Texas

 

Corpus Christi

TX Corpus Christi

Einwohner:

305.200

Lage:

Südosten von Texas, am Golf von Mexiko

Beiname:

Sparkling City by the Bay

Offizielle Flagge:

Corpus Christi

Woher die Stadt am Golf von Mexiko ihren Namen hat, ist bis heute nicht endgültig geklärt. Der Begriff (wörtlich: Christus‘ Körper) ist die spanische und englische Bezeichnung für das Fronleichnamsfest. Der Überlieferung nach soll der spanische Entdecker Alonzo Alvarez de Pineda an jenem Tag im Jahr 1519 hier an die Mündung des Nueces River vorgestoßen sein. Wahrscheinlich aber entstand der Name erst über 200 Jahre später um 1760, als Siedler aus dem Rio Grande Valley hierher kamen. Im Jahr 1839, nach der texanischen Unabhängigkeitserklärung, wurde die Stadt als Handelsposten gegründet. Im Bürgerkrieg stellte sich die Region per Volksabstimmung auf die Seite der Südstaaten, Corpus Christi wurde daraufhin im August 1862 von Schiffen der Union angegriffen und in weiten Teilen zerstört.

So ist es fast eine Ironie der Geschichte, dass heute mit der USS Lexington ein Kriegsschiff eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist. Der Flugzeugträger, der 1942 gebaut wurde, wurde während des Zweiten Weltkriegs im Pazifik eingesetzt und diente danach vor allem an der Ostküste zu Trainingszwecken, bevor er 1991 außer Dienst gestellt wurde. Das gewaltige Schiff, auf dem 110 Flugzeuge und 2600 Soldaten Platz fanden, ist heute ein National Historic Landmark und dient als Museum. Besucher erhalten Zugang zu den Kommandozentralen und diversen Einrichtungen des Schiffs, das auch unter seinem Spitznamen Blue Ghost bekannt ist und erfahren auch, dass die Lexington eine Rolle im Film “Pearl Harbor” von 2001 spielte. Das USS Lexington Museum befindet sich in der Corpus Christi Bay gegenüber von Downtown und ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Doch nicht nur museal kann Corpus Christi auf seine Bedeutung als Militärstandort verweisen. Seit 1941 sind die Marineflieger auf dem Truax Field etwas außerhalb der Stadtgrenzen zu hause. Die Basis wird in erster Linie zum Training von Nachwuchskräften genutzt; rund 400 beenden ihre Ausbildung jedes Jahr. Auf demselben Gelände befindet sich auch das weltgrößte Reparaturzentrum für Helikopter, das Corpus Christi Army Depot. Mehr als 6000 Menschen in der Stadt werden allein vom Militär beschäftigt. Der größte Faktor auf dem Arbeitsmarkt ist allerdings der Hafen der Stadt, der zu den 50 größten der Welt nach umgeschlagenen Gütern zählt und über den vor allem landwirtschaftliche Produkte und Öl umgeschlagen werden.

Die Einwohner der Stadt sind inzwischen mehrheitlich Latinos; mehr als 54% der Bevölkerung bezeichnen sich als solches. Bei der Volkszählung 2010 gab es in der Stadt knapp 99.000 Haushalte mit durchschnittlich 2,75 Personen pro Haushalt. Der Altersdurchschnitt lag bei 33 Jahren.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten neben der USS Lexington zählt das Texas State Aquarium (2710 N. Shoreline Boulevard, täglich 9-18 Uhr geöffnet), in dem neben vielen Fischarten auch Frösche, Delfine, Otter, Alligatoren und andere Spezies zu sehen sind. Der größte der Tanks fasst 1,5 Millionen Liter Wasser, in anderen wurde ein Korallenriff und der Lebensraum rund um eine Ölbohrinsel nachgebaut. Wer angesichts des subtropischen Klimas der Stadt, das durch warme Temperaturen und einen ganzjährig vorherrschenden Wind gekennzeichnet ist, lieber im Freien bleibt, kann zum Beispiel das South Texas Botanical Gardens and Nature Center (8545 South Staples, geöffnet täglich 8 bis 18 Uhr) besuchen. Zur Ausstellung gehören unter anderem ein Rosengarten, ein Schmetterlingshaus und ein Garten der Sinne. Die Umgebung des Nature Centers ist auch sehr beliebt bei Gästen, die zur Vogelbeobachtung nach Texas kommen. Unter den Museen der Stadt ist das Corpus Christi Museum (1900 N. Chaparral Street), das sich mit Geschichte, Naturgeschichte und Archäologie beschäftigt, zu erwähnen. Neben Exponaten zur Geschichte der Stadt und der Region weist das Museum unter anderem auch Teile eines der ältesten geborgenen Schiffswracks der Welt auf. Die Ausstellung erklärt aber beispielsweise auch, wie heimische Reptilien sich an die Gegend angepasst haben.  Das Art Museum of South Texas (1902 Shoreline Boulevard) beschäftigt sich stattdessen mit Kunst, wobei ein Schwerpunkt auf amerikanische Künstler und solche aus der Region gelegt wird. Seit 2005 ist Corpus Christi darüber hinaus Standort eines wohl einzigartigen Themenmuseums. Im Texas Surf Museum (309 N. Water Street) finden sich Ausstellungsstücke zur Geschichte des hier äußerst populären Windsurfing, etwa historische Surfboards und der Nachbau einer Werkstatt für Surfbretter.

Viele Besucher nutzen Corpus Christi als Ausgangspunkt für die Erkundung der Umgebung. Im Umland der Stadt befinden sich einige sehenswerte Orte, zum Beispiel die Hans and Pat Suter Wildlife Refuge an der westlichen Küste der Oso Bay. Dieses Schutzgebiet, das man auf Rad- und Wanderwegen erkunden kann, gilt als einer der besten Orte, um Vögel, insbesondere Wasservögel zu beobachten. Von der Stadt aus ebenfalls gut erreichbar ist der nördliche Teil von Padre Island, der zu großen Teilen als National Seashore zum Schutzgebiet erklärt worden ist und wo unter anderem verschiedene Arten von Meeresschildkröten eine Heimat gefunden haben. Ein beliebtes Ausflugsziel ist außerdem die knapp 40 Kilometer lange Mustang Island vor der Stadt, die wiederum zu einem großen Teil vom Mustang Island State Park eingenommen wird.


 

 

 

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