South Dakota

 

Mount Rushmore

Mount Rushmore ist eine der bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten der USA. Zu dem Monument im eher abgelegenen Osten South Dakotas zieht es jährlich etwa drei Millionen Besucher. Die Arbeiten an dem Projekt hatten 1927 begonnen und waren 1941 abgeschlossen worden. Die Idee zu dem gewaltigen Monument stammt von Doane Robinson, einem Historiker, der mit dem Projekt den Tourismus nach South Dakota fördern wollte. Der gesamte Park rund um das Denkmal ist mehr als fünf Quadratkilometer groß.

Das Monument zeigt von links nach rechts die US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Jedes Bildnis ist etwas über 18 Meter hoch und wurde in den Granit des Felsens gesprengt und gemeißelt. Das Kunstwerk war von John Gutzon de la Mothe Borglum begonnen worden; nach seinem Tod fünf Monate vor Vollendung führte sein Sohn das Werk fort. Das ursprünglich zur Förderung des Tourismus in den Black Hills angelegte Projekt hat den Status eines National Monuments und steht unter der Verwaltung des National Park Service. 1934 wurde zuerst das Abbild Washingtons fertig, 1936 folgte Jefferson, dann 1937 und 1939 Lincoln und Roosevelt.

Die ursprüngliche Idee Doane Robinsons war eigentlich die Errichtung eines Monuments mit den Gesichtern von bekannten Personen des Westens wie Buffalo Bill oder Lewis und Clark gewesen, doch Borglum, unterstützt von einer durch Präsident Wilson eingesetzten Kommission, an der Robinson nicht beteiligt wurde, entschied sich für Bildnisse, mit denen die gesamte Nation repräsentiert wurden. Mehr als 400 Arbeiter waren schließlich damit beschäftigt, die Portraits in den Stein zu hauen, wofür am Ende knapp eine Million Dollar investiert wurden. Haushaltskürzungen im Laufe der Jahre hatten allerdings dafür gesorgt, dass man vom ursprünglichen Plan, die Staatsmänner von der Hüfte aufwärts zu porträtieren, Abstand nahm. Obwohl das Monument schon bald nach seiner Fertigstellung den erhofften Zweck erfüllte und zahlreiche Besucher in die Region lockte, blieb es viele Jahre ohne adäquate Infrastruktur. Erst 1998 wurde ein Besucherzentrum eröffnet, zudem gibt es seitdem das Lincoln Borglum Museum, zu dem unter anderem ein Nachbau des Ateliers des Bildhauers gehört.

Darüber hinaus in einem Canyon in der Umgebung des Monuments eine gut 20 Meter tiefe Kammer, in der sich die “Hall of Records” befindet, dies sind Porzellantafeln, auf denen die Biographien von Washington, Jefferson, Roosevelt, Lincoln und Borglum sowie die amerikanische Declaration of Independence eingraviert sind.

Der Standort des Monuments ist ein Stein des Anstosses für die in der Gegend ansässigen Lakota-Indianer, weil das Land, auf dem es steht, den Ureinwohnern gewaltsam genommen worden war - obwohl es ihnen im Vertrag von Fort Laramie von 1868 “für immer” zugesprochen worden war. Im Jahr 1971 war es zu einer kurzzeitigen Besatzung des Monuments durch Mitglieder der Indianerrechtsbewegung AIM gekommen. Auch um dem bis heute anhaltenden Protest einen Ausdruck zu geben, entsteht das Abbild von Crazy Horse in der Nähe - etwa 30 Autominuten entfernt -, das nach der Fertigstellung  Mount Rushmore in der Größe deutlich überragen wird.

Mount Rushmore ist ganzjährig geöffnet und von Rapid City aus gut erreichbar. Es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel, aber private Firmen bieten Touren an. Am Monument selbst werden verschiedene, von Park Rangers geführte Touren angeboten. Bei diesen Gelegenheiten bekommen Besucher auch einen Eindruck davon, dass die Umgebung des Monuments neben der historischen Bedeutung auch in Bezug auf die Natur viel zu bieten hat. Mount Rushmore liegt in den Black Hills, wo neben vielen Arten von Wildblumen vor allem Nadelbäume das Bild bestimmen. Zur hier lebenden Tierwelt gehören unter anderem Bergziegen, Kojoten, Stinktiere, Stachelschweine und Luchse.

Das National Memorial ist ganzjährig geöffnet, das Besucher- und Informationszentrum ist täglich von 8 bis 17 Uhr zugänglich, von Mai bis August sogar bis 22 Uhr abends. Es wird keine Eintrittsgebühr erhoben, dafür fallen aber stolze Parkgebühren für das Abstellen des Autos im Parkhaus an. Innerhalb des Parks gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten, auch keine Campingplätze. Im nächstgelegenen Ort, dem winzigen Keystone, gibt es diverse Hotels und Inns. Gut 30 Minuten entfernt liegt Rapid City, die zweitgrößte Stadt South Dakotas, wo es noch eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten gibt.


 

 

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