Florida

 

Orlando
 

disneyworld

Einwohner:

255.500

Beiname:

The City Beautiful

Lage:

Central Florida

Offizielles Logo:

Orlando

Orlando war lange Zeit eine mittelgroße Stadt, deren geschäftliches Leben sich in erster Linie um Zitrusfrüchte drehte. Noch 1960 lebten hier nur etwas mehr als 85.000 Einwohner. 1971 öffnete Walt Disney die Pforten zu seinem damals einzigartigen Projekt eines Abenteuer- und Traumparks für Familienurlauber und die Entscheidung, diesen Park in Orlando zu errichten, sollte die wichtigste und einschneidendste Veränderung in der Geschichte der Stadt werden. Heute leben in Orlando fast 240.000 Menschen und im Ballungsraum insgesamt sogar mehr als 2 Millionen. Längst ist es nicht mehr allein Disney World, das die Besucher hierher bringt, die Stadt hat inzwischen so viele Eisen im Feuer der Tourismusindustrie, das jährlich rund 50 Millionen Urlauber aus aller Welt nach Zentralflorida kommen.

Die ersten europäischen Siedler kamen Mitte des 19. Jahrhunderts in die Region in Zentralflorida, doch wie schon die zuvor hier ansässigen Indianer etablierten auch sie kaum nennenswerte Orte, sondern lebten eher verstreut. Die Armee errichtete hier zwar 1838 während des Kampfes gegen die Seminolen einen Posten, der aber bald wieder zerstört wurde. Im Zuge einer Neueinteilung der Landkreise Floridas wurde die noch immer kleine Stadt, die zu diesem Zeitpunkt noch Jernigan hieß, 1856 Sitz der Countyverwaltung des neugeschaffenen Orange County; ein Jahr später erfolgte die Namensänderung zu Orlando. Trotz dieser Aufwertung erfuhr der Ort nur langsames Wachstum, etablierte sich aber als Oberzentrum für die von der Zitrusfrüchte-Landwirtschaft geprägte Umgebung. Nach dem Ende des Bürgerkriegs, während dem Orlando als Handelszentrum besonders von der Blockade der Häfen durch die Nordstaaten betroffen war, erfuhr die Stadt einen ersten Boom mit starkem Bevölkerungszuwachs und erlangte 1885 das Stadtrecht. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts dann setzte der heute als “Florida Land Boom” bekannte Run ein, in dessen Rahmen unzählige Immobilienmakler und Entwickler immer neue Siedlungen entwarfen und bauen ließen. Auch Orlando veränderte sein Gesicht in dieser Zeit und wuchs schnell. Im Jahr 1965 schließlich fiel die Entscheidung von Walt Disney, seine Vision von einem Freizeit- und Erlebnispark hier in Central Florida umzusetzen. Fünf Jahre später wurde Disney World eröffnet und brachte der Region einen gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung, verbunden mit einem rasanten Anstieg der Einwohnerzahlen. Nicht zuletzt zeigte das Projekt, das die Mischung aus angenehmem Klima und großflächigem Entertainment gut funktionierte und so zogen bald andere Anbieter nach. Heute gibt es in Orlando und in seinem Ballungsraum mehr Freizeitparks als an irgendeinem anderen Ort der Welt.

Kurzübersicht Freizeitparks

  • Walt Disney World Resort:     Das gesamte Gelände, bestehend aus vier Themenparks und zwei Wasserparks, 32 Hotels, Restaurants, Geschäften und einer Vielzahl weiterer Einzelattraktionen bildet den größten und meistbesuchten Freizeitpark der Welt. Der Standort ist nicht in Orlando, sondern im in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Orange County. Mehr als 60.000 Menschen arbeiten hier; etwa 45 Millionen Menschen besuchen das Resort jährlich. Zum Erfahrungsbericht Disneyworld....

Magic Kingdom

Der größte Einzelpark im Resort ist ein klassischer Vergnügungspark, dessen Mittelpunkt die Main Street USA und das Cinderella Castle sind. Zu den Abschnitten des Parks gehören Adventureland, Tomorrowland, Frontierland und Fantasyland mit jeweils verschiedenen thematischen Schwerpunkten.

Epcot

Ursprünglich eine Realisierung von Walt Disneys Vorstellungen der geplanten Stadt der Zukunft ist Epcot heute eine Darstellung der Errungenschaften der Menschheit und ein Blick in die Zukunft in den Teilen World Showcase und Futureworld

Disney Hollywood Studios

Die ehemals Disney MGM Studios genannte Einrichtung ist Freizeitpark und funktionierendes Filmstudio in einem. Zu sehen sind Filmkulissen, eine Bühnenshow und Einblicke in die Welt der Filmschaffenden.

Animal Kingdom

Ein vollwertiger Zoo auf einer Fläche, die größer ist als die der drei anderen Parks zusammen. Verschiedene Lebensräume der hier angesiedelten Tiere wurden nachgebaut, dazu gibt es Shows und den Abschnitt DinoLand über ausgestorbene Tierarten.

Typhoon Lagoon

Wasserpark mit dem weltgrößten Wellenbad, einem Fluß und einem Wasser spuckenden Geysir, dazu Tauchreviere und Badestrände.

Blizzard Beach

Wasserpark, der auf der Legende eines abgetauten Skiresorts aufbaut. Künstliche Hügel, Skilifte und viele verschiedene Wasserrutschen bilden den Park.

  • Universal Orlando Resort:   Die zweitgrößte Freizeitpark-Einrichtung im Großraum Orlando besteht aus zwei Themenparks, dem CityWalk mit abendlichem Entertainment und drei Hotels. Der größte Abschnitt, Universal Studios Florida, ist in sechs thematische Abschnitte unterteilt, in denen es Fahrgeschäfte, mehrere Ride Videos, also virtuelle Reisen und Fahrten gibt. In den Studios wird auch tatsächlich für Film und Fernsehen gearbeitet; Besucher können vielerorts einen Blick hinter die Kulissen werfen. Die 1999 eröffneten Islands of Adventure bilden den zweiten Park, in dem in fünf verschiedenen Bereichen, den so genannten Inseln, hauptsächlich Fahrgeschäfte und Achterbahnen auf die Besucher warten.
  • SeaWorld Orlando:      Der Themenpark ist eine Mischung aus Aquarium und Vergnügungspark. Zahlreiche Meerestiere leben hier in riesigen Aquarien, einige von Ihnen, wie die Wale, treten auch in Shows auf. In einem Tunnel können die Besucher direkt in die Unterwasserwelt abtauchen. In Teilbereichen sind Lebensräume wie etwa die Antarktis nachgebaut. Neben den tierischen Attraktionen gibt es im Park mehrere Achterbahnen und einige Kinderkarussells. Zum Erfahrungsbericht und den Reisetipps für Sea World... 
  • Gatorland:      Der Park mit mehr als 5000 Alligatoren und Krokodilen sowie zahlreichen Schlangenarten besteht bereits seit 1949 und befindet sich noch immer in Familienbesitz. Besucher können die Tiere in Gehegen oder bei Shows wie dem beliebten Alligator Wrestling bewundern; einige Vertreter finden sich sogar in einem Streichelzoo. Daneben gibt es Programme, die der Information über die Tiere dienen.
  • Discovery Cove:     Kein Freizeitpark im herkömmlichen Sinn, sondern eher ein Aquarium mit Zusatzangebot. Im gesalzenen Eintrittspreis ist eine halbe Stunde Interaktion mit Delphinen enthalten sowie die Möglichkeit, mit verschiedenen Meerestieren zusammen schwimmen zu gehen. Discovery Cove liegt neben der SeaWorld.

Orlando hat nach Las Vegas die zweitgrößte Zahl an Hotelbetten in den USA, ist eine der drei amerikanischen Städte mit der höchsten Zahl an Kongressbesuchern, hat eine breite Vielfalt an Golfplätzen, das zweitgrößte Kongresszentrum der USA und verfügt über eine beachtliche Auswahl in den Bereichen Kultur, Shopping und Sport. Obwohl noch immer die Besucher der Vergnügungsparks den größten Anteil der Touristen ausmachen, haben sich in der Region auch andere Standbeine des Tourismus etabliert. Dazu gehört unter anderem der Themenbereich Shopping, der in Orlando ebenfalls große Bedeutung erlangt hat.

Eines der größten Einkaufszentren der USA ist die Florida Mall (Ecke Sand Lake Road und Orange Blossom Trail) mit mehr als 250 Geschäften, sechs großen Warenhäusern und einem Hotel. Eine weitere breitgefächerte Shoppingmöglichkeit bietet die Mall at Millenia (Conroy Road) mit mehr als 150 Läden, 3 Warenhäusern und einem Möbelhaus direkt nebenan. Das Einkaufszentrum richtet sich generell an einen etwas luxuriöseren Geschmack. Die Festival Bay Mall (international Drive) ist dagegen ein Einkaufszentrum, das sich von den traditionellen Malls durch seine Ladenzusammensetzung etwas abhebt. Auf dem Gelände finden sich einige kleine Seen und Teiche. Neben 80 Geschäften, darunter einige Outlet-Stores und einigen Restaurants gibt es hier auch einen Skatepark und ein Kino. Ebenfalls am International Drive liegt die kleinere Mall Pointe Orlando, zu der auch ein Kino gehört.

FL Orlando Lake Eola

Weitere Sehenswürdigkeiten abseits der Themenparks finden sich vor allem in Downtown. In vielerlei Hinsicht lohnend ist zum Beispiel der Lake Eola. Der See wird komplett von einem Park umgeben und besteht seit 1888, als ein Hotelbesitzer aus der Stadt weite Teile des genutzten Landes stiftete, verbunden mit der Auflage, einen schönen Ort zum Verweilen für die Bürger Orlandos zu schaffen. In der Mitte des gut 9 Hektar großen Sees befindet sich eine aufwändig gestaltete Fontäne, die zum inoffiziellen Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Das Seeufer ist immer im April Schauplatz des von der University of Central Florida durchgeführten Shakespeare Festivals mit Aufführungen im Walt Disney Amphitheater. Nach der hier stattfindenden zentralen Feier der Stadt zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli folgt dann jährlich im November das Event Fiesta in the Park, eine Art Volksfest mit hunderten Ständen, Kunst und Kunsthandwerk und Live-Entertainment.

Downtown, genauer das Viertel Parramore, ist auch Standort von zwei großen Veranstaltungszentren. Das Bob Carr Performing Arts Centre (401 West Livingston Street) ist ein 2500 Zuschauer fassendes Auditorium, das die Heimat der städtischen Philharmonie ist und daneben für wechselnde kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Das 1926 erbaute Gebäude wird 2014 von einem Neubau ersetzt werden. Ebenfalls neu und mit modernster Technik ausgestattet ist das Amway Center (400 West Church Street), das 2010 eröffnet wurde. Die multifunktionale Arena ist Heimspielort für das einzige Profi-Sportteam der Stadt, den Orlando Magic aus der Basketballiga NBA. Außerdem wird sie für zahlreiche andere Veranstaltungen wie Shows oder Konzerte genutzt. Ebenfalls in der Innenstadt, in der sich auch Konsulate mehrerer Staaten, darunter Österreich und die Niederlande befinden, liegt das Orlando Science Center (777 East Princeton Street, geöffnet täglich ab 10 Uhr). Diese Institution ist weniger wissenschaftliches Museum als Erlebnisraum, in dem naturwissenschaftliche Phänomene selbst erforscht und entdeckt werden können. Zum Center gehören unter anderem ein Planetarium und ein Auditorium für Vorführungen. Ein Museum im traditionellen Sinn ist dagegen das Orlando Museum of Art (2416 North Mills Avenue). Das Kunstmuseum, das bereits 1924 gegründet wurde, das neben Werken internationaler Herkunft auch solche von regionalen Künstlern präsentiert. Hinzu kommen jährlich etwa 10-12 wechselnde Sonderschauen. Den Schwerpunkt ausschließlich auf amerikanische Kunst legt das seit 1998 bestehende und von der Stadt Orlando betriebene Mennello Museum of American Art (900 East Princeton Street). Im Mittelpunkt steht eine umfassende Sammlung von Werken des Malers Earl Cunningham.

Auch bei den großen in Orlando stattfindenden Veranstaltungen spielt Kultur eine wichtige Rolle. Zu nennen ist unter anderem das Orlando International Fringe Theater Festival. Fringe ist eine Form des Theaters, bei dem auf aufwändige Technik und Bühnenbilder verzichtet wird, Einflüsse aus anderen Bereichen der Kultur eingeflochten und ungewöhnliche, kurze Stücke aufgeführt werden. Das Festival in Orlando besteht seit 1991, geht über 13 Tage im Mai und zählt zu den bedeutendsten seiner Art weltweit. Dank seiner Filmstudios hat sich Orlando zudem inzwischen den inoffiziellen Spitznamen “Hollywood East” erworben und trägt diesem Ruf auch mit dem Florida Film Festival Rechnung. Dieses findet seit 1991 jährlich im April statt - zwar nicht in Orlando selbst, aber im Vorort Maitland - und beschäftigt sich mit Independent-Filmen und ausländischen Produktionen.

So bieten Orlando und Umgebung ein umfassendes und facettenreiches touristisches Programm, doch die Stadt gewinnt auch darüber hinaus stetig an Bedeutung. Mehr als 20 Hochschulen und Universitäten sind hier zu finden, darunter die University of Central Florida, nach Studentenzahlen der zweitgrößte Unicampus der USA. In wirtschaftlicher Hinsicht sind neben der Entertainment- und der Filmindustrie vor allem Technologie und Forschung erwähnenswert. Der Central Florida Research Park ist zum Beispiel Standort von über 120 Firmen aus dem Forschungssektor und bietet Beschäftigung für mehr als 10.000 Menschen. Allgemein ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Region recht gut, allerdings liegt das Pro-Kopf-Einkommen vergleichsweise niedrig - mehr als 15% der Bevölkerung lebt nach offiziellen Maßstäben unterhalb der Armutsgrenze. Dies lässt sich zum Teil auch mit der recht jungen Bevölkerungsstruktur (Durchschnittsalter: 33 Jahre) begründen und mit der hohen Zahl an Studenten.


 

 

 

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