Texas

 

Arlington

TX Arlington Rangers Ballpark

Arlington zählt mit seinen über 365.000 Einwohnern zu den 50 größten Städten der USA, doch die Lage etwa auf halber Strecke zwischen den beiden nordtexanischen Metropolen Dallas und Fort Worth trägt dazu bei, dass sich die Stadt über die Grenzen Amerikas hinaus keiner allzu großen Bekanntheit erfreut. Dabei sind einige Einrichtungen, die den Namen des großen Nachbarn Dallas tragen, tatsächlich in Arlington angesiedelt - das berühmte Footballteam der Dallas Cowboys ist nur ein Beispiel. Letztlich ist es dann wiederum die Lage der Stadt, die dafür sorgt, dass Texas-Urlauber an Arlington kaum vorbeikommen und dabei entdecken, dass hier vielleicht so etwas wie das Zentrum der Metroplex zu finden ist.

Im Jahr 1841 beginnt die Geschichte des modernen Arlington mit der Errichtung eines Handelspostens. Damals war Texas seit fünf Jahren eine eigenständige Republik und in vielerlei Hinsicht in einer Phase des Umbruchs und der Entwicklung. Die Region im Nordosten der jungen Republik, erst seit kurzem gegen Indianerüberfälle einigermaßen gesichert, zog mit ihren fruchtbaren Böden und guten klimatischen Bedingungen viele an, die einen Neuanfang wagen wollten und so hatten sich schon nach kurzer Zeit einige Farmen rund um den Handelsposten entwickelt. Als im Jahr 1876 die Bahnstrecke der Texas and Pacific Railway eröffnet wird, steigt das Interesse an der Ortschaft weiter und nur wenig später, im Jahr 1884, hatte Arlington den Status einer Stadt erreicht. Im Jahr 1920 lebten bereits 3000 Menschen hier und Arlington wuchs langsam, aber beständig weiter bis auf knapp 8000 Einwohner in den 1950er Jahren. Mit dem Einzug der Industrie während der Boomjahre (General Motors eröffnete hier 1954 eine Fabrik) sollte sich die Stadt dann aber beinahe über Nacht verändern und schon 1970 waren aus den 8000 Einwohnern 91.000 geworden, zehn Jahre später schon mehr als 160.000 und über 260.000 im Jahr 1990. Nach und nach wurde Arlington  nicht nur der Bevölkerungszahl nach zur Großstadt, auch wenn so manche Entwicklung dem rasanten Wachstum nicht folgen konnte - so hat die Stadt bis heute kein städtisches Busverkehrsnetz.

Da sich Arlington aber hauptsächlich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte, ist die Stadt auf den Autoverkehr ausgerichtet. Insbesondere über Highways und die beiden Interstates I-20 und I-30 ist sie gut erreichbar; der Flughafen Dallas-Fort Worth ist 20 Minuten entfernt. Die aus dem Individualverkehr entstehenden Nachteile sind allerdings ebenfalls nicht von der Hand zu weisen; die Metroplex gehört zu den amerikanischen Regionen mit dem höchsten Grad an Luftverschmutzung.

Arlington, die Partnerstadt des bayerischen Bad Königshofen, ist vor allem eine Stadt des Sports und das nicht erst, seit sich die Augen der Weltöffentlichkeit für das NBA All-Star-Game 2010 und den Superbowl 2011 auf den Ort richteten. Schon seit 1972 ist Arlington die Heimat der Texas Rangers aus der Major League Baseball. Deren Heimspielstätte ist der 1994 neu errichtete Rangers Ballpark, ein modernes Stadion, in dessen Architektur vielfache Einflüsse traditioneller Stadien aus dem ganzen Land eingeflossen sind. Offiziell wurde das Baseball-Stadion vor der Saison 2014 in Globe Life Park umbenannt, wird von den Einheimischen aber in der Regel weiter mit seinem alten Namen bezeichnet. Das Stadion am Ballpark Way kann in Touren besichtigt werden.

TX Arlington Cowboys Stadium 2

Im Jahr 2009 folgte das Footballteam der Dallas Cowboys, eine der beliebtesten Mannschaften des Landes, den Rangers und bezog ihre neue Heimat, das Cowboys Stadium. Das Stadion setzte mit seiner Größe - mehr als 100.000 Zuschauer finden hier Platz - und Ausstattung einige neue Maßstäbe für Stadien weltweit und wird auch für diverse andere Veranstaltungen genutzt, zum Beispiel für Konzerte. Wer sich für eine der Stadiontouren entscheidet, bekommt auch einen Blick auf die größte HD-Videowand der Welt, die hier unter der Decke installiert wurde. Für die Besucher, die schwere Kugeln gegenüber Bällen bevorzugen, sei dagegen der Besuch des International Bowling Museums mit dazugehörender Hall of Fame am Six Flag Drive empfohlen.

Sport gehört auch zum Angebot der University of Texas at Arlington, die darüber hinaus ein umfangreiches akademisches Programm aufweisen kann. Mehr als 32.000 Studenten sind hier eingeschrieben und damit ist die Universität nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern insgesamt auch ein wichtiger Teil des Stadtlebens. Der zentrale Campus befindet sich in Downtown. Im Fine Arts Building der Universität an der South Cooper Street befindet sich eine Kunstgalerie mit wechselnden Ausstellungen, die bei freiem Eintritt besucht werden kann.

Zu den Attraktionen Arlingtons zählen in erster Linie gleich zwei Vergnügungsparks. Zum einen findet sich hier der älteste Park der Six Flags-Kette, der 1961 eröffnete Six Flags over Texas. Der Park ist jeweils von März bis Dezember geöffnet und verfügt über insgesamt 50 Attraktionen, darunter 13 Achterbahnen. Der Name der Einrichtung bezieht sich auf die Flaggen der sechs verschiedenen Nationen, die in der Geschichte bereits über Texas geherrscht haben. In den letzten Jahren hat sich die Ausrichtung von Six Flags over Texas wieder verstärkt den Familien als Zielgruppe zugewandt. Im September wird beim Best of Texas Festival das texanische Brauchtum gefeiert.
2201 Road to Six Flags. Während der Saison täglich ab 10 Uhr geöffnet.

Der zweite Vergnügungspark der Stadt ist Hurricane Harbor, ein ebenfalls zu Six Flags gehörender Wasserpark, der früher den Namen der Wet ‘n’ Wild- Gruppe trug. Mehrere Becken und Wasserrutschen warten während der Saison von Anfang Juni bis Ende September auf Besucher. Ab und an ergänzen besondere Events das Angebot.
900 East Randol Mill Road. Während der Saison täglich ab 10:30 Uhr geöffnet.

Ebenfalls ums Wasser, allerdings ohne jegliche Animation, dreht es sich im River Legacy Living Science Center im Norden der Stadt. Am Ufer des Trinity River finden sich einige Picknickplätze, Spazier- und Radwege mit guten Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung und das Science Center selbst, in dem man über den Lebensraum am Fluss erfahren kann. Zurück in Downtown lohnt ein Besuch des Arlington Museum of Art, an der West Main Street. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gern gesehen. Es sind wechselnde Ausstellungen zu sehen, daneben gibt es Workshops und eine jährlich stattfindende Kunstauktion.


 

 

 

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