil über die Toiyabe Range auf einer Höhe von 2281 Metern. Der Bergzug gehört zum Humboldt-Toiyabe Nationalwald, in dem sich zahlreiche Naturschutzgebiete befinden. In der Nähe eines Rastplatzes am Rand der Strasse etwas ausserhalb von Austin kann man indianische Felszeichnungen besichtigen. Nach einer guten Stunde ist dann Eureka erreicht, in dessen historischer Downtown sich ein 1880 erbautes Opernhaus, ein 1877 errichtetes Hotel und zwei Museen ebenfalls vom Ende des 19. Jahrhunderts befinden. Zu dieser Zeit war Eureka eine blühende Stadt mit etwa 10.000 Einwohnern, in deren Minen Blei abgebaut wurde. Obwohl heute nur noch etwa 1100 Menschen hier leben, kann der Ort Sportanlagen, öffentliche Parks und moderne Schulen aufweisen.
Die letzte Ortschaft Nevadas an der US 50 ist dann Ely, eine ehemalige Kupferstadt mit 4000 Einwohnern. Zwischen Ely und Delta im benachbarten Utah, der nächsten grösseren Ansiedlung, liegen 260 Kilometer und nur zwei Tankstellen. Eine davon, Border, liegt nur wenige Meter von der Grenze zum Nachbarstaat entfernt. Der Highway kreuzt hier die US 93, die südlich Richtung Las Vegas führt. Zuvor erreicht die Strasse auf dem 2356 Meter hohen Connors Pass ihren höchsten Punkt. In der Nähe befindet sich die Zufahrt zum Great Basin Nationalpark.
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