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Wirtschaftlich gesehen ist der Tourismus zwar ein wichtiger Faktor, jedoch nicht die bedeutsamste Einnahmequelle Long Islands. Auch eine Vielzahl von Industrieunternehmen hat sich hier angesiedelt, unter anderem aus den Bereichen Biotechnologie und Flugzeugbau. In Teilen der Insel wird darüber hinaus seit einiger Zeit mit beachtlichem Erfolg Weinanbau betrieben. Verkehrstechnisch sind die Counties Long Islands in erster Linie an New York City angebunden, es gibt zehn Brücken und Tunnels, die eine Verbindung zur Stadt herstellen, in andere Richtungen jedoch kommt man allenfalls per Fähre. Die Long Island Rail Road stellt eine der wichtigsten Verbindungen nach Manhattan dar, täglich fahren mehr als eine Viertelmillion Menschen mit den Zügen.
Zu den beliebtesten Ferienorten auf Long Island zählen die an der Spitze der Insel liegenden und jeweils aus mehreren kleinen Orten bestehenden Southampton und East Hampton, gemeinhin unter dem Begriff The Hamptons zusammengefasst. Insbesondere die betuchteren Schichten aus New York City haben hier ihre Sommerresidenzen, die Orte selbst jedoch haben vielfach den Charme eines Fischerdorfes bewahren können. Das schon 1640 begründete Southampton besitzt mit dem Halsey House ein über 350 Jahre altes Gebäude, in dem heute ein Museum untergebracht ist. East Hampton, 1639 als erste Siedlung im heutigen Bundesstaat New York gegründet, blickt auf eine Geschichte als Standort für Walfänger zurück und ist auch heute noch einer der wichtigsten Fischereihäfen der USA. Daneben war der Ort in den 1940er und 50er Jahren eine Künstlerkolonie. Das ehemalige Wohnhaus der berühmten Malers Jackson Pollock, das Pollock-Krasner House and Studio und die zum Atelier umgebaute Scheune, in der er arbeitete, sind für Besichtigungen geöffnet. East Hampton gilt besonders als Spielplatz der Reichen und hat entsprechend hohe Grundstücks- und Lebenshaltungskosten.
Etwas günstiger geht es in Garden City zu, einem etwa 20.000 Einwohner zählenden, ca. 25 km von Manhattan entfernt liegenden Ort, in dem Charles Lindbergh 1927 zu seinem Transatlantikflug aufbrach. Dort findet sich heute die Roosevelt Field Mall, eines der größten Einkaufszentren des Landes sowie das Cradle of Aviation Museum zur Geschichte der Luftfahrt. Der südlichen Küste Long Islands vorgelagert liegt die knapp 50 Kilometer lange Fire Island, deren Küste wiederum weitgehend als National Seashore unter Naturschutz steht. Auf der über zwei Brücken erreichbaren Insel ist der Autoverkehr stark eingeschränkt, so dass die sehenswerten Punkte Fire Islands, darunter der Leuchtturm, das 1774 errichtete William Floyd House und vor allem der 2,5 km lange Boardwalk des Ortes Sailor´s Haven, am besten zu Fuß erkundet werden. Restaurants, Unterkünfte und Läden finden sich vor allem in dem kleinen Touristenort Ocean Beach. Neben diesen Sehenswürdigkeiten verfügt Long Island über eine Vielzahl öffentlicher Strände, die bei der Stadtbevölkerung besonders beliebt sind. Ebenso gern besucht werden die Sporteinrichtungen der Insel, angefangen von den zahlreichen Golf- und Poloclubs bis zu den großen Arenen, in denen professioneller Sport geboten wird, zum Beispiel im Mitchel Field in Uniondale, wo die New York Islanders aus der Eishockey-Profiliga NHL ihr Zuhause haben.
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