Texas

 

Guadalupe Mountains National Park

Es ist eine Landschaft, wie man sie in Texas nicht unbedingt vermuten würde. In den Guadalupe Mountains, die sich bis in den Nachbarstaat New Mexico erstrecken, befinden sich die höchsten Gipfel von Texas, darunter der 2667 Meter hohe Guadalupe Peak und der wegen seiner Form weithin bekannte El Capitan mit 2464 Metern. Umgeben wird die Gebirgskette von der Chihuahua- Wüste, die auch Teile des Nordens von Mexiko bedeckt. Der knapp 350 km² große Nationalpark befindet sich komplett auf texanischem Gebiet und wurde 1972 eröffnet. Der Park liegt im Westen von Texas und ist gut von Carlsbad in New Mexico aus zu erreichen. In der Region werden die Sommer meist recht heiß, während im Winter Schneefall keine Seltenheit ist. Die sich deutlich unterscheidenden Jahreszeiten haben zur Ausprägung verschiedener Ökosysteme innerhalb der Parkgrenzen beigetragen.

TX Guadalupe Mountains

Neben dem Gebirge, in dem sich etliche große Höhlen befinden und wo sich dichte Pinien- und Tannenwälder befinden, finden sich hier auch die Landschaftsformen der Salzwüste am Fuß der Berge und Canyons zwischen den Erhebungen, in denen Ahorn, Eichen und Eschen wachsen. Zu den hier lebenden Tieren gehören unter anderem Klapperschlangen, Kojoten, Skorpione, Pumas, Dachse und Luchse. Die Tiere lassen sich am besten in den kühleren Morgen- und Abendstunden beobachten. Spät am Tag lohnt sich auch ein Abstecher zu den zahlreichen Höhlen im Nationalpark oder zu den nahegelegenen Carlsbad Caverns in New Mexico, wo mehrere Fledermausarten zu hause sind. Doch auch wer sich für ausgestorbene Tiere interessiert, kommt hier auf seine Kosten, denn die Gegend war vor über 260 Millionen Jahren von einem Meer bedeckt und die geologischen Verwerfungen in der Folge haben dafür gesorgt, dass Wissenschaftler hier viele maritime Fossilien gefunden haben. 

Außer diesen wurden auch zahlreiche Pfeilspitzen, Felszeichnungen und Gegenstände gefunden, mit denen belegt worden konnte, dass schon vor 10.000 Jahren Menschen hier lebten, die vor allem in den Höhlen unterkamen. Ab dem 16. Jahrhundert finden sich dann Spuren der Europäer; die spanischen Entdecker, die hierher kamen, blieben aber nicht und so blieb die Region bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts in der Hand der Ureinwohner. Dann allerdings zogen die Trecks nach Westen und einige kleine Siedlungen entstanden, bis heute aber bleibt das Land hier in der Umgebung äußerst dünn besiedelt.

Der Herbst ist nicht nur wegen der angenehmeren Temperaturen eine gute Zeit, dem Guadalupe Mountains Nationalpark einen Besuch abzustatten. In dieser Jahreszeit lässt sich hier auch die Verfärbung des Laubs zu einer kleineren Version eines “Indian Summer” beobachten. Besonders beliebt ist dann der McKittrick Canyon, der sich beispielsweise über einen kurzen Wanderweg gut erkunden lässt. Doch auch zu jeder anderen Zeit bietet der National Park einige sehenswerte Punkte. Dazu gehören zum Beispiel die bis zu 20 Meter hohen Sanddünen, bestehend aus abgelagerten Gipspartikeln. Um die Salt Basin Dunes zu besuchen, fährt man rund 20 Meilen vom Besucherzentrum, wo man auch den Schlüssel für die Tore an der Zufahrtsstrasse erhält. Wer den Weg auf sich nimmt, erhält Zutritt zu einer einzigartigen, menschenleeren Landschaft. Ebenso sehenswert ist der auf über 1900 Metern Höhe im nördlichen Teil des Nationalparks gelegene Dog Canyon. Weit von jeder Zivilisation entfernt, bieten sich hier hervorragende Bedingungen für Kletterer und Wanderer. In diesem Bereich sind mehrere Wanderwege mit einer ungefähren Längen zwischen 30 Minuten und 5 Stunden ausgewiesen. Ebenfalls befindet sich hier ein Campingplatz für Besucher, die länger als einen Tag bleiben möchten. Ein weiterer, etwas größerer Campingplatz befindet sich in der Nähe des Besucherzentrums.

Wer sich außer für die Natur der Guadalupe Mountains auch für die Geschichte der Region interessiert, kann innerhalb der Parkgrenzen eine weitere Sehenswürdigkeit aufsuchen. Die Frijole Ranch in der Nähe des Besucherzentrums beherbergt ein kleines Museum, in dem die Geschichte menschlicher Besiedelung der Gegend aufgezeichnet wird. In der Umgebung der Ranch befinden sich mehrere Frischwasserquellen, an denen man gut die zum Trinken kommenden Tiere des Nationalparks beobachten kann. Wer über ein geländegängiges Fahrzeug verfügt, kann sich auch auf den Weg zur Williams Ranch machen. Entlang der Strecke (Schlüssel für das Tor im Besucherzentrum leihen!) gibt es viele tolle Aussichtspunkte, zum Beispiel auf El Capitan, den bekanntesten Felsen des Parks.

 

 

Weitere Informationen über den Guadalupe Mountains Nationalpark auf den Webseiten des National Park Service


 

 

 

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