Florida

 

Sea World Orlando
Erfahrungsbericht und Reisetipps

Sea World ist einer der bekanntesten Namen in der Liste der Freizeit- und Themenparks, mit denen Orlando zahllose Besucher aus dem In- und Ausland anlockt. Zum Resort gehören außer dem zoologischen Themenpark auch der Wasserpark Aquatica und der interaktive Marine-Erlebnispark Discovery Cove, in dem Besucher selbst in ein künstliches Korallenriff eintauchen und unter anderem mit Delfinen schwimmen können. Mit einer Besucherzahl von mehr als 5 Millionen pro Jahr zählt Sea World, das in Orlando insgesamt eine Fläche von rund 81 Hektar einnimmt, zu den zehn größten Vergnügungsparks der USA.

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Alle Bilder: © Americanet, Juli 2013

Unser Besuch von Sea World im Juli 2013 überrascht uns und das in mehrfacher Hinsicht. Vor allem deswegen, weil Sea World deutlich vielseitiger ist, als man das zunächst vermuten könnte: Wer “nur” einen Meerestierpark erwartet, liegt falsch. Zwar stehen die Meerestiere selbstverständlich im Mittelpunkt des ganzen Geschehens, doch um diese Attraktionen herum wurde ein Freizeitpark aufgebaut, in dem es an nichts fehlt.

Gleich hinter dem Eingangsbereich bekommt man einen Eindruck von der Vielseitigkeit des Parks. Links stolzieren Flamingos durch ihr Gehege, geradeaus saust die Achterbahn “Manta” unter dem Gekreische der Insassen durch das Blickfeld, rechts gibt es einen Shop mit Nützlichem und Unnötigem und in der Nachbarschaft befindet sich der Gästeservice, wo man sich informieren und zusätzliche Erlebnisse buchen kann. Genau das tun wir auch; aus verschiedenen Optionen buchen wir  für eine Extra-Gebühr eine Tour, die hinter die Kulissen des Vergnügungsparks zu führen verspricht. Bis diese beginnt, ist allerdings noch etwas Zeit, in der wir Gelegenheit haben, die verschiedenen Abschnitte von Sea World unter die Lupe zu nehmen.

Zum Pflichtprogramm gehören natürlich die Tiere. Zu entdecken gibt es unter anderem Meeresschildkröten, Alligatoren, Delfine und Eisbären. Ein besonderer Spaß ist es, den Walrössern und Robben kleine Fische zuzuwerfen, die man neben dem Gehege kaufen kann - aber Achtung vor den gierigen Vögeln, die so manchen Fischwurf geschickt abfangen. Aushängeschild der tierischen Einwohnerschaft sind bei Sea World aber natürlich die Wale. Während die Belugawale in einem Becken im Abschnitt “Wild Arctic” zu finden sind (wohin man nach einem Simulatorflug mit einem Hubschrauber kommt), haben die Orcas ihren ganz eigenen Bereich, wo man die beeindruckenden und eleganten Tiere unter Wasser durch eine große Glasscheibe bewundern kann.

Die neue Hauptattraktion von Sea World ist der Abschnitt “Antarctica”. Hier gelangt man in eine Landschaft, die den schneebedeckten Felsen und Gletschern der Antarktis nachempfunden wird und die angesichts der tropischen Temperaturen in Florida recht unwirklich erscheint. Wer die Wartezeit bis zum Eingang hinter sich gebracht hat, kann zunächst auswählen, ob man auf die “wilde” oder die “milde” Variante der Tour gehen möchte und besteigt anschließend ein Fahrzeug, das durch eine aufwändig gestaltete 3D-Landschaft führt; ganz so, als ob man selbst mit einem Kettenfahrzeug am Südpol unterwegs ist. Am Ende der Reise gelangt man in die auf etwa 0° C herunter gekühlte Welt der Pinguine und an diesen ist man dann so dicht dran wie wohl sonst nirgends außerhalb der tatsächlichen Antarktis. Mehr als 200 Pinguine leben hier und die niedlichen Tiere sind ohne jeden Zweifel der Höhepunkt der knapp halbstündigen Erlebnisreise durch Antarctica. Die ganze Konzeption ist in ihrer Art weltweit einzigartig und ein echtes Erlebnis, allerdings sollten die Verantwortlichen dafür sorgen, dass die Warteschlange vor dem Einlass nicht zu lang wird. Trotz Schatten ist es Kindern kaum zuzumuten, mehr als eine Stunde zu warten. Zudem gibt es direkt in Antarctica keine Information darüber, was einen überhaupt erwartet, wenn man sich in die Schlange stellt - auch das sollte man für jene Besucher, die sich nicht vorab informiert haben, dringend ändern.

Dann war es Zeit für unser gebuchte Zusatztour hinter die Kulissen des Freizeitparks und tatsächlich ergibt sich, wenn man einmal durch eine Tür mit der Aufschrift “nur für Angestellte” gegangen ist, eine neue Perspektive auf das, was ansonsten in Orlandos Entertainmentindustrue einen herausragenden Platz hat. Hier hinten zeigt sich, dass Sea World mehr ist als eine Touristenattraktion, sondern sich vor allem auch im Bereich der Rehabilitation verletzter Wildtiere einen Namen gemacht hat. Jährlich werden in Floridas zahlreichen Gewässern viele Tiere verletzt, zum Beispiel durch Angelleinen oder Schiffsschrauben. Einige der Tiere, die durch den Einsatz der Helfer eine zweite Chance bekommen, darunter sind Seekühe, Delfine und Schildkröten, bekommen wir hier zu sehen, ebenso einige der Geräte und Fahrzeuge, die für solche Zwecke eingesetzt werden. Unsere kleine Gruppe besucht anschließend noch andere Abschnitte des Parks, die man sonst nicht zu sehen bekommt - darunter ist unter anderem der Hintereingang, über den die Pfleger zu den geschützten Räumen der Eisbären gelangen und - und bekommt die Gelegenheit, einen Pinguin zu streicheln, was für die teilnehmenden Kinder natürlich das Highlight der Tour ist.

Für uns Erwachsene sind diese Einblicke abseits der üblichen Pfade eine gute Ergänzung des sonstigen Angebots von Sea World, das für sich allein genommen allerdings beeindruckend genug ist. Wie in Orlando üblich, wirkt der Park hervorragend organisiert und aufgeräumt und an freundlichem und hilfsbereitem Personal mangelt es nirgends. Wer den großen Thrill sucht und eine breite Auswahl wilder Achterbahnfahrten, ist sicher in anderen Parks besser aufgehoben, wer aber einen Familientag mit viel Abwechslung erleben will, wird Sea World schnell zu seinen Favoriten zählen.  

Tipps und Empfehlungen

Tickets

Kinder bis zwei Jahre haben freien Eintritt in den Park. Wer außer zu Sea World auch in den Wasserpark Aquatica möchte, kann ein günstigeres Kombiticket erwerben; ebenfalls günstiger ist es, ein Mehrtagesticket zu kaufen. Das allerdings lohnt sich nur, wenn man wirklich jede Attraktion im Park nutzen möchte. Darüber hinaus gibt es eine Kooperation mit dem Vergnügungspark Busch Gardens in Tampa, auch diese beiden Parks lassen sich in einem dann günstigeren Ticket kombinieren. Generell ist es empfehlenswert, die Tickets im Vorfeld online zu kaufen und auszudrucken, das erspart die mitunter lange Schlange an der Kasse.

Parken

Wie bei den Freizeitparks der Region üblich, muss man für das Abstellen des Autos nochmal einiges einplanen, zuletzt waren es 15 Dollar. Den Aufpreis für das so genannte “Preferred Parking” kann man sich nach unseren Beobachtungen für die paar hundert Meter Wegersparnis durchaus sparen.

Kleine Kinder

Sea World ist wahrscheinlich der für kleinere Kinder am besten geeignetste der Freizeitparks in Orlando und Umgebung. Der Schwerpunkt liegt weniger auf rasenden Achterbahnen als auf Erlebnissen, die man in allen Altersgruppen genießen kann. Im Park kann man Kinderwagen leihen, es gibt separate Bereiche, in denen Babies gestillt und gewickelt werden können und dank vieler schattiger Abschnitte ist auch mal eine Pause für die Kleinen möglich.

Klima

Wie überall in Central Florida ist auch der Besuch von Sea World zumeist eine schweißtreibende Angelegenheit. Das Mitbringen von Getränken ist möglich (nur Plastikflaschen, keine großen Kühltaschen), darüber hinaus gibt es im Park gefühlt alle 50 Meter die Gelegenheit, Erfrischungen zu kaufen. In den Sommermonaten gibt es eigentlich täglich einen Regen- oder Gewitterschauer, der aber in der Regel nach maximal 30 Minuten wieder heißem Sommerwetter Platz macht. Sonnencreme sollte unbedingt dabei sein.

Souvenirs

Die Möglichkeiten zum Einkauf von Souvenirs in allen erdenklichen Formen sind grenzenlos. Sea World hat - mit Ausnahme der als Markenzeichen des Parks verwendeten Orcas - keine allseits bekannten Figuren wie Disney, so dass man in den Geschäften außerhalb des Parks kaum fündig werden wird. Die Preise liegen allgemein aber im Rahmen des Erträglichen.

Angestellte

Immer freundlich, hilfsbereit und jederzeit ansprechbar. Für alle speziellen Fragen, Lost & Found und die Buchung von zusätzlichen Touren gibt es in der Nähe des Eingangsbereichs das Information Center. 


 

 

 

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