Michigan

 

Sleeping Bear Dunes National Lakeshore

MI Sleeping Bear Dunes 3

Die blauen Weiten des Michigansees bilden den Hintergrund für die Sleeping Bear Dunes National Lakeshore, ein etwa 56 Kilometer langer, geschützter Küstenabschnitt im Westen von Michigan. Auf einer Gesamtfläche von 288 km² umfasst das Schutzgebiet nicht nur Sanddünen, sondern auch Strände, Küstenwälder, kulturhistorisch bedeutsame Stätten und die Inseln North Manitou Island und South Manitou Island im See. Die nächstgelegene Stadt, in der es zahlreiche Unterkünfte und Restaurants gibt, ist Traverse City in einer Entfernung von etwa 25 Meilen. Innerhalb des Parks stehen auf dem Festland zwei Campingplätze zur Verfügung, für die bis zu sechs Monate im Voraus Reservierungen gemacht werden können. Weitere Campingplätze befinden sich auf North und South Manitou Island.   

Seinen Namen erhielt das Gebiet, das von den Zuschauern eines Fernsehmagazins 2011 zum schönsten Ort in Amerika gewählt wurde, von einer alten Legende des Volks der Anishinabe. Dieser zufolge flüchteten einst eine Bärenmutter und ihre beiden Jungen vor einem Feuer über den See. Die beiden Jungen ertranken, doch die Bärin wartete über Jahre auf einem Felsen liegend. Der Große Geist belohnte die Ausdauer der Bärin dann dadurch, dass er die beiden Inseln im See als Andenken an ihre Kinder erschuf.

Wer die Inseln besuchen möchte, kann entweder mit dem eigenen Boot übersetzen oder die Fähre nutzen, die jeden Tag um 10 Uhr von Dock 45 in Leland (bei Empire) ablegt. Die Rückfahrtzeit wird während der Hinfahrt bekanntgegeben. Reservierungen für die Fähre werden empfohlen. Auf den Inseln gibt es keine Läden oder Restaurants, ein Besuch muss also gut geplant werden. Jeder Besucher muss am Dock zunächst einen Eintrittspass für die National Lakeshore kaufen. Belohnt wird man mit viel Natur auf den Inseln, die man über ein System aus Wegen erkunden kann, die einst als Straßen dienten. Auf North Manitou Island gibt es einen See, wo sich viele Tiere beobachten lassen. Die Insel ist auch für Taucher ein interessantes Revier, mehr als 50 Schiffswracks liegen rund herum auf dem Seegrund. Auf der benachbarten, kleineren South Manitou Island werden geführte Touren angeboten, hier gibt es unter anderem einen Leuchtturm aus dem Jahr 1871.

Zurück auf dem Festland gibt es noch mehr Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Dazu gehören die Überreste von Port Oneida. Der kleine Ort, zu dem 18 Farmen gehörten, diente einst dem Handel mit anlegenden Schiffen und wurde so bewahrt, wie er im 19. Jahrhundert ausgesehen hat. Die verlassenen Gebäude sind beliebte Fotomotive für Besucher. Jeweils im August findet in Port Oneida ein Markt statt, bei dem Kunsthandwerk verkauft wird. Darüber hinaus gibt es noch das Dorf Glen Haven, das in den 1850er Jahren rund um ein Anlegedock entstanden ist. In den alten Gebäuden befinden sich heute die Ranger Station für den Nationalpark sowie ein maritimes Museum und um Bootshaus eine Ausstellung historischer Holzboote.

Die Hauptattraktion bleiben aber natürlich die steil zum Wasser abfallenden Sanddünen, zwischen denen die Besucher klettern und wandern und wo auch einige Tierarten ihr Zuhause gefunden haben. Dahinter erstrecken sich Wälder, Seen und Wiesen, auf denen im Frühjahr die Wildblumen erblühen. Etwa 160 Kilometer Wanderwege sind in dem Gebiet ausgewiesen, im Winter werden einige davon als Langlaufstrecken präpariert. Zur National Lakeshore gehören auch Strände, in der Regel ist der Lake Michigan aber auch im Sommer nicht unbedingt zum Schwimmen empfehlenswert. Im südlichen Abschnitt des Parks befindet sich der Platte River, der sich gut zum Kanufahren eignet.        


 

 

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