Texas

 

Laredo

TX Laredo University

Einwohner:

244.700

Lage:

Süden von Texas, an der Grenze zu Mexiko

Beiname:

The Gateway City

Offizielle Flagge:

Laredo

Laredo ist eine der Städte im Süden der USA, deren Grenzen mit der gegenüberliegenden Ortschaft in Mexiko beinahe verschmelzen. Laredo gegenüber, getrennt nur vom Rio Grande, liegt Nuevo Laredo, das zwar jünger, aber mit rund 374.000 Einwohnern deutlich größer ist als die US-Stadt. Der Verkehr zwischen beiden Städten wird über vier Brücken über den Grenzfluss abgewickelt. Die Stadt hat dank ihrer Lage eine wichtige Bedeutung für das Transportwesen als Schnittstelle zwischen den Staaten.

Die nach einem kleinen nordspanischen Ort benannte Stadt wurde 1755 von Don Tomas Sanchez, einem spanischen Hauptmann, gegründet. Während eines Aufstands gegen die mexikanische Regierung im Jahr 1840 gründeten Rebellen die kurzlebige Republic of the Rio Grande und erklärten Laredo zur Hauptstadt, doch schon wenige Monate später kam das Gebiet zurück zu Mexiko. Als es zum Krieg zwischen den USA und Mexiko kam, wurde die Stadt von texanischen Truppen besetzt und kam im Friedensvertrag schließlich zu den USA. Eine Befragung der Bevölkerung mit dem Ziel der Rückkehr zu Mexiko scheiterte kurz darauf, woraufhin ein großer Teil der Bevölkerung über die Grenze zog und Nuevo Laredo gründete. Um die Jahrtausendwende herum war Laredo eine der am schnellsten wachsenden Städte der USA, die Zahl der Einwohner stieg von 123.000 im Jahr 1990 auf 176.600 im Jahr 2000 und 236.100 im Census 2010.

Kulturell und demographisch ist die enge Verbindung der Stadt zum südlichen Nachbarn mehr als offensichtlich. Mehr als 96% der Einwohner sind Hispanics, zudem werden rund 40% der Arbeitsplätze in Laredo von Menschen besetzt, die täglich aus Mexiko einreisen. Während des bedeutsamsten Fests des Jahres, der Washington’s Birthday Celebration, die jährlich von Mitte Januar bis Ende Februar mit zahllosen Einzelveranstaltungen, Paraden, Shows, Konzerten und ähnlichem gefeiert wird, können auch Besucher in die lateinamerikanische Kultur eintauchen. Die wochenlangen Feierlichkeiten finden ihre Höhepunkte im Jamboozie, einer Art Karneval mit Masken und Kostümen jeweils Ende Januar und im Jalapeno Festival, bei dem es um den Verzehr äußerst scharf gewürzter Speisen geht.

Laredo ist Standort mehrerer Hochschulen, von denen die Texas A&M International mit rund 6800 Studenten die größte ist. In wirtschaftlicher Hinsicht profitiert die Stadt in erster Linie vom internationalen Handel und Güterverkehr. Knapp die Hälfte aller für Mexiko bestimmten US-Güter überqueren hier die Grenze, in umgekehrter Richtung verlassen rund 35% der mexikanischen Exportgüter das Land über Nuevo Laredo. Als Standort von Import- / Export-Agenturen, Speditionen, Lagerhäusern und ähnlichen Dienstleistern hat  Laredo in besonderem Maße von der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA profitiert.

Besucher genießen das internationale Flair und die vielfältigen Shoppingmöglichkeiten auf beiden Seiten der Grenze. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört das Republic of the Rio Grande Museum (1005 Zaragoza Street, geöffnet Di-Sa 9-16 Uhr), untergebracht in einem der ältesten Gebäude der Stadt, in dem Erinnerungsstücke an die kurze Geschichte der Republik der Aufständischen gesammelt werden und verschiedene Räume aus der Zeit um 1900 rekonstruiert wurden. Wer sich statt für Geschichte eher für Kultur interessiert, kommt in einem anderen alten Bauwerk auf seine Kosten. im alten Rathaus am Market Square ist heute das Laredo Center for the Arts untergebracht (500 San Agustin Avenue, geöffnet Di-Sa 11-16 Uhr). Dieses aus privater Initiative heraus entstandene Zentrum dient als Aufführungsstätte für Bühnenstücke und -programme, vor allem aber als Ausstellungsort für die Werke lokaler Künstler. Größere Konzerte, Messen und Veranstaltungen finden in der Laredo Energy Arena statt (6700 Arena Boulevard). Diese 2001 eröffnete Multifunktionsarena fasst bis zu 10.000 Besucher und ist auch Spielstätte des heimischen Eishockey- und des Footballteams.

Zu den sehenswerten Gebäuden gehören weiterhin die 1872 errichtete San Agustin Cathedral (214 San Bernardo Avenue) in Downtown, der Sitz der Diözese für mehr als 200.000 Gläubige, dessen 43 Meter hoher Glockenturm das zweithöchste Bauwerk der Stadt ist und das Hamilton Hotel (815 Salinas Avenue). Dieses heute als Wohngebäude genutzte, 46 Meter hohe Bauwerk wurde 1900 zunächst mit drei Stockwerken errichtet, bevor 1923 neuen weitere Etagen darauf gebaut wurden. Im Bereich von Downtown finden sich einige interessante Beispiele von Gebäuden im spanischen Kolonialstil.

Das beliebteste Ausflugsziel für Einwohner und Besucher gleichermaßen ist aber der Lake Casa Blanca International State Park einige Kilometer außerhalb der Stadt. Der 680 Hektar große See lockt vor allem Angler, aber auch wer spazieren gehen, Rad fahren, Wasserski oder Boot fahren oder eine der Picknickflächen nutzen will, ist hier richtig. Der angrenzende Campingplatz beherbergt viele Dauercamper, die die Wintermonate hier verbringen. Der künstlich an einem Damm - explizit mit dem Ziel der Schaffung eines Naherholungsgebiets - angelegte See verfügt über mehrere Bootsstege.


 

 

 

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