Texas

 

Big Thicket National Preserve

TX Big Thicket National Preserve

Mit der Big Thicket National Preserve im Südosten von Texas, nicht weit vom Ballungsraum rund um die Millionenstadt Houston, wird einer der vielfältigsten Lebensräume der USA geschützt. Das Schutzgebiet wurde 1974 eingerichtet und umfasst ein Biotop, das von mehreren Wasserläufen durchzogen wird und das einst um ein Vielfaches größer war als heute. Die heutigen gut 43.000 Hektar der National Preserve bilden nur einen Bruchteil des ursprünglichen Wildnisgebiets, das wohl früher mehr als 8000 Quadratkilometer groß war. Die weiträumige Abholzung des Baumbestands und nicht zuletzt auch der immer weiter wachsende Ballungsraum im texanischen Südosten haben jedoch im Laufe der Zeit dafür gesorgt, dass nur noch ein Rest des einstmals riesigen Lebensraums übrig geblieben ist.

Wer in der Big Thicket National Preserve besondere Sehenswürdigkeiten oder dramatische Ausblicke erwartet, wird enttäuscht. Hier ist tatsächlich der Lebensraum die eigentliche Attraktion. Man nimmt an, dass diese Region in der Kreidezeit zu einem gewaltigen Meer gehörte, das weite Teile des heutigen amerikanischen Festlands bedeckte. In dem weitläufigen Feuchtgebiet sind heute so viele Tier- und Pflanzenarten beheimatet, dass die Big Thicket mitunter als die “amerikanische Arche” bezeichnet wird. Schon 1936 war der erste großangelegte Versuch unternommen worden, die biologische Vielfalt des Gebiets zu dokumentieren, doch es sollte noch 40 Jahre dauern, bis sich der Kongress dazu entschloss, diesen Raum unter Schutz zu stellen. Der demokratische Politiker Ralph Yarborough gilt als entschlossenster Verfechter der Errichtung dieses Schutzgebiets. Es wurde letztlich zeitgleich mit der Big Cypress National Preserve in Florida eingerichtet. Yarborough hat die Eröffnung der Preserve, für die er kämpfte, letztlich nicht mehr erleben dürfen.

Schon seit Millionen von Jahren ist diese Region die Heimat unzähliger Spezies gewesen. Wildblumen, verschiedene Gräser und mehr als 80 verschiedene Baumarten von der Eiche bis zum Ahorn bilden die Flora. Bei den Tieren gibt es sogar noch mehr zu entdecken. Neben knapp 100 unterschiedlichen Fischarten, darunter auch etliche seltene Exemplare, sind vor allem Reptilien, Amphibien und Säugetiere in großer Zahl vertreten. Diverse Salamander-, Frosch- und Krötenarten leben hier ebenso wie Schildkröten und Alligatoren, Wölfe, Füchse und Kojoten. Darüber hinaus ist die Preserve ein Paradies für Vogelbeobachter.

Neben der Möglichkeit, das Areal auf einem ausgedehnten Wegenetz zu Fuß, als Reiter oder mit dem Fahrrad zu erkunden, bietet die National Preserve die Gelegenheit für eine Entdeckung vom Wasser aus. Auf dem Village Creek und dem Neches River sind Touren mit Kanu oder Kajak möglich, wer länger bleiben möchte, kann auch sein Zelt aufschlagen. Eingerichtete Campingplätze gibt es jedoch nicht. Im nahegelegenen Beaumont, das einige Autominuten entfernt liegt, finden sich mehrere Übernachtungsmöglichkeiten.

Genauere Informationen zu den in der National Preserve vorkommenden Arten sowie zu den Angeboten der Park Rangers erhalten Besucher im Visitors Center, das täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet ist. 


 

 

 

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