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New Mexico



White Sands National Monument
 

NM White Sands

Nichts anderes und nicht spektakuläreres als Gips ist es, was New Mexico seine faszinierendste Sehenswürdigkeit verschafft - ein Naturmonument, bei dem sogar der Astronaut John Glenn, der nun wahrlich viel gesehen hat, gesagt haben soll, es sei der sagenhafteste Anblick, dem er je begegnet sei. Auf einer Höhe von rund 1300 Metern über dem Meeresspiegel gelegen und mehr als 580 Quadratkilometer groß ist die seit 1933 als National Monument geschützte und unter der Verwaltung des National Park Service stehende Landschaft mit den weißen Dünen, die man schon auf Satellitenfotos deutlich ausmachen kann. Die nächstgelegene Stadt ist Alamogordo, wo Touristen auch diverse Übernachtungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Kategorien finden.

Mehrere Wege und Pfade zur Erkundung sind hier eingerichtet worden - auch eine mehrere Kilometer lange, mit dem Auto befahrbare Straße steht zur Verfügung - und die Park Rangers bieten auch geführte Touren an, doch irgendwann überkommt wohl jeden Besucher die Lust, einfach einmal wie ein Kind in die weiße Pracht, die wie eine Winterlandschaft oder wie ein riesiger Sandkasten aussieht, hineinzulaufen und die eigenen Spuren im Sand zu hinterlassen. 

Die schneeweiße Landschaft des White Sands National Monuments besteht komplett aus Gips und ist in etwa 10.000 Jahren entstanden. Dabei sorgt der Regen dafür, dass die White Sands immer weiter wachsen - das Regenwasser spült Gipspartikel von den umliegenden Sacramento und San Andrés Mountains in den Lake Lucero im Tal, der nach der Regenzeit wieder austrocknet und die Gipsteilchen zurücklässt. Diese werden dann von Wind verteilt und bilden schließlich die Dünen, die bis zu zehn Meter im Jahr wandern. Vegetation ist so kaum möglich, denn den meisten Pflanzen gelingt es nicht, in der kurzen Zeit Fuß zu fassen, bis sich der Sand unter ihnen in Bewegung setzt. Einige wenige Arten wie zum Beispiel eine Yucca-Art haben sich den Gegebenheiten aber im Laufe der Zeit angepasst. Ebenso haben auch einige Säugetierarten hier ihr Zuhause gefunden - beispielsweise Kaninchen und Mäuse - außerdem gibt es Eidechsen und verschiedene Insektenarten, von denen einige eine weiße Grundfarbe angenommen haben.

NM White Sands 2

Wer das Sandfeld mit seinen Tausenden Dünen auf einem der ausgeschilderten Wege durchwandert, taucht in eine stille und einsame Welt ein, in der der Wind auch die Geräusche der Kinder, die hier oft mit Schlitten unterwegs sind, nicht herankommen lässt. Die Wege sind durch Holzpfähle auf den Kämmen der Dünen markiert, da jeder Pfad vom Sand schnell wieder verwischt wird. Übrigens wird der Gips nicht so heiß wie normaler Sand, weshlab man auch im Sommer barfuß unterwegs sein kann. Mitten in dieser weißen Wunderwelt lässt sich die Umgebung schnell vergessen und so mag es viele Besucher überraschen, wenn in der Ferne plötzlich Soldaten zu sehen sind. Allerdings liegt das National Monument vollständig auf dem Gebiet der White Sands Missile Range, einer Raketentestbasis und wird wegen diverser Testläufe einige Male pro Woche für einige Stunden gesperrt. Hier zündeten die Amerikaner 1945 die erste Atombombe, wenige Wochen vor dem Abwurf auf Nagasaki. Die Teststelle von damals, die so genannte Trinity Site, kann nur an zwei Tagen im Jahr besichtigt werden. Im Jahr 2008 hatten verschiedene Interessengruppen und Politiker den Versuch unternommen, das White Sands National Monument als UNESCO-Welterbe einzutragen, doch in Washington wurde der Plan abgelehnt, weil befürchtet wurde, dass im Fall der Anerkennung die militärische Nutzung des Gebiets untersagt werden würde. Das Anliegen wurde daraufhin gestoppt.

In der Nähe des White Sands National Monuments befindet sich außerdem eine Ausweichlandestelle der NASA. Den Park erreicht man am besten per Auto über den US Highway 70, mit einem Auto kann man im Park gegen eine Einfahrtgebühr von $ 3 auch einen Scenic Drive befahren; daneben werden verschiedene Spezialtouren angeboten. Weitere beliebte Aktivitäten sind Mountain Biking, Wandern und Schlittenfahren. Das Besucherzentrum ist täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Im Park selbst gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten, auch keine Stellplätze für Wohnmobile oder Zeltplätze. Gegen eine Gebühr von $ 3 besteht die Möglichkeit, ein Zelt im Parkgebiet aufzuschlagen, es gibt allerdings keinerlei Einrichtungen wie Duschen oder Toiletten. 

 

 

Link: White Sands National Monument auf den Seiten des National Park Service

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