South Dakota

 

Black Hills

SD Black HillsDie Bezeichnung “Black Hills” beschreibt ein Gebirge in der westlichen Hälfte von South Dakota, für einige Meilen hineinreichend nach Wyoming, das insgesamt ein Gebiet von etwa 13.000 km² umfasst. Das Gebirge war von der Regierung ursprünglich den seit Jahrtausenden hier lebenden amerikanischen Ureinwohnern zugesprochen worden, doch dieses Versprechen wurde wenig später gebrochen. Innerhalb der Region, die man unter dem Begriff “Black Hills” zusammenfasst, befinden sich unter anderem ein National Forest, ein National Monument, ein State Park, das Mount Rushmore National Memorial und das Crazy Horse Memorial und der Wind Cave Nationalpark. Die Black Hills sind deswegen, aber auch wegen der vielfachen Outdoor-Möglichkeiten, das touristische Zentrum von South Dakota. Der Fremdenverkehr ist heute die wichtigste Einnahmequelle der Region, in der früher auch in großem Stil Bodenschätze abgebaut worden sind, darunter vor allem Gold. Der höchste Punkt der Black Hills ist der Gipfel des Harney Peak mit einer Höhe von 2207 Metern.

Die Spuren menschlicher Besiedelung der Black Hills gehen zurück bis 7000 v. Chr. Eine lange Folge von Urvölkern lebte in der Region bis Ende des 18. Jahrhunderts die aus dem Mittleren Westen umsiedelnden Sioux zu den bereits dort ansässigen Cheyenne hinzustießen und beide Völker die Black Hills für sich beanspruchten. Im Vertrag von Fort Laramie 1868 gab die amerikanische Regierung den Indianern die Garantie, dass das gesamte Gebiet des heutigen South Dakota und darüber hinaus unantastbar Indianerland sei und bleiben würde. Es sollte danach nur sechs Jahre dauern, bis in den Black Hills Gold gefunden wurde und ein unablässiger Strom von Weißen auf das Land der Ureinwohner vordrang. 1876 kam es, nach zahlreichen kleineren, blutigen Auseinandersetzungen zum offenen Krieg, dem Great Sioux War, in dessen Verlauf die US-Regierung zwar eine empfindliche Niederlage am Little Bighorn kassierte, der insgesamt aber damit endete, dass die Indianer getötet oder vertrieben wurden und ihr Land verloren. 1980 sprach der Oberste Gerichtshof den Sioux und Cheyenne eine Entschädigung von 106 Millionen Dollar wegen des Vertragsbruchs zu, die von den Ureinwohnern aber bis heute nicht angenommen wurde. Die zurückgestellte Summe ist mit Zinsen inzwischen auf über 750 Millionen Dollar angewachsen.

Die wichtigsten touristischen Attraktionen der Black Hills sind zweifellos Mount Rushmore, das Crazy Horse Memorial und der Wind Cave Nationalpark. Als Ausgangspunkt für Exkursionen bietet sich Rapid Hills an, die zweitgrößte Stadt South Dakotas, die auf der Ostseite des Gebirgszugs liegt. Devils Tower liegt allerdings bereits auf dem Gebiet des Bundesstaats Wyoming. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Region gehört das Devils Tower National Monument, ein aus Vulkangestein bestehender, knapp 390 Meter über die Umgebung hinausragender Monolith. Der Berg gehört zu den kulturell bedeutsamen und mit vielen Mythen umgebenen historischen Stätten mehrerer indianischer Völker, weshalb das Klettern auf den Devils Tower - sonst ein beliebtes Unterfangen - im Monat Juni weitestgehend eingestellt wird, weil zu dieser Zeit viele indianische Feste hier gefeiert werden. Weitere partielle Sperrungen sind möglich, wenn die hier lebenden Präriefalken Brütezeit haben. Im Rest des Jahres müssen sich Kletterer vor ihrer Tour im Besucherzentrum registrieren, dass sich am Fuß des Felsens befindet und täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet ist.

Das gesamte Gebiet rund um die Black Hills steht als Nationalwald unter der Verwaltung des US Forest Service. Der Wald besteht dabei zum weitaus größten Teil aus Nadelbäumen, in erster Linie sind dies Gelbkiefern und Fichten. Eine beeindruckende Vielfalt von Tierarten fühlt sich in dieser Umgebung zu hause, dazu gehören zum Beispiel Schwarzbären und Pumas, aber auch Wapitis, Kojoten und Dickhornschafe. Um einen Eindruck von der Landschaft zu erhalten, bietet sich mit dem Auto eine Fahrt über den Peter Norbeck National Scenic Byway an, der auch in die Nähe von Mount Rushmore führt. Wer etwas mehr Zeit hat, wird sich an den mehr als 700 Kilometer Wanderwegen erfreuen, über die man auch zu den elf Seen im Nationalwald kommt, die allesamt für Angler gut geeignet sind. Für Übernachtungen stehen insgesamt 30 Campingplätze zur Verfügung. Die Verwaltung des riesigen Areals des Nationalwalds befindet sich in dem Ort Custer.

In der Nähe dieser Kleinstadt befindet sich auch das Jewel Cave National Monument. Mit seinem unterirdischen Wegenetz von 267 Kilometern ist das Höhlensystem, das im Jahr 1900 von zwei Landvermessern entdeckt wurde, das drittlängste der Welt. Man geht allerdings davon aus, dass die Höhle insgesamt eine noch deutlich größere Ausdehnung hat. Die Park Rangers bieten verschiedene Touren durch die Jewel Cave an, die ihren Namen von Kalziumkristallen an den Wänden erhielt. Das Besucherzentrum des National Monuments ist täglich von 8:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet, im Sommer bis 17:30 Uhr (Zufahrt über Highway 16).  SD Harney Peak

Nicht in die Tiefe, sondern auf den mit 2208 Metern über dem Meeresspiegel höchsten Punkt nicht nur der Black Hills, sondern sogar des gesamten Landes östlich der Rocky Mountains, gelangen Besucher, wenn sie einem der Wanderwege auf den Harney Peak folgen. Der Berg, der eine gewichtige Rolle in der Geschichte der Sioux spielt, diente Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem als Aussichtsposten, um eventuell schwelende Waldbrände zu entdecken. Der steinerne Aussichtsturm, der heute noch auf dem Gipfel zu finden ist, wurde allerdings erst 1938 errichtet und war als solcher bis 1967 in Betrieb. Der beliebteste und am leichtesten zu bewältigende Weg hinauf zum Gipfel geht über 11 Kilometer und beginnt am Sylvan Lake, dem See, der mitunter als “Kronjuwel” der Black Hills bezeichnet wird und der mit seinen Picknickplätzen und den Möglichkeiten zum Schwimmen und Bootfahren für sich selbst genommen ebenfalls ein lohnendes Ausflugsziel ist.

Ebenfalls sehenswert ist die Ausgrabungsstätte Mammoth Site in der Nähe des Ortes Hot Springs, wo in einem vor rund 26.000 Jahren entstandenen Karsttrichter die Überreste von mehr als 60 Mammuts gefunden wurden. Die Tiere waren in das Loch gerutscht oder gefallen und konnten sich nicht mehr daraus befreien. Die Knochen wurden im Jahr 1974 von einem Bauarbeiter entdeckt. Die Ausgrabungen werden noch immer vorangetrieben, ein Museum vor Ort informiert über die Arbeiten und die bisherigen Funde (1800 US Highway 18 Bypass, Hot Springs, täglich geöffnet ab 8 Uhr im Sommer bzw. 9 Uhr im Winter).

 

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